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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 In der Neuapostolischen Kirche ist alles möglich, auch das Gegenteil!
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Querdenkermicha Offline



Beiträge: 139

26.07.2011 21:50
Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Soeben habe ich folgende Mail an Bischof Johanning versendet:

-------------------------------------------------------------

Sehr geehrter Herr Johanning,

mit Befremden bin ich auf das Bibelzitat auf dem Plakat des Monats Juli 2011 ("Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?", 1.Mose 18, 14) aufmerksam geworden.
Finden Sie nicht, dass diese Aussage in ihrer Absolutheit ein Schlag ins Gesicht z.B. all der hungernden Menschen Ostafrikas ist, über die wir derzeit täglich neue Hiobsbotschaften erfahren?
(Ganz abgesehen von den japanischen oder haitianischen Erdbebenopfern, den Opfern des Holocaust und anderer Menschheitsverbrechen, denen eben kein göttliches Eingreifen jemals zuteilgeworden ist!)

Ich kann es nur immer wieder mit Erschütterung zur Kenntnis nehmen, mit welcher Realitätsverweigerung gerade tiefreligiöse Menschen die Weltereignisse um sich herum interpretieren. Hier trifft haargenau das zu, was der Psychologe Franz Buggle in seinem wirklich augenöffnenden Buch "Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann" (2. Aufl. Aschaffenburg 2004), ausleihbar u.a. in der Stadtbücherei Frankfurt, konstatiert:

"Bei konsequenter, redlicher Ablehnung, unbequeme, 'sperrige' Aspekte der Wirklichkeit oder des biblisch-christlichen Gottesglaubens auszublenden, auf Rationalität und Denken im Hinblick auf wesentliche Aspekte der Wirklichkeit zu verzichten, erscheint es schwer verständlich, warum die Wirklichkeit, wie sie ist, die 'Schlachtbank der Weltgeschichte' gerade durch den biblisch-christliichen Gottesglauben vertrauenswürdiger, sinnhafter, vernünftiger werden sollte, warum das menschliche Leben durch einen rückschrittlichen Denkverzicht und Hinwendung zu einem unredlichen Wunschdenken, durch blinde Akzeptierung widersprüchlich-absurder, zum Teil archaisch-inhumaner Inhalte sinnvoller, gerechter oder gar in seiner profunden Fraglichkeit geheilt werden sollte.
Daß diese Frage so selten gestellt wird, läßt sich wieder wohl nur durch die Macht frühkindlich eingegebener Suggestionen, die dann zu Selbstverständlichkeiten geworden sind, und die Anfälligkeit des Menschen gegenüber Wunschdenken erklären." (S. 287)

Als kleine Kostprobe jener erwähnten archaisch-inhumaner Inhalte, die jedem Mindest(!)-Standard heutiger humaner Ethik auf das Schärfste widersprechen, seien an dieser Stelle an a) die Aufforderung Gottes zu mitleidlosen Eroberungs- und Ausrottungskriegen, b) Gottes Akzeptanz der Sklaverei bzw. Aufforderung der damaligen Sklaven zur Unterwerfung unter ihre Herren sowie c) die göttlich (!) initiierte "Verstockung" Nichtgläubiger genannt (Bibelzitate gemäß Buggle):

a) S. 67f.: "Aus den Städten dieser Völker jedoch, die der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen. Vielmehr sollst du die Hetiter unnd Amoriter, Kanaaniter und Perisiter, Hiwiter und Jebusiter der Vernichtung weihen, so wie es der Herr, dein Gott, dir zur Pflicht gemacht hat..." (5. Mose 20, 16ff.)

b) S. 203: "Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Ehrfurcht euren Herren unter, nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch den launenhaften. Denn es ist eine Gnade, wenn jemand deswegen Kränkungen erträgt und zu Unrecht leidet, weil er sich in seinem Gewissen nach Gott richtet. Ist es vielleicht etwas Besonderes, wenn ihr wegen einer Verfehlung Schläge erduldet? Wenn ihr aber recht handelt und trotzdem Leiden erduldet, das ist eine Gnade in den Augen Gottes." (1. Petrus 2, 18f.)

c) S. 133f. (Jesus erklärt den Jüngern das Gleichnis von der Aussaat): "Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut, denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen: hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren, und ihnen nicht vergeben wird." (Markus 4, 10ff., analog Matthäus 13, 10ff.)
(Soviel zum in der NAK geflügelten Wort "Gott will, dass *allen* Menschen geholfen wird!")

