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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 535 mal aufgerufen
 In der Neuapostolischen Kirche ist alles möglich, auch das Gegenteil!
Vox Humana Offline




Beiträge: 374

29.08.2011 19:55
Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Praktizierte Nächstenliebe in der NAK sieht so aus.Eine arme kranke Glaubensschwester,die jahrelang von ihrem Ehegatten begleitet die Gd`s besucht hat,sind in eine neue Gemeinde erzwungenermassen(Gemeindeschliessung)eingeseelt(bürgert)wurden.Ein halbes Jahr später fühlte der Ehemann sich derart
verar....t von dem Verein,und quasi als letzte Konsequenz beschloss er keinen Fuss mehr in ein NAK-Gebäude zu setzen.Siehe "Ich bin dann mal hier Vox Humana" Soweit so gut,nein nicht gut,denn was sollte mit meiner lieben Frau passieren.Zuerst war alles kein Problem,denn mein Sohn fuhr mit ihr immer zum GD.Bis im Okt.2010.Als er wegen Studium von hier wegzog.Als ich dies damals dem Berater in der Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen mitteilte meinte der nur:"Dann haben die gefälligst einen Fahrdienst zu aktivieren welcher ihre Frau abholt."Das hat auch bis letzte Woche Freitag mehr schlecht als Recht funktioniert.Es wurden immer weniger,die bereit waren die 4km(eine Strecke) zu fahren.Manchmal wenn die anriefen,hörte man schon den Unmut durchs Telefon."Oder will sie nach XXXgehen?" Eine Gemeinde 10min.Fussweg von uns aus?Also letzten Freitag hatte meine Frau dann Familienbesuch(allein).Da gab`s dann einen Strauss Blumen für die Treue und Alles war gut.Mitnichten,denn ich hatte ursprünglich gedacht die Initiative käme ein wenig von meiner Frau,daß sie den anderen nicht mehr lästig sein wollte,und dann besser hier im Ort zu gehen,aber weit gefehlt.Heute habe ich ein wenig nachgefragt und viel aus allen Wolken.Die gnädigen Geschwisterlein möchten nicht mehr fahren.Es hätte sich keiner mehr bereit erklärt in der Zukunft dies zu tun,ohne wenn und aber.Also reden wir von 10Monaten Nächstenliebe die eigentlich gar keine war.Beschämend!!Ich weiß natürlich daß man da geteilter Meinung d`rüber sein kann,denn 10Monate ist ja eigentlich eine lange Zeit,und vor ein paar Leuten darunter,die es vielleicht sogar gerne gemacht haben, ziehe ich meinen Hut,zumal ich das Gegenteil nicht beweisen kann.
Vox Humana

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Von Menschenfischern kurz nach der Geburt erwischt,von ihnen verzogen,belogen,betrogen,und nach 52jähriger Gefangenschaft wegen guter Führung vorzeitig entlassen.....

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

29.08.2011 22:07
#2 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Die Sache mit dem "Fahrdienst" muss man tatsächlich differenziert betrachten.
Es ist nicht unbedingt so einfach, wie man meint. Auch nicht für die, die derartige "Liebesdienste" übernehmen. Und die Länge trägt auch da nicht selten "die Last".
VH, aus welchem Grund muss Deine Frau in eine weiter entfernte Gemeinde chauffiert werden? Als ehem. AT-Frau habe ich ganz bestimmt nicht nur gute Erfahrungen mit dieser Fahrerei gemacht. Mein Ex bekam, weil er nicht "nein" sagen konnte, das Auto so vollgepackt, dass für mich kein Platz mehr war! Er durfte kreuz und quer durch den Ort fahren und "fahrbedürftige Schäfchen" einsammeln. Kurz vor GD-Beginn hatte ich dann das Glück, auch noch abgeholt zu werden. Oft stand ich draußen bei Wind und Wetter und musste lange warten, bis mein Chauffeur kam.
Wenn ich dann unter der Woche noch sah, dass ein Teil der "gehbehinderten" Leutchen durchaus ihre Einkäufe (mit schweren Taschen) auch ohne Auto tätigen konnten, wurde ich mit der Zeit immer wütender.
Es gibt wohl in jeder Gemeinde nur eine Handvoll Leute, die bereit sind, Fahrdienste zu leisten. Ich kann das gut verstehen. Leider nehmen viele NAKler (damit meine ich ausdrücklich nicht Deine Frau!) diese Dienste als völlig selbstverständlich, was sie aber nicht sind. Ich glaube nicht, dass es sowas in anderen Kirchen überhaupt gibt.
Wenn ich nicht selbstständig in die Kirche kommen kann, muss ich zu Hause bleiben!

