Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 70 Antworten
und wurde 3.257 mal aufgerufen
 Depressionen!
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Vox Humana Offline




Beiträge: 374

26.08.2011 17:18
#21 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von Tom

Zitat
was deinen Eltern wichtiger sein müsste(sollte),deine Gesundheit oder dein(ihr)Verhältnis zu dem ach so wichtigen NAK-Gott.Die Antwort fällt nicht schwer.



Es ist nicht wichtig, was Eltern wichtig sein müsste oder sollte, sondern wie sieht meine tatsächliche Situation aus und wie kann ich sie ohne meine Eltern meistern. Es hat Eltern gegeben, die dankbar waren, dass der Sohn/ die Tochter vor einem möglichen "Abfallen" lieber gestorben sind. Solche Eltern sehen nicht ein, was wichtig sein sollte oder müsste. Diese Eltern sehen nur die NAK, dann die NAK und wieder die NAK. Die Kinder können verrecken, da sind die, wie gesagt, noch dankbar. Aus so einer Falle kann man sich nur mit professioneller Hilfe retten. Wenn dann die Eltern Hardliner sind, besteht die Möglichkeit, dass man depressiv werden kann.

Gruß Tom


Hallo Tom,diese ganz extreme Art der Bewältigung,bzw.göttliches dagegen stemmen habe ich zwar im Hinterkopf,aber das sind und waren vielzitierte und hoffentlich auch wenige Ausnahmefälle.Ich hatte ja formuliert,daß er übers Hintertürchen auf seine Krankheit aufmerksam macht.Ist schon klar das er durch seine plötzliche Abstinenz zur NAK ganz schön im Ansehen gesunken ist,und daß nur noch gebetet wird:"Herr lass in doch schnell wieder zurück auf den schmalen Weg finden!"Warum sollte Ketchup nicht gelingen diese Granitköpfigkeit zu sprengen?Wenn er einmal in Behandlung sein wird,werden sicherlich seine Eltern mit ins Boot geholt,da bedarf es allerdings guter Überzeugungskraft,daß der Weg den die Eltern gehen nicht der richtige ist.Man muss die Ärzte schon mit der Nase auf entsprechende Literatur stossen,denn es herrscht vielerorts immer noch so eine Meinung über das Positive was so eine Religionszugehörigkeit bewirken kann und weil die NAK nach aussen hin so schleimig daher kommt ,wird es noch schwerer.Ich muss an mancher Stelle auch diese Erfahrung machen,aber ich bemühe mich oft um angemessene Aufklärung meines Gegenüber.
V.H.

________________________________

Von Menschenfischern kurz nach der Geburt erwischt,von ihnen verzogen,belogen,betrogen,und nach 52jähriger Gefangenschaft wegen guter Führung vorzeitig entlassen.....

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

26.08.2011 17:28
#22 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Ketchup, ich weiß nicht, an was für einer Penne du bist, bzw. was für Pauker du hast. Aber manchmal (leider eher selten) gibt es Vertrauenslehrer, die davon wissen, wie häufig Depressionen bei Jugendlichen sind, und die einen Psychologen o. ä. an der Hand haben bzw. wissen, wo die "kurzen Wege" sind. Das ist durchaus im Kommen, und Jugendliche brauchen eigentlich solche "kurzen Wege". Es gibt an etlichen Orten auch Familien- und Drogen-Beratungsstellen, da wird auch nicht nach dem Krankenschein gefragt. Oder speziell Beratungsstellen für Jugendliche!
Hör dich mal um, was es da in deiner Nähe gibt. Evtl. sogar von den Kirchen? Die dort angestellten Psycho-Fritzen (und FritzInnen) sind meistens keine so Frommen...

Übrigens sollte man sich von der Vorstellung trennen, dass die NAK die einzig wahre Ursache für Depressionen ist. Wenn dem so wäre, würde es nicht so viele (immer mehr!) Depressive geben, die nie was mit der NAK am Hut hatten. Der Mist mit der NAK kommt zu 1000 Ursachen nur noch dazu, das allerdings u. U. mit fetten Folgen... Der "See von Gülle", aus dem man sich heraus rudern muss, ist durchaus größer als der Apostelverein. (Der aber hat sicher einen "Ehrenplatz" im "Gülle-See".)

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

26.08.2011 18:09
#23 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat
Der Mist mit der NAK kommt zu 1000 Ursachen nur noch dazu, das allerdings u. U. mit fetten Folgen...