Diese kleine Auswahl mag durch Beispiele eigenständiger Bibellektüre ergänzt werden. Insbesondere bietet bekanntlich auch die Offenbarung des Johannes mit ihren göttlich angeordneten Blutorgien reichlich Anschauungsmaterial über die Pläne des "Gottes der Liebe" gegenüber allen Anders- bzw. Nichtgläubigen.

Nichts für ungut. Ich hoffe, ich konnte mit diesen Gedanken ein wenig Nachdenklichkeit auslösen.

Viele Grüße
Michael Haß

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http://rationalearmeefraktion.wordpress.com
"Sand im Getriebe des Irrationalismus"

Vox Humana Offline




Beiträge: 374

27.07.2011 00:05
#2 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Hallo QDM...hat bei mir schon Nachdenklichkeit ausgelöst.

Zitat
Ich kann es nur immer wieder mit Erschütterung zur Kenntnis nehmen, mit welcher Realitätsverweigerung gerade tiefreligiöse Menschen die Weltereignisse um sich herum interpretieren.

Das tief religiös beziehst du hoffentlich nicht nur auf NAK-Mitglieder,denn tief religiös ist anders,wie Einstein(oder Albert Schweitzer?) sinngemäß formulierte,daß man noch lange kein Christ ist wenn man in eine Kirche geht,denn man wird ja auch nicht zum Auto wenn man in eine Garage geht.
Ich habe einmal nach dem Rest des Bibelverses geschaut.NAK-typisch ist dies nur ein Fragment,welches dadurch einen ganz anderen Sinn bekommt.So als wenn ich eine Scherbe aufhebe,und mich dann frage wie der Teller wohl ausgesehen hat.In diesem anderen Sinne ist es nur eine billige Parole.

Zitat
Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen über ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür der Hütte. (1. Mose 17.19) (Römer 9.9) 11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also daß es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise. 12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein Herr ist auch alt? (1. Mose 17.17) (1. Petrus 3.6)
13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, das es wahr sei, daß ich noch gebären werde, so ich doch alt bin? 14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen über ein Jahr, so soll Sara einen Sohn haben. (Lukas 1.37) 15 Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also; du hast gelacht.


Du redest von einem Gott den die NAK doch so gar nicht kennt.Die haben sich ihren eigenen Gott geschaffen.Der steht quasi als Lotse neben dem Apostolat auf der Brücke der maroden Arche N(O)AK.Wenn`s mal nicht so richtig läuft und der Kahn zu entern droht,dann kriegt der Lotse was auf die Mütze und weiter geht`s.Ich denke da an die grossen Ereignisse in der NAK,welche ihr beinahe das Genick gebrochen hätte,wie die Botschaft und das Ganze drum herum.Der Lotse war`s.Was ist mit den ganzen Abspaltungen von der NAK?Die Abtrünnigen.Der Lotse hat gesagt das Schiff ist zu schwer,unnötiger Ballast muß weg.Die ach so kleine Arche im Fahrwasser der großen Welt.Nur sie weiß wo`s lang geht.Die Crew auf der Brücke verteilt das Heil in der Welt.Demnächst wird der heilige Vater noch mit an Bord geholt."Willst du den heiligen Geist,dann bleib bei uns und überzeuge deine Schäfchen sich auch geistlich erneuern zu lassen!"Ausserdem brauchen wir noch einen Sündenbock für unseren Totenkult.Alles können wir dem Lotsen auch nicht zumuten!

Zitat
Nichts für ungut. Ich hoffe, ich konnte mit diesen Gedanken ein wenig Nachdenklichkeit auslösen.


QDM hast du schon öfters solche Aktionen gemacht,und auch Antworten bekommen?Das interessiert mich.

V.H.

________________________________

Von Menschenfischern kurz nach der Geburt erwischt,von ihnen verzogen,belogen,betrogen,und nach 52jähriger Gefangenschaft wegen guter Führung vorzeitig entlassen.....

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

27.07.2011 11:55
#3 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Diese religiösen "Botschaften" sind so ein x-beliebig zusammenfantasierter Kram, so ein Zusammengeflicke aus den Scherben alter Gerüchte, immer so zusammengebastelt, wie es der jeweiligen "Priesterclique" in den Kram passt.
"Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?" verweist auf die Behauptung, die Welt würde von einem ALLMÄCHTIGEN Gott regiert. Die Leute haben sich nicht überlegt, was für Konsequenzen das hätte. Z. B. die, dass Allmacht (im Zusammenhang mit Allwissen) auch Allverantwortung bedeuten würde. So ein Gott wäre also für alles verantwortlich, was geschieht oder nicht geschieht. Es gäbe dann keine "Sünde", außer den "Sünden" des Allmächtigen gegen seine Geschöpfe! Da käme eine Rechnung zusammen!