Hast Du die Möglichkeit, Deine Frau zu fahren? M. E. wäre es auch ein Liebesdienst als Ehemann, Deine Frau zu fahren, wenn sie in ihre Kirche gehen möchte.
LG
Engelchen

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Bin BVB-Fan und das ist gut so!

gug ( gelöscht )
Beiträge:

29.08.2011 22:51
#3 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Ich kann mich auch noch sehr unmutig an die vielen Fahrdienste erinnern, die mein Ex-Gatte leisten musste. Es gab keinen Sonntag oder Mittwoch ohne. Wir saßen immer dicht gequetscht im Auto und waren viel zu früh in der Kirche (besonders anstrengend mit 3 Kleinkindern, denn es mussten manchmal 2 Touren gefahren werden.
Geld hatten wir keins, aber die Benzinkosten haben wir für die Fahrgäste auch noch mitbezahlt, ein Danke kam selten, die Bezahlung der Benzinkosten kam nie. Vom 10 % Opfergeld durften wir das nicht abziehen. Ich habe den Vorsteher danach gefragt, aber es kamen als Antwort dolle Sprüche von "Gott will euch doch segnen!" Also nicht, na gut.

Ich habe da so manches mal bitterböse in dem Auto gesessen und mir dann das Gerede Fahrgäste angehört. Ein schöner Sonntag ist was anders. Ich erinnere mich, dass ich ein paar mal 5 km allein mit Kinderwagen gelaufen bin, weil ich während der Schwangerschaft die fremden Gerüche in dem überfüllten Auto nicht ertragen konnte.
Ist aber schon länger als 25 Jahre her.

Wir haben den Fahrservice 11 Jahre lang jeden Sonntag 2x und jeden Mittwoch 1x geleistet. Am Donnerstag war ich dann selber Fahrgast, wenn es zum Chor ging. Denn das Auto hatte mein EX, der als Diakon unterwegs war damit. Auch für meine Chauffeure bedeutet das, nach einem anstrengenden Arbeitstag 20 min früher von zu Hause los zu fahren bzw. 20 min später nach Hause zu kommen, als ohne mich. Auch über Jahre. Ich weiß auch, dass die sich darüber ärgerten, dass sie die Benzinkosten nicht vom Opfer abziehen sollten. Die hatten auch nicht viel.

Ich glaube, dass jeder gern dem andern mal einen Gefallen tut. Aber eine dauerhafte, zeitintensive Dienstleistung ohne Gegenleistung zu erbringen nervt, manchmal erst, wenn es länger geht.

Vox Humana Offline




Beiträge: 374

29.08.2011 23:00
#4 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Zitat von Engelchen
Die Sache mit dem "Fahrdienst" muss man tatsächlich differenziert betrachten.
Es ist nicht unbedingt so einfach, wie man meint. Auch nicht für die, die derartige "Liebesdienste" übernehmen. Und die Länge trägt auch da nicht selten "die Last".
VH, aus welchem Grund muss Deine Frau in eine weiter entfernte Gemeinde chauffiert werden?
Hast Du die Möglichkeit, Deine Frau zu fahren? M. E. wäre es auch ein Liebesdienst als Ehemann, Deine Frau zu fahren, wenn sie in ihre Kirche gehen möchte.
LG
Engelchen