Nun, 1000 Ursachen müssen's nicht mal sein. Zumeist wird man mit 1 - 2 harten Themen noch ganz gut ohne Hilfe fertig. Kommt dann ein drittes dazu, versinkt man mit den "gesammelten Themen" in einem schwarzen Loch.
Ich vermute stark, dass es Ketchup geschafft hätte, das Thema NAK selbstständig zu verarbeiten. Zumal er noch sehr jung ist. Dass größere Problem dürften seine Eltern sein. Für die ist die NAK das A & O. Die Probleme ihres Sohnes schieben sie auf seine Abkehr von der Kirche. Ist ja auch verdammt einfach. Man muss nicht sein Familienleben unter die Lupe nehmen, seine Beziehung zum eigenen Kind.
Vielleicht ahnen die Eltern, dass sie nach einer gewissen Therapiezeit zum Gespräch eingeladen würden? Das gehört dazu und wäre für Ketchup nur hilfreich. Es kommt tatsächlich vor, dass solche Eltern dann endlich aufwachen!

-------------------------------------------------
Bin BVB-Fan und das ist gut so!

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

27.08.2011 12:44
#24 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von Engelchen
Dass größere Problem dürften seine Eltern sein. Für die ist die NAK das A & O. Die Probleme ihres Sohnes schieben sie auf seine Abkehr von der Kirche. Ist ja auch verdammt einfach.


Na klar. Vermutlich beten sie jeden Tag inniglich und flehentlich, dass der Sohn doch den rechten Weg wieder finden möge. Da das offensichtlich nicht klappt, muss der Teufel dahinter (oder in ihm) stecken! So simpel und blöd denken die doch, mit "geistiger" Unterstützung der lieben Brüder, die ihnen das noch ins Ohr blasen. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, denn bei mir war das damals auch so. Inklusive Gebete (teilweise in meiner Anwesenheit!), dass (sinngemäß) der Teufel aus mir herausfahren solle. (NAKisch etwas umformuliert.) In dem Zusammenhang wurde z. B. ein schönes Plakat mit einem Tiger drauf von der Wand gerissen, weil der Verdacht bestand, dass das irgendwie den Teufel symbolisieren könnte...

Jaja, die armen NAK-Eltern: Die haben es auch heute noch nicht leicht mit ihren Söhnen und Töchtern, wenn sich das Leben in ihnen zu rühren beginnt! Das sind dann eben keine "Gotteskinder" mehr sondern Menschen!

Und wenn es dann gelingt, dieses noch empfindliche Leben kaputt zu machen (durchaus möglich!), dann stellen sich leicht Depressionen ein. So war das bei mir in den 60ern. (Damals allerdings war es ratsam, keinem von Depressionen zu erzählen und stattdessen so zu tun, als wäre fast alles in Ordnung.)

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Ketchup Offline




Beiträge: 40

27.08.2011 21:51
#25 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von lorenzolo

Zitat von Engelchen
Dass größere Problem dürften seine Eltern sein. Für die ist die NAK das A & O. Die Probleme ihres Sohnes schieben sie auf seine Abkehr von der Kirche. Ist ja auch verdammt einfach.


Na klar. Vermutlich beten sie jeden Tag inniglich und flehentlich, dass der Sohn doch den rechten Weg wieder finden möge. Da das offensichtlich nicht klappt, muss der Teufel dahinter (oder in ihm) stecken! So simpel und blöd denken die doch, mit "geistiger" Unterstützung der lieben Brüder, die ihnen das noch ins Ohr blasen. Das kenne ich aus eigener Erfahrung, denn bei mir war das damals auch so. Inklusive Gebete (teilweise in meiner Anwesenheit!), dass (sinngemäß) der Teufel aus mir herausfahren solle. (NAKisch etwas umformuliert.) In dem Zusammenhang wurde z. B. ein schönes Plakat mit einem Tiger drauf von der Wand gerissen, weil der Verdacht bestand, dass das irgendwie den Teufel symbolisieren könnte...

Jaja, die armen NAK-Eltern: Die haben es auch heute noch nicht leicht mit ihren Söhnen und Töchtern, wenn sich das Leben in ihnen zu rühren beginnt! Das sind dann eben keine "Gotteskinder" mehr sondern Menschen!

Und wenn es dann gelingt, dieses noch empfindliche Leben kaputt zu machen (durchaus möglich!), dann stellen sich leicht Depressionen ein. So war das bei mir in den 60ern. (Damals allerdings war es ratsam, keinem von Depressionen zu erzählen und stattdessen so zu tun, als wäre fast alles in Ordnung.)