Dass solche einfachen und logisch zwingenden Überlegungen aus dem Denken der Gläubigen effektiv ausgeblendet werden, zeigt die enorme "Vernebelungsmacht" der Religionsfunktionäre.

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

100orchideen ( gelöscht )
Beiträge:

27.07.2011 19:07
#4 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Nichts ist dem Herrn unmöglich !
Er könnte also überall eingreifen - wenn er es bei einer Sarah geschafft hat, die Gesetzmäßigkeiten außer Kraft zu setzen, könnte er also auch die hungrigen Kinder in Afrika speisen. Er bräuchte ja nur das Denken der Milizen ändern .....
Aber: wir haben ja unseren freien Willen bekommen und der Herr sieht keinen Grund einzugreifen. Nur hinterher müssen wir unsere Haut zum Markt tragen und für das Aufrecht stehen, was wir alles falsch gemacht haben.
Aber: auf der anderen Seite fällt kein Haar vom Haupt, ohne dass er davon weiß - wenn er also schon alles weiß, wozu dann der freie Wille - dann lacht er sich bei manchen Bemühungen und Bestrebungen ja fast "tot"!
Aber: mich kennt er schon von Mutterleib an und hat mich erwählt - wo war da mein freier Wille? Und warum gerade ich und nicht die Hunderttausende, die einfach so zu Grunde gehen?
Bin ich einfach zu "einfach" um die Zusammenhänge zu ergreifen? Oder ist es einfach von Menschen ausgedachter Schwachsinn, um sie gängeln und beherrschen zu können? An ihr Geld zu kommen, sie in der "Sündenschraube" zu halten?

Wenn er Allmacht hat - dann wie schon gesagt von lorenzolo - hat er auch Allverantwortung !!!

Ich sagte es schon vor ein paar Tagen: was bin ich froh, den Schritt raus aus der Kirche geschafft zu haben. Und ich werde mir auch keine neue suchen. Wenn dem Herrn nichts unmöglich ist, dann soll er mir eine Gemeinschaft zeigen, die alle diese verachtenswerten Eigenschaften der bestehenden Kirchen und Religionen nicht ihr eigen nennt - dann können wir nochmals "drüber reden"!

lg 100orchideen

Lily Offline




Beiträge: 1.387

27.07.2011 20:15
#5 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Nichts ist dem Herrn unmöglich!

Mir scheint, dass Gott (so es ihn denn gäbe) an dem "Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom" leidet. Dieser Gedanke stellt sich bei mir neuerdings immer dann ein, wenn ich lese oder höre, wie sehr Gott doch in Nöten geholfen hat, oder wenn um Gottes Hilfe gebetet wird, weil Lebenszu- und Umstände es erfordern. Wie absurd das doch alles ist. Erst werden die Menschen in Bedrängnis gebracht um ihnen dann helfen zu können? Achja, und das wird dann auch noch Liebe und Gnade genannt. Denn, dem Herrn ist ja nichts unmöglich.

http://www.gesundheit.de/krankheiten/psy...rtreter-syndrom

Querdenkermicha Offline



Beiträge: 139

27.07.2011 21:51
#6 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Hallo alle, hallo Vox Humana,

ich habe solche Aktionen nicht häufig gemacht, zuletzt glaube ich war das ein Brief an den damaligen BAP Leber 1996 als Reaktion auf diverse öffentlichkeitswirksame NAK-Kritik (Hans Meiser- und Kontraste-Sendungen, SPIEGEL-Artikel 1995, Dannwolf-Buch 1996), wobei ich wenige Monate vor diesen Ereignissen im Frühjahr 1995 mein persönliches Aha-Erlebnis (ein Artikel über die NAK und vor allem die Bischoff-Botschaft in der Zeitschrift "Reliprax", siehe hier: http://www.reliprax.de/heft_details.tpl.php?id=72) hatte, das mich endgültig zu der Erkenntnis gebracht hat, dass die NAK eine Kirche wie alle anderen auch mit fehlbaren Menschen ist und "weiß Gott" nicht permanent "vom Geist in alle Wahrheit und Klarheit" geleitet wird. Konsequenz war mein sicheres Wissen, 21 Jahre in einem geistigen Knast psychisch abhängig gehalten worden zu sein, daher ließ ich mein Kirchenengagement ab diesem Zeitpunkt langsam auslaufen.