Ja Engelchen,ich wollte das für mich auch nur bestätigt wissen,denn als ich obige Zeilen schrieb,versetzte ich mich in die Lage einer jungen Frau mit ihren 2kleinen Kindern die abgehetzt von ihren Verpflichtungen jetzt auch noch 20min. eher mit Kind und Kegel zur Kirche düsen muss um im Nachbardorf die kranke Schwester xy abzuholen,und hinterher wieder wegkarren muss.Ich glaube ich habe da zu schnell verurteilt.Wir hätten nach der Gemeindeschliessung ja direkt in die Gemeinde vor Ort gehen können,aber da gab es privat eine sehr grosse Abneigung wegen schlimmer Ereignisse,sodaß wir in die andere Gemeinde gingen.Das war auch gut so,denn durch den ganzen Ärger in der neuen Gemeinde habe ich endlich den Absprung geschafft,wer weiß ob das in der hiesigen Gemeinde auch so gekommen wäre,also meinte es das Schiksal gut mit mir.Ich werde meine Frau auch fahren,das ist eigentlich kein Thema,nur bis dato war es ja auch nicht nötig,und wenn der Fahrdienst einmal verhindert war habe ich das ja auch gerne gemacht.
Was du alles beschreibst kann ich gut nachempfinden,denn Ähnliches gibt`s in fast jeder Gemeinde,sei es in München,Hamburg,Köln oder sonstwo.Ist halt nur Menschenwerk.....Mein Onkel aus Hessen ruft ab und zu an und schimpft wie ein Rohrspatz über die NAK und die Mitgeschwister,aber im gleichen Atemzug sagt er zu mir:"Einfach nicht mehr zu gehen ist auch nicht richtig!" Haha...in diesem Sinne,und vor dem nächsten Beitrag werde ich eine Nacht schlafen... VH
p.s. Gug,deinen Beitrag hattest du eingestellt als ich die Antwort an Engelchen verfasste.Ich stimme dir voll und ganz zu,und bin erstaunt über so manche Ereignisse die in diesem Zusammenhang passiert sind.

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Von Menschenfischern kurz nach der Geburt erwischt,von ihnen verzogen,belogen,betrogen,und nach 52jähriger Gefangenschaft wegen guter Führung vorzeitig entlassen.....

harald Offline



Beiträge: 83

30.08.2011 08:51
#5 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Zitat von Vox Humana
Praktizierte Nächstenliebe in der NAK sieht so aus.....Soweit so gut,nein nicht gut,denn was sollte mit meiner lieben Frau passieren.Zuerst war alles kein Problem,denn mein Sohn fuhr mit ihr immer zum GD.....Als ich dies damals dem Berater in der Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen mitteilte meinte der nur:"Dann haben die gefälligst einen Fahrdienst zu aktivieren welcher ihre Frau abholt."Das hat auch bis letzte Woche Freitag mehr schlecht als Recht funktioniert....



Mein Standpunkt ist, erst einmal seid Ihr selbst dafür verantwortlich, dass Ihr zur Kirche kommt. Ich empfinde es nicht als fair, dass Ihr anderen Menschen den Vorwurf macht, dass sie es Euch nicht ausreichend bequem machen. Schließlich gibt es z.B. die Alternativen Taxi oder Gemeinde in der Nähe oder Freunde zum Fahrdienst einspannen.

Viele Grüße
Harald

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

30.08.2011 10:38
#6 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Naja, praktizierte Nächstenliebe (inklusive "Fahrdienste") gibt es in der NAK schon. Was wahr ist, muss wahr bleiben. Ich habe in letzter Zeit öfter erlebt, wie alte, klapperige Leute von "Glaubensgeschwistern" in der Gegend herum (nicht nur in die Kirche) gefahren wurden. Aber: Das hängt an freundschaftlichen Beziehungen, die sich natürlich auch in der NAK, wie in jedem anderen "Verein" bilden. Das ist also keine "Liebe Gottes", auch nix spezifisch Neuapostolisches oder Christliches. Es ist ganz einfach menschlich. Der Mensch kann gut sein ganz ohne Götter!

(Das nur so nebenbei.)