Soo, in etwa kann ich das auch nur bestätigen.

Aufeinmal werde ich ständig ermahnt ob ich aus dem Haus gehe oder einen Schokoriegel esse, das ich davor beten soll oder wenn ich schon dabei bin ob ich den schon gebette habe?

Als ich noch in die Kirche gegeangen bin da war das dennen auf mal krass ausgedrückt, so gut wie "scheis egal". Ab und zu wurde gefragt aber mehr auch nicht.

Dann wenn ich mit ihnen oder einem Teil meiner Verwandschaft am Tischsitze und gebettet wird, werden im Gebet Andeutungen gemacht das "gewisse Leute den richtigen Weg wieder finden sollen" bla bla bla...

Auch werde ich immer wieder auf mein Gelübde meiner Konfirmation angesprochen und gefragt ob es mir Spaß macht mich und Gott anzulügen.

Es ist ihnen auch mega peinlich das ich nicht mehr mitgehe und anscheinend werden sie in jedem GD dadrauf angesprochen, ja sogar während der Predigt fallen manchmal Sätze die andeuten als hätten meine Eltern versagt oder müssten Kämpfen etc. ( Weiß das von meiner Schwester die ab und zu noch geht). Sie hat mir auch gesagt das manchmal meine ELtern lange Gespräche mit verschiedenn Priester führen und meine Mutter oft geheult hat. Tja, wenn das die Erlösung sein soll und man nach jedem GD heulend aus der Kirche geht , dann weiß ich auch nicht wie man soo dumm sein kann und noch dahin geht.

Ich versuche momentan eine Beratungsstelle in meiner UMgebung zu finden, aber es ist schwieriger als Gedacht, weil ich eben öffentliche Verkehrsmittel nutzen muss und ich im hintersten Dorf wohne...

gug ( gelöscht )
Beiträge:

28.08.2011 09:48
#26 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat
Auch werde ich immer wieder auf mein Gelübde meiner Konfirmation angesprochen und gefragt ob es mir Spaß macht mich und Gott anzulügen.



Das ist krass! ketchup, lass nichts unversucht, eine Beratungsstelle zu finden!

Gibt es eigentlich telefonische Beratung bei Selbsthilfegruppen für Sekten-Aussteiger? Weiß hier jemand Telefonnummern?

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

28.08.2011 10:13
#27 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von gug
Gibt es eigentlich telefonische Beratung bei Selbsthilfegruppen für Sekten-Aussteiger? Weiß hier jemand Telefonnummern?


Ich denke, hier könntest Du, Ketchup, den ein oder anderen Menschen finden, der Dir vielleicht sogar einen kompetenten fachlich gut versierten Ratgeber und/oder eine Selbsthilfegruppe ganz in Deiner Nähe empfehlen kann. Auch Telefonnummern findest Du dort.
http://www.sektenausstieg.net/read/7304

Nicht nur die bekanntesten, auch die NAK ist unter "Sekten" aufgeführt.
Wie bei allem im Leben gilt auch hier Ketchup, prüfe, und das beste behalte für Dich.
Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

Schnoogele Offline




Beiträge: 239

28.08.2011 12:31
#28 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Das schwierigste is in nicht zum Hausarzt und zum Theurapeuten zu gehen.
Das allergrösste Problem st es den ersten Schritt zu machen und sich überhaupt anzuerkennen das macehen zu müssen weil man alleine nicht klar kommt.
Ich habe den Schritt zu einem Arzt noch nicht gewagt.

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

28.08.2011 13:06
#29 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Das stimmt, der Kampf mit sich selbst ist der schwierigste und kann auch ein langer sein. Schnoogele, ich wußte immer um meine Probleme mit mir...
ich habe lange geglaubt und gedacht, nein, Hilfe brauche ich nicht, ich schaffe alles allein.
Doch wenn erst einmal dieser sehr wichtige erste Schritt getan ist, dann hält Dich und Deine Freiheit in Dir nichts mehr auf... und Du findest (das) Glück, in Dir und bei anderen.

Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

26.11.2015 01:18
#30 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von Olaf Wieland im Beitrag #30
In der nun kommenden dunklen Jahreszeit wird der eine oder andere vielleicht etwas schwermütig. Nun, das kommt vor. Darum hier vorsorglich der Hinweis über eine schöne Geschichte aus der "UF", welche aufzeigt, daß bei Depression der Gang "vor allem zum Vorsteher" doch die entsprechende Hilfe bringt:

"Depressionen

Eines Tages hatten sie mich überfallen, die unheimlichen Schatten unserer Tage. "Depressionen" werden sie genannt. Längere Zeit schon hatte ich ihre Vorboten gespürt. Zwar konnte der Arzt keine organischen Erkrankungen bei mir feststellen,aber ich fühlte mich schwach, hatte keinen Lebensmut und wurde von unbestimmten Beschwerden geplagt. Meine Antriebskräfte waren gelähmt und die trüben Gedanken stülpten sich wie einen dunkle Glocke über mich und drohten mich zu ersticken. Ich bekam Herzbeklemmungen, Angstgefühle und wusste aus allem keinen Ausweg. Weil ich mich bis zum Morgengrauen im Bett schlaflos hin- und herwälzte und meine Gedanken von düsteren Vorstellungen erfüllt wurden, war ich am anderen Tag unausgeschlafen und dadurch mißmutig und mürrisch.

Tagsüber fühlte ich mich dann müde und abgespannt, jegliche Anstrengung war mir zuwider. Machte mir mein Mann wegen meines Verhaltens Vorhaltungen, fühlte ich mich unverstanden und in meinem Unglück noch bestärkt, ich zog mich immer weiter in mein Schneckenhaus zurück. Aus mir lebensfrohen, hilfsbereiten und gastfreien Menschen war ein verschlossenes und in sich gekehrtes Wesen geworden. Niemanden wollte ich meine Probleme anvertrauen, weil ich mich ihrer schämte. Der Arzt hatte doch nichts feststellen können; war vielleicht alles nur Einbildung? Aber dann waren die Beschwerden wieder da und auch die dunklen Gedanken kehrten zurück, sie ließen sich einfach nicht verdrängen. In meiner Not griff ich zu Zigaretten, in der Hoffnung, das Rauchen beruhigt, und versuchte, die belastenden Gedanken durch Alkohol zu verdrängen. Für Augenblicke war dann mein Leid vergessen, und ich fühlte mich wieder so unbeschwert wie früher, aber um so schlimmer war das Erwachen. Schließlich war ich seelisch am Ende. Mein Mann hatte wohl die Veränderungen an mir wahrgenommen, aber erst jetzt, wo ich fühlte, daß ich ins Uferlose abzugleiten drohte,vertraute ich mich ihm an. Hemmungslos weinte ich mich an diesem Abend bei ihm aus.

An einem der nächsten Tage suchten wir gemeinsam unseren Arzt auf. Er nahm sich viel Zeit für mich und versuchte mir die Zusammenhänge meiner Krankheit aufzuschließen. Ich begriff, daß ich wirklich krank war, daß meine Beschwerden keiner Einbildung entsprangen, und daß bei mir das Wechselspiel zwischen Seele und Körper gestört war. Ich bekam Spritzen und musste Tabletten schlucken. Zwar besserte sich mein Befinden dann jeweils für kurze Zeit, aber die Probleme brachen immer immer wieder durch. Immer häufiger mußte ich die Tabletten nehmen, um Ruhe zu finden und die bedrängenden Gedanken zu vertreiben.Schnell war ich immer wieder auf dem Tiefpunkt. Langsam begriff ich, wie abhängig ich inzwischen von diesen Medikamenten war. Ich war von einem Gebundensein in das andere geraten.

Als sich mein Zustand nicht besserte, lud mein Mann den Vorsteher zu uns nach Hause ein. Ihm wollten wir uns ganz anvertrauen; und wieder weinte ich hemmungslos. Alles, was mich bedrückte und immer wieder den Lebensmut nahm, berichtete ich ihm, stockend, mit tränenerstickter Stimme.Eswar wie eine schonungslose Beichte. Schon beim Reden wurde es mir leichter ums Herz. Sehr einfühlsam zeigte mir der Vorsteher den Weg, den ich gehen mußte, und mit einem Mal fiel es mir wie Schuppen von den Augen.Ganz tief legte er den Liedervers in meine Seele: "Ich leg´die Last, die mich bedrückt, dem Heilande zu Fuß!"

Das war der Weg, mein Weg! Hatte ich nicht viel zu wenig und wohl auch zu oberflächlich gebetet? Und warum war ich nicht vor allem anderen zum Vorsteher gegangen, sondern hatte Hilfe gesucht, wo sie nicht zu finden war?