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http://rationalearmeefraktion.wordpress.com
"Sand im Getriebe des Irrationalismus"

Tom Offline




Beiträge: 217

28.07.2011 13:30
#7 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Zitat
Nichts ist dem Herrn unmöglich !
Er könnte also überall eingreifen -



Man stelle sich nur vor, in den Ländern, in denen Hunger herrscht, gibt es plötzlich Lebensmittel ohne Ende. Die Wüste ist plötzlich grün, sauberes Wasser fließt durch breite Flüsse, Frieden herrscht zwischen den einzelnen Länder, also alles bestens. Wenn das passieren würde, dann wäre das vor Milliarden Zeugen ein Beweis für eine höhere Macht. Wird aber nicht. Und trotzdem glauben Millionen neuap. Christen ihren selbsternannten Göttern diesen Quatsch, dass überall ein Eingreifen möglich ist. Welche Drogen hat man denen in den Tee getan? Jeder, der diese Droge NAK nicht mehr braucht, kann sich glücklich schätzen.

Gruß

____________________________________
"Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. Ich bin mir doch bewusst, wenn ich sterben würde, was nicht der Fall sein wird, dann wäre Gottes Werk vernichtet. Falls ich tatsächlich heimgehen würde, was nicht geschehen wird, dann wäre das Erlösungswek erledigt."
12.09.1954, Stuttgart, StAp Johann Gottfried Bischoff
Da ich die NAK sehr ernst nehme, habe ich auch die v. g. Aussage 56 Jahre danach ernst genommen und mich von den Lügenbaronen distanziert!!

Jedro Offline




Beiträge: 14

28.07.2011 14:00
#8 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Öhm Tom...welchen selbsternannten Göttern? Ich kenne nur 2, und die haben wirklich einen an der Pfanne. Aber alle anderen?

Und ich denke nun genauso drastisch wie Du...angenommen Wüste wird grün, und alle Beduinen etc. haben dann Mana und Tee (Bier saufen se ja bei der Hitze nicht) im Überfluss. Und zich Millarden werden Zeugen. Wer ist dann der Doofe?

Abgesehen davon...ist jeder, der die "Droge" NAK nicht mehr konsumiert wirklich glücklich? Ich habe es hier schon oft angedeutet bzw. gesacht...manch ein verlorenes Schaf denkt mehr an die MAK (modern apostolische Kirche) als die aktiven Lämmer...und das sollte wirklich zu denken geben...

Noch was zum Plakat...also der eigentlicher Fred-Inhalt....ich pers. schau mir son Schmarrn gar nicht erst an...also warum beschäftigt sich man/frau mit sowas überhaupt? Gibt es nix wichtigeres auf dieser Welt? (btw...ich bin auch Gegner von Plakaten jeder Art, sei es Werbung oder Propaganda)

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

28.07.2011 14:17
#9 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

So wie es in der Welt zugeht: Dieses allgegenwärtige und ewige Fressen und Gefressenwerden mit all seinen Konsequenzen: Das kann nicht das Werk eines allgütigen, allmächtigen Gottes sein! Eher das Werk eines halbverrückten, faschistoiden, extrem unsympathischen Gottes. Oder eben (und das ist überragend wahrscheinlich): Gar keines Gottes. Falls es doch einen gibt (vielleicht so einen kleinen, nicht-allmächtigen, nicht alles wissenden), dann kann der froh sein, wenn man ihm nicht die ganze Schuld dafür gibt. Denn dieser Berg an Schuld, den so ein Allmächtiger angesammelt hätte: Das wäre wirklich ungeheuer!

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Jedro Offline




Beiträge: 14

28.07.2011 15:23
#10 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

hmmm...ich will mal so vermessen sein und für Gott die Partei ergreifen

Also, Naturkatastrophen...ok, da kann ich mir auch keinen Reim drauf machen. Vielleicht ist bedingt der Mensch es selber inne Schulz dat hier und da eine Katastrophe passiert (denk man Unweltverschmutzung etc.)

Die anderen Tragödien wie z.B. jez Oslo oder Somalia...nun, dat ist "Menschenwerk". Eine Hungersnot z.B. muss heutzutage echt nicht mehr sein...wo doch gerade z.B. innerhalb der EU soviele Nahrungsmittel aus Überproduktion vernichtet werden...