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

30.08.2011 10:46
#7 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Nur, und das ist meine Erfahrung, haben "Liebesdienste" in der NAK oft nichts mit "Nächstenliebe" zu tun. Da wird mit "freundlichem Druck" gebeten und der Gebetene macht vieles unter Druck, aus "Gehorsam" den "Gottesknechten" gegenüber.
Ich hab' lange Zeit beobachtet, dass eine Schwester sich aufopfernd um eine Frau kümmerte, die von der Hilfe so angetan war, dass sie schließlich in die NAK eintrat, und selbst dabei zusehends immer missmutiger wurde.
Sie hatte dem VO versprochen, sich zu kümmern und ging bis an ihre Grenzen. Was hat das mit "Nächstenliebe" zu tun?

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Bin BVB-Fan und das ist gut so!

gug ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2011 10:55
#8 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Das ist für mich übrigens ein wichtiger Unterschied nach dem Ausstieg.
Der Unterschied zwischen Gutseinwollen, um einem Gott oder einem Vorsteher zu gefallen und dem freiwilligen inneren Bedürfnis.
die freiwillige Wahl, einem andern zu helfen oder auch mal abzulehnen ist für mich eine große Erleichterung gewesen. Das war ein Bestandteil der echten eigenen Verantwortung, nicht von der "Eigenverantwortlichkeit in der NAK"

Beispiel: Wenn ich jetzt jemanden mit dem Auto mitnehme, ist das freiwillig und mit ganz normalem Gefühl. Nicht negativ belegt, wie früher.

katzenmutter Offline



Beiträge: 846

30.08.2011 11:00
#9 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

da habe ich auch was...
ich musste mal eine Schwester nach Hause fahren, sie wurde von 2 Ats in mein Auto gesetzt und ich hatte Bedenken, wie ich sie alleine wieder herausbekomme. Vor lauter Nervosität habe ich kurz die Bremse mit dem Gas verwechselt - Bäumchen angefahren und Delle im Auto.
die liebe Schwester ist dann ohne meine Hilfe ausgestiegen (es waren ja keine Zuschauer mehr da)und ins Haus gegangen.

das war ein Zeichen für mich - nie wieder jemand "rumzukutschieren"
auch hörte ich zufällig später einen Ausspruch eines Ats : Alte nehme ich nicht mit, nur Junge und Flotte....
ich kann also jeden verstehen, der keinen Fahrdienst anbietet oder durchführt

Gruß von der Katzenmutter

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

30.08.2011 11:09
#10 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

In meinem Bereich (egal welche Gemeinde), fiel mir immer auf, dass ausgerechnet ATs sich nicht dazu herabließen, Geschwister mit dem Auto mitzunehmen! Mein Ex z. B. fuhr am Haus eines Priester-Ehepaares einige Meter vorbei, um eine Frau abzuholen. Ich hab damals vermutet, der Priester wollte die nicht mitnehmen, weil sie immer in Pantoffeln zum GD kam.
Damals habe ich schließlich noch versucht, eine gute (!) Entschuldigung für meine "Segensträger" zu finden.

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Vox Humana Offline




Beiträge: 374

30.08.2011 13:18
#11 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Nachdem ich Eure Meinung dazu interessiert gelesen habe,muss oder sollte ich noch hinzufügen,daß die ganze Gemeinde damals vor lauter Bestürzung und Mitgefühl meiner Frau gegenüber,daß der Ehemann(AT;Organist;Chorleiter;52Jahre treuer Kirchgänger;immer lieb und nett zu Jedermann,zumindest nach Aussen hin) plötzlich von Heut`auf Morgen nicht mehr mit in den GD kommt,die Hand gehoben hat,wer sich denn bereit erklärt abwechselnd meine Frau zu holen.Da es eine stattliche Anzahl war(anfänglich) wurde eine Excel-Tabelle gemacht und jeder war nur alle 2Monate dran.Die Option welche vom Altar noch genannt wurde war ja,daß man nach einer gewissen Zeit mit meinem Wiedererscheinen gerechnet hatte.Da dies nicht eingetreten ist,musste man jetzt natürlich handeln,zumal die Begeisterung gegen null ging.
Ich denke schon daß es in gewisser Weise ein Sonderfall war und nichts mit dem üblichen Geschwisterleingekarre,welches Ihr so beschrieben habt,zu tun hat.Ich wüsste auch nicht daß meine Frau da irgendwie d`rauf bestanden hätte,auch nicht im Stillen,da ist sie viel zu schüchtern und Menschenscheu für.
Wenn sich niemand bereit erklärt hätte,hätten wir ja auch eine Lösung finden müssen,das ist wohl wahr....
VH