Hatte ich vergessen, daß der Herr die Quelle der Kraft ist, und daß nur er mich stärken konnte? Wohin wollte ich denn meine Lasten legen, wenn nicht "dem Heilande zu Fuß"?
Erstmals seit langen Wochen konnte ich mich an diesem Abend wieder richtig freuen und in der folgenden Nacht durchschlafen. Am anderen Morgen fühlte ich mich wie neu geboren, und die Probleme, die mir vorher unüberwindbar vorgekommen waren, erschienen mir längst nicht mehr so groß und bedrückend. Ich wußte nun: Mit Gottes Hilfe würde ich es schaffen.

Ich habe mein "Patentrezept" gefunden: Wenn Probleme auftauchen, lasse ich sie nicht mehr zu unübersehbaren Bergen auftürmen, sondern ich rede sofort mit meinem Mann darüber. Gemeinsam legen wir dann die Last im Gebet dem Herrn zu Füßen, und wenn sie dann nicht weichen will, gehen wir zu unseren Segensträgern. Damit sind wir bis heute gut gefahren.

E.R./Edith

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

26.11.2015 07:41
#31 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Und was sagt mir (uns) das ?

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

26.11.2015 07:47
#32 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Hallo Olaf,

wo haste denn das ausgegraben?

Sag nix. Der Quatsch, der sich so anhört als sei er vor Jahrzehnten verzapft worden stammt aus einer aktuellen Veröffentlichung. Und damit beweist dieser Haufen wieder einmal, dass sich nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Noch nicht einmal das, was sich scheinbar noch in meiner aktiven Zeit verändert hatte. Weiterhin sind die Schwarzkittel eben doch die besseren Ärzte, die besseren Psychiater. Ist ja auch kein Wunder, denn der Heilige Geist spricht durch sie. Und dieser Artikel zeigt das eben wieder deutlich.
Diese Typen nennen sich Seelsorger und Seelenhirten und haben in ihrem Dünkel aus dem Heiligen Geist zu reden und zu handeln nicht die mindeste Ahnung davon wie eine Menschenseele funktioniert und auch gar kein Interesse daran, das zu wissen, und sie pfuschen wie gehabt mit ihren "Weisheiten" weiterhin an Menschenseelen herum verletzen und verkrüppeln sie und zeigen sich so einfühlsam wie ein Fleischerhund. Das gilt wohl selbst für jene unter diesen Scharlatanen, die sich dem Studium der Psychologie oder der Medizin und Psychiatrie gewidmet haben.
Es ist doch kein Wunder wenn bei diesen Erzpfuschern und Erzscharlatanen ehemals gesunde Menschenseelen krank und verkrüppelt werden.
Herr vergib ihnen nicht, denn sie wissen nicht was sie tun und sie wollen es auch gar nicht wissen!

________________________________
Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

26.11.2015 12:12
#33 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Schwester XYZ hat halt wie die verbliebenen denn "Knall" nicht gehört! ... Momentan werden Sie mal wieder, regelrecht "weiterverkauft".

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

26.11.2015 12:24
#34 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Wer's wissen möchte, hier eine Untersuchung zum Zusammenhang von Depressionsneigung und Religiosität:

==> http://www.huffingtonpost.co.uk/dr-raj-p..._b_3928675.html

Bisher ging man häufig davon aus, dass Religiosität/Spiritualität eine Art Schutzfunktion vor Depression hätte. Aber jetzt hat sich herausgestellt, dass es ein gerade umgekehrtes Verhältnis gibt: Eine spirituelle/religiöse Lebenseinstellung verstärkt die Neigung zu Depression (major depression).

@Olaf: Wo, bitte, stammt der Text her, den du oben zitierst?

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

26.11.2015 13:55
#35 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Bei einem Besuch eines Bekannten in Berlin hat er mir eine Kopie ausgehändigt (Seitenzahl 324), auf dem dieser Text nebst einem weiteren Artikel unter der Überschrift "Rückkehr aus Gnaden" steht. Ich vermute, die Seite ist entweder aus einer (vielleicht älteren?) Ausgabe der neuapostolischen Hauszeitschrift "Unsere Familie" oder aus dem Kalender "Unsere Familie".

Mich interessierte zunächst nur der Text und darum habe ich nicht konkret nach der Quelle nachgefragt. Ich erkundige mich bei meinen Bekannten und ergänze dann die Quelle.