Wenn Gott den Menschen seinen freien Willen gelassen hat...warum sollte er dann hier und da eingreifen? Die Zeit der "Sindflut oder Turmbau zu Babel" (Märchen?) sind vorbei...

gug ( gelöscht )
Beiträge:

28.07.2011 16:17
#11 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

aber Gott hat doch den Menschen gar keine freien Willen gegeben. Das ist eine schöne Legende, aber leider stimmt es nicht.
Das wäre wirklich fatal, wenn der "gute" Gott die Menschheit so in die Falle laufen lässt! Da er allwissend ist, wußte er vorher, was passieren würde und das würde ich ihm übel nehmen (wenn es ihn geben würde).

Auf Erdbeben kannst du dir keinen Reim machen? Warum nicht? die Erde ist so gebaut, dass es in der Erdkruste Verschiebungen gibt, dass es innen arbeitet und dass es dann manchmal schlimm krachen muss. man kann das auch in geologischen Büchern nachlesen, wie das in der Geschichte der Erde so gekommen ist. Sollte es einen Gott geben, der die Erde so gemacht hat, wie sie ist, hätte er eine üble Schuld auf sich geladen. Sehr viel größer als alle Kriegsverbrecher der Menschheit zusammen genommen. Oder die kleinen Menschlein sind ihm auch einfach egal. Oder es gibt ihn nicht.
Im Übrigen gab es früher viel mehr "Naturkatastrophen", z.B. dass viel Mütter im Kindbett starben oder dass nicht mal die Hälfte der neugeborenen Kinder 4 Jahre alt wurde. In anderen Gegenden der Erde ist das auch noch heute so. Das soll der freie Wille der Menschheit sein? Bestimmt nicht, und der freie Wille der einzelnen Betroffenen ist das bestimmt auch nicht.

Dass Gott diese Unschuldigen für angebliche Sünden der Menschheit bestrafen sollte, kann ja wohl nicht in das Bild eine gütigen Gottes gepresst werden!

Jedro Offline




Beiträge: 14

28.07.2011 16:44
#12 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Dat mit der "geeologischen" Sicht ist mir schon klar, habe vorhin nur "geistig" gedacht. Das mit dem freien Willen...nun gut, da bin ich mir nicht sicher *zugeb*...

Ich glaub hier vergleichst Du Birnen mit Äpfeln wenn Du die frühen Tode der Mütter/Kinder etc. ansprichst. Hier fand doch kein Suizid statt.

Ich glaube nicht das Gott "straft"....ich bezweifel sogar, das er aus Zorn eine Sündflut kommen ließ.

Uncle Zic Offline




Beiträge: 584

28.07.2011 17:09
#13 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Selbst wenn man einen freien Willen annehmen würde: was hieße das schon in Bezug auf Katastrophen und Kriege? Entscheidet Liese Müller ob Krieg oder nicht? Und wie gug schon sinngemäß anmerkte: die Natur ist nicht mit einem Gewissen oder mit Abwägen beschäftigt. Sie "handelt" so, als gäbe es keine Menschen, bzw. ist ihr der Mensch das Gleiche wie das Gestein, das bei Erdbeben zermalmt wird, eben Teil ihrer selbst. Daher kann man "ihr" auch kaum Parteilichkeit oder Bosheit "vorwerfen".

Mit freiem Willen kann m.E. auf der religiösen Ebene doch nur gemeint sein, dass der Mensch sich zwischen Gut und Böse entscheiden kann und oft muss. Was auch oft irrsinnig schwer ist. Ist es gut, Diktatoren abzumurksen (ich finde schon, aber um meine Meinung geht's da nicht). Ist es böse, eine Revolution anzuzetteln, die Tausenden das Leben kostet, um Hunderttausenden ein besseres zu ermöglichen? Die Bibel ist keine philosophische, soziologische oder politische Schrift, sondern nur eine moralisch-religiöse. Also was tun? Den Predigern lauschen? Man möchte dazu mit dem Propheten Amos sagen:

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. 22 Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. 23 Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören! 24 Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. (Amos 5, 21-24)

Das nenne ich Sozialkritik.

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

28.07.2011 20:40
#14 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Wenn es so einen Gott wie den in der Vorstellung der Christen geben würde, dann wäre das ein schöner Bruchpilot! Dieser Gott ist schon ein bemerkenswert dummes weil in sich widersprüchliches Gerücht. Aber mit viel Propagandaaufwand, möglichst von Kindheit an, kriegt man den anscheinend in genügend Hirne reingebimst. Ist das zum Lachen oder zum Weinen?

Zum sog. "freien Willen": Ein Wille wäre dann richtig frei, wenn der Inhaber desselben der alleinige Autor desselben wäre. Wenn also niemand und nichts "außerhalb" einen bestimmenden Einfluss darauf hätte, welchen Inhalt dieser Wille hat. Dann, und nur dann könnte z. B. so ein Gott den Menschen einen Vorwurf daraus konstruieren, dass sich dieser Wille nicht dem göttlichen unterordnet (= "Sünde"). Wenn es allerdings einen allmächtigen Gott gäbe, dann wären wir Menschen wie von ihm ferngesteuerte Spielzeugroboter. Und wenn er uns "den freien Willen geben" würde, dann wäre das, als würde der launische Junge mit der Fernbedienung die Batterie aus derselben entfernen, um danach zuzugucken, was für chaotische Zappelbewegungen seine Roboter dann vollführen...
Wenn die Spielzeugroboter dann Mist bauen, ist logischerweise der ungezogene Junge schuld daran. Nämlich weil er (und nur er) es war, der die Batterie mutwillig entfernt hat. Bei "Gott" käme wegen seiner "Allwissenheit" strafverschärfend hinzu, dass der schon vorher genau gewusst hätte, worauf das Ganze hinausläuft. Er wäre schuld an allem, was geschieht oder nicht geschieht.
Also: Für so einen Gott gibt es keinen Ausweg, keine Möglichkeit, das zu sein, was die Christen von ihm behaupten.

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Der Gärtner Offline




Beiträge: 2.969

29.07.2011 08:45
#15 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Ja Gott ist schon eine seltsame Figur.Auf der einen Seite als lieb bezeichnet auf der anderen als Anstifter zum Massenmord.Auf der einen Seite als gütig auf der anderen als ein Grund um Kriege zu führen.Wenn ein Mensch mit solchen Eigenschaften rumläuft würde man ihn als schizopren in die Klapse sperren.Für einen Gott ist das aber normal?

___________________________
"Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?"

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker

Lily Offline




Beiträge: 1.387

29.07.2011 09:16
#16 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Zitat
Als Beispiel führte er Abraham an und stellte die Frage: Geht man so mit Freunden um?
Abraham sollte seinen Sohn opfern: das geht über die Grenze?!
Stellen wir uns heute die Frage: Könnte ich das auch leisten?


Quelle: http://www.nak-minden.de/site/startseite...ails-id-124.htm

Ich weiß nicht, obs hierher passt. Fiel mir nur soeben ein, als ich "Anstifter" bei Gärtners Beitrag las.

Wie soll man obiges Zitat verstehen? Sicher nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Doch frage ich mich, was denkt sich der Verfasser (Zusammenfasser) dieser Sätze, wenn er Aussagen aus einer Predigt auf diese Art öffentlich macht? Sollte Herr Schorr diese Aussage tatsächlich so von sich gegeben haben, kann mir bitte jemand erklären, was er damit ausdrücken wollte?

Ich krieg immer Gänsehaut und Würgreiz, wenn auf diese alten UNMÖGLICHEN Geschichten aus dem AT zurückgegriffen wird...

Der Gärtner Offline




Beiträge: 2.969

29.07.2011 09:43
#17 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Das sogenannte Neue Testament ist aber auch voll von diesen Brechmitteln.Übrigens Gott ist schon lange tot.Sonst würde es doch nicht Testament heißen?

___________________________
"Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?"

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker

Lily Offline




Beiträge: 1.387

29.07.2011 10:26
#18 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Apropos "Gärtner"...

@DerGärtner: Unser allererster Hauspriester (ich war 12, dazu meine Schwester, 15, und meine Eltern) hieß Gärtner mit Nachnamen.

Der Gärtner Offline




Beiträge: 2.969

29.07.2011 10:32
#19 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Das war ich nicht,ich war bloß mal kurze Zeit Unterdiakon.

___________________________
"Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?"

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker

Lily Offline




Beiträge: 1.387

29.07.2011 13:24
#20 RE: Bibelzitat NAK-Kirchenplakat Juli 2011 Zitat · antworten

Ich glaub der lebt auch schon gar nicht mehr.

Seiten 1 | 2
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