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gug ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2011 13:24
#12 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Lieber Vox,

ist deine Frau eigentlich sauer mit dir wegen dem ganzen Trubel?
Versteht sie dich, warum du keinen Fuß mehr über die Schwelle der NAK setzt?

harald Offline



Beiträge: 83

30.08.2011 13:49
#13 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Zitat von Vox Humana
...Wenn sich niemand bereit erklärt hätte,hätten wir ja auch eine Lösung finden müssen,das ist wohl wahr....VH



Ich verstehe Deine Enttäuschung, wo vorher doch so viel Hilfsbereitschaft geherrscht hat. Allerdings halte ich Hilfsbereitschaft für kein sehr langlebiges Produkt. In meinem Leben nehmne ich sie gern von meinen Freunden an. Bin mir aber dabei im klaren, dass es nur kurzfristig sein darf. Daher hatte ich schon immer sehr viel Bewunderung/Mitgefühl für die in der Kirche übrig, die DAUERHAFT irgendeine Leistung erbringen (Du schienst auch dazuzugehören?).

So gesehen, wundert mich die Situation nicht besonders.

Du warst/bist Amtsträger und wahrscheinlich mobil? Es gibt aus meiner Sicht zwei (für Euch unbequeme Lösungen): Deine Frau geht zur nächstliegenden Gemeinde oder Du fährst sie. Erstes ist ganz klar möglich, zweites vermute ich nur. Aber unter diesen Bedingungen verstehe ich gut, dass der Fahrdienst nicht will. Das Fahren ist keine Notwendigkeit, sondern wirklich nur eine Sache des Komforts für Euch.

Ich hoffe, Du nimmst mir diese Kritik nicht persönlich.

Liebe Grüße
Harald

Vox Humana Offline




Beiträge: 374

30.08.2011 16:02
#14 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Zitat von gug
Lieber Vox,

ist deine Frau eigentlich sauer mit dir wegen dem ganzen Trubel?
Versteht sie dich, warum du keinen Fuß mehr über die Schwelle der NAK setzt?


Sauer?...klar ist sie das,denn unser ganzes Leben haben(hatten) wir nakmässig ausgerichtet,ja unsere
Beziehung wäre ohne die NAK garnicht erst zustande gekommen.Verstehen tut sie es anscheinend,aber ich bin mir da nicht ganz sicher.Das ist seit einem Jahr ein Gefühl von Vakuum in meinem(unseren)Leben.Es funktioniert einfach nicht mehr.Das einzige was uns jetzt zusammenhält,ist die Tatsache daß ich wegen ihrer schlimmen Krankheit(MS;cerebrale Vasculitis)ihr Betreuer bin,und ich aus moralischen Gründen jetzt nicht einfach die Koffer packen könnte,wenn auch sehr gern wollte.Bei einer Eheberatung hat man uns auch geraten,ungeachtet der Dinge die geschehen sind ,zusammenzubleiben,neue Wege zu suchen,neue Gemeinsamkeiten zu entdecken.Dies ist aber nicht sehr einfach.

LG VH

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harald Offline



Beiträge: 83

30.08.2011 21:28
#15 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Lieber Vox,

mein Mitgefühl für das, was in Ihrem Leben geschehen ist. Die schmerzhafte Erkenntnis, dass der Glauben nur ein großer Irrtum war plus Krankheit der Frau plus Verlust der Beziehung zu ihr und das alles in einem Alter, in dem man noch etwas vom Leben erwartet. Das ist alles andere als einfach.

Herzliche Grüße
Harald

gug ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2011 23:48
#16 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

hallo, Vox Humana,

das ist die geballte Ladung, die dich jetzt beutelt.
Ich wünsche dir, dass du Freunde hast, oder sonstige Hilfen, die dir Ausgleich geben!

Vox Humana Offline




Beiträge: 374

31.08.2011 11:15
#17 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

Zitat von gug
hallo, Vox Humana,

das ist die geballte Ladung, die dich jetzt beutelt.
Ich wünsche dir, dass du Freunde hast, oder sonstige Hilfen, die dir Ausgleich geben!

Ja Gug,wenn ich das nicht hätte wüsste ich nicht wie es um mich bestellt wäre.
Ich bin auch froh ,daß ich hier im Forum ab und zu etwas schreiben darf,weil das ablenkt
und auch gute Hilfestellung ist.Momentan mache ich Psychotherapie zum zweiten Mal.Das ist nicht
so einfach einem Nichtgläubigen die Zu-und Umstände eines sektiererischen Lebens darzustellen,und
zu erklären ,daß Religionsausübung weiß Gott nichts mit Heiligkeit zutun hat,sondern mit Erniedrigung
Aufopferung,Ärgernissen die ein normales Leben in der Form garnicht kennt,Selbstbetrug etc.
Vor 6Jahren hatte ich auch schon auf die Missstände hingewiesen,war aber noch nicht so weit,einen Ausstieg zu
wagen,hätte ich nur.....
VH

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stumi Offline



Beiträge: 1

01.09.2011 16:45
#18 RE: Nächsten(h)iebe? Zitat · antworten

So nun habe ich es geschafft, mich auf wieder im neuen Board anzumelden.

Das Thema von Vox Humana ist sehr ergiebig und interessant.

Solange ich Vorsteher in der Gemeinde war, hatte ich ein zweisitziges Cabrio. Ich muss dazu sagen, dass ich eine Anfahrt von ca. 30 km zur Gemeinde hatte und nur Platz für meine Frau. Ich wurde mehrfach von Urlaubern kontaktiert, ob ich diese nicht abholden könnte, auch wenn die Urlaubsorte diametral ca. 50 km von meinem Wohnsitz entfernt lagen. Ich habe dann immer auf Buslinien oder Taxi verwiesen. So richtig gut kam das nicht an. Irgendwann sprach mich dann der alte Vorsteher an, dass ich mir doch bitte einen größeren Wagen kaufen möchte und dann einen Shutle Service für die Urlauber und wenigen Geschwister einrichten möchte. Zuerst habe ich ihn ungläubig angeschaut, wegen der Ansprache, aber er meinte es tatsächlich ernst. Aber als ich sagte, dass ich es gern machen würde, wenn er mir das Geld für das 2. Auto gibt, war plötzlich Ruhe.

Wenig später wurde ich gebeten die Beziksämter inklusive den Apostel doch bitte vom Flugplatz abzuholen, der ca. 1 Autostunde von meinem Wohnort entfernt liegt und dann den Fahrdienst morgens in die eine der beiden Inselgemeinden zu machen und nachmittags zu meiner Gemeinde. Insgesamt so ca. 300 km. Das habe ich einmal gemacht. Danach nicht mehr. Zum einen hat mir ein Gottesdienst gereicht und zum anderen habe ich ja kein Taxiunternehmen. Gnädigerweise hätte ich 15 cent für den gefahrenen km abrechnen können. Ich habe dankend abgelehnt, da ich zum einen nicht darauf angewiesen war und zum anderen die Erstattung nicht annähernd die Kosten für die Fahrten gedeckt hätte.

Als bot ich lieber an den Bezirksämtern einen Mietwagen zu bezahlen. Dies wurde brüst abgelehnt, da man ja einen Fahrer brauchte der mittags keinen Alkohol trank und noch fahrtüchtig war.
Ich lehnte dann komplette diese ganze Fahrerei ab. Der Apostel war sehr pekiert, der Bezirksvorsteher wollte mich zum Levitenlesen einbestellen, was ich dankend ablehnte.

Es ging überhaupt nicht darum, dass Möglichkeiten geschaffen wurden, die nicht mal etwas für die zu beförderenden Personen kosteten, es wurde einfach nur Unterwerfung verlangt.

Aber nun bin ich schon weg vom eigentlichen Thema.

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