UFO Offline



Beiträge: 74

27.11.2015 00:13
#36 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von Olaf Wieland im Beitrag #31
Zitat von Olaf Wieland im Beitrag #30


Gemeinsam legen wir dann die Last im Gebet dem Herrn zu Füßen, und wenn sie dann nicht weichen will, gehen wir zu unseren Segensträgern. Damit sind wir bis heute gut gefahren.

E.R./Edith




Alles wie gewohnt, Eigenwerbung, Menschenverehrung, Ämterverehrung.

Wenn Gott nicht hilft, dann hilft der Vorsteher. Wahnsinn!

weitweg Offline




Beiträge: 1.176

27.11.2015 07:58
#37 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von UFO im Beitrag #37
Wenn Gott nicht hilft, dann hilft der Vorsteher. Wahnsinn!



Hinweg mit dir, Zweifler
(sorry, ich kann mir meinen Sarkasmus mal wieder nicht verkneifen)

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

27.11.2015 08:07
#38 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Sicherlich kann der Vorsteher helfen und zwar ... Dem Depressiven die Suizid Gedanken noch etwas zu festigen. - Hin zur himmlischen Heimat - hin zu all denn lieben voraufgegangenen Entschlafenen.

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

27.11.2015 10:12
#39 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Zitat von Weltmensch im Beitrag #39
Sicherlich kann der Vorsteher helfen und zwar ... Dem Depressiven die Suizid Gedanken noch etwas zu festigen. - Hin zur himmlischen Heimat - hin zu all denn lieben voraufgegangenen Entschlafenen.


Autsch! - Wo ist bitte das smiley für ein schmerzverzerrtes Gesicht.

Aber UFO ... tst tst tst, von wegen Menschenverehrung, das hat es doch nieeee in der NAK gegeben.
Nein das musst Du völlig anders sehen:
Gott hilft schon, doch nicht direkt, sondern durch den lieeeeben Vorsteher. Der ist der Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Tja und wenn der liebe Gott nicht auf den Vorsteher hört, dann muss der liebe ... o Mann, wie hiessen doch nochmal die anderen Schwarzkittel alle obendrüber? ... und wenn er auf die nicht dann eben auf den Apostel, da muss er spuren.
Muss Du?!

Schei$$e, ich hab's immer noch drauf ... geht denn das nie weg?!

Wundert sich da noch jemand, dass meine Eltern und ich als ich Grundschüler war, nachdem bei mir psychische Probleme offensichtlich wurden ganz offensichtlich wurden, von einem Bischof Weiss in Baden zu hören bekamen: "In unserem Glauben ist man nicht psychisch krank!" und meine Eltern dann die weitere Untersuchung durch Schulpsychologen unterbanden? - Ich nicht!

Olaf, hat das jetzt sein müssen? Ich hatte so schön meinen Frieden mit der NAK geschlossen. ... Scheint aber nicht stabil gewesen zu sein. Und Olaf, du bist nicht schuld daran ...

Iss mir übel!

________________________________
Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

27.11.2015 10:39
#40 RE: Bin ich depressiv? Zitat · antworten

Mein Mitgefühl! Wenn ich das lese, wird mir auch speiübel...

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Ähnliche Themen Antworten Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Hallo, ich bin auch neu hier.
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Lipeti
31 08.11.2012 22:23
von Lipeti • Zugriffe: 1523
Lily
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
449 13.07.2014 18:36
von jürgen • Zugriffe: 10831
Line - Traurig und glücklich zugleich!
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
54 13.03.2011 10:47
von Line • Zugriffe: 3870
Line - Traurig und glücklich zugleich!
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
9 21.10.2010 15:12
von Isa • Zugriffe: 402
KlausTheodor - Ich bin der Neue
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
0 12.09.2010 21:55
von Isa • Zugriffe: 275
goattoo - bin wieder zurück
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
0 12.09.2010 18:08
von Isa • Zugriffe: 582
mogli - ich bin neu hier!!!
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
0 12.09.2010 16:54
von Isa • Zugriffe: 278
Lona - Auf der Suche nach mir selbst!
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
0 12.09.2010 13:10
von Isa • Zugriffe: 264
Aus meinem Leben als neuapostolisches Gotteskind
Erstellt im Forum Abtrünnig und ausgestoßen - Gottes verlorene Kinder! von Admin
0 09.09.2010 20:52
von Admin • Zugriffe: 2516
 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor