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Dieses Thema hat 152 Antworten
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 "Große" Reformen in der NAK!
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Luis Offline



Beiträge: 139

05.07.2013 11:48
#121 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von Ulrich Handte im Beitrag #108
Also ich Fang mal in den 70 ' Jahren an ( sicherlich haben wir hier auch noch ältere Zeitzeugen ) In der Gemeinde wo Ich wohnte gab es einen Priester, der hielt oft den Mittwochabend GD und war dabei "strunz besoffen". Naja ... zwischenzeitlich ist er vom Glauben zum Schauen gelangt. Zwar erst im Jenseit's ... eigentlich schade. Gerne würde Ich mich Heute mit Ihm unterhalten, warum er denn bei so einem "schönen Glauben", bei so einer schönen "Wohlfühlgemeinde" eigentlich saufen musste. Oder braucht man um das "Gotteswort" authentisch rüberzubringen möglicherweise bereits eine gewisse "Drehzahl" ?


Definitiv. Der Geist muß doch wirken, damit das Wort offenbart wird

gug ( gelöscht )
Beiträge:

05.07.2013 11:57
#122 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat
Und warum sind dann soviele gegangen?



Thomas, was meinst du damit? Warum Menschen andere Wege suchen, willst du wissen? Oder was? ich versteh echt nicht.

Wenn einer geht hat es verschiedenste Ursachen.

Bei der NAK gibt es eine unendlich lange Liste, warum ihr der Rücken gekehrt wird, angefangen beim Irrglauben und der Täuschung der kleinen Geschwister in sehr vielen Punkten. z.B. Bibeltreue, Opferwesen, Wirksamkeit der Apostel, Okkultismus, Arbeiten mit der Angst, um wenn gar nichts mehr hält, trotzdem den Ausstieg zu verhindern.
Darum gehen viele, die es schaffen, ihre Angst zu überwinden und die den Kopf frei bekommen von der lebenslangen Gehirnwäsche. Leider steht dieser Weg nicht jedem offen, wenn die Indoktrination zu stark ist oder wenn man sich seinen eigenen Glauben hinbaut, der nichts mit offiziellen Glauben der NAK gemein hat. So machst du es, dein Glaube hat nichts mit der offiziellen Lehrmeinung oder Katechismus zu tun, sondern du träumst von einem demokratischen Gebilde, das völlig konträr zu den Grundsätzen der NAK ist.

Es gibt auf der ganzen Welt Menschen, die sich Gedanken machen, wie sie andern helfen, hier mal ein originelles Beispiel, das ich gerade im Netz fand.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...e-a-889063.html

Wenn du das einrichten kannst, dass es so eine Institution voller Gläubiger gibt, wie in deiner Phantasie, dann hast du eine völlig neue Kirche gegründet. Aber die könnte nicht lange bestehen, weil Kirchen und Sekten nicht auf Demokratie beruhen.

gug ( gelöscht )
Beiträge:

05.07.2013 12:03
#123 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat
was mich wundert ist wie immer die Tatsache, warum soll ich mich anders verhalten



die Diskussion begann damit, dass du aufriefst dass Andere sich anders verhalten sollen (nicht so lethargisch)

Aber natürlich weiß ich, dass man mit Worten einen andern Menschen nicht ändern kann, es sei denn, die Änderung steht sowieso kurz bevor und nur der letzte Anstoß fehlt.

Mach deine Sache gern weiter, aber wunder dich nicht, wenn du weder von denen, denen du helfen willst noch von den Außenstehenden Zuspruch erhältst. Damit du diese Gründe erkennst, deshalb schrieb ich, damit du nicht verbitterst, weil du so wenig Mitstreiter hast, sondern weißt, warum es so ist.

Thomas Offline



Beiträge: 168

05.07.2013 12:35
#124 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von gug im Beitrag #123

Zitat
was mich wundert ist wie immer die Tatsache, warum soll ich mich anders verhalten


die Diskussion begann damit, dass du aufriefst dass Andere sich anders verhalten sollen (nicht so lethargisch)

Aber natürlich weiß ich, dass man mit Worten einen andern Menschen nicht ändern kann, es sei denn, die Änderung steht sowieso kurz bevor und nur der letzte Anstoß fehlt.

Mach deine Sache gern weiter, aber wunder dich nicht, wenn du weder von denen, denen du helfen willst noch von den Außenstehenden Zuspruch erhältst. Damit du diese Gründe erkennst, deshalb schrieb ich, damit du nicht verbitterst, weil du so wenig Mitstreiter hast, sondern weißt, warum es so ist.


na, dann Prost

Thomas (ts@bf-nak.com)

Vezelay Offline



Beiträge: 456

05.07.2013 12:48
#125 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

[quote=Thomas|p2605235na, dann Prost[/quote]

...na, die reaktion verstehe ich jetzt wieder nicht - auch das nicht anklagend oder negativ gemeint. Thomas, Du machst Dir Gedaken, wie man die NAK reformieren könnte und Ideen hast Du einige genannt. In dieser Phase waren etliche von uns auch hier - vielleicht in anderen Themen, bei mir war es die Thematik Erwählung...Fakt ist, dass wir alle nicht gehört wurden, sondern scheinbare - und ich betone: scheinbare - Änderungen sich nur durch Druck ergaben: Druck von Seiten der Medien (so fing es doch an), Druck von Seiten der Gesellschaft, inneres Aufbegehren der Mitglieder...

Deine Ansichten gehen aber so weit, dass von der NAK nach Umsetzung derselben nicht viel übrig bleiben würde. Und ich gebe gug und weiteren hier Recht: warum seine Energie zur Re-Strukturierung in eine Ideologie hineinstecken, die ohnehin falsch und nicht haltbar ist. Warum ständig gegen die Wand reden und rennen für die Umsetzung von eigenen Ideologien innerhalb der NAK, die es ausserhalb bereits gibt.

Meine Bitte: mache Dir doch mal Gedanken, ob die NAK denn noch Deine Kirche ist und ob Du Dich in einer anderen Kirche nicht besser verstanden fühlst; ob dort Deine Ansichten zu Transparenz, Meinungsaustausch und Mitentscheidung nicht besser umgesetzt sind; ob die ideologischen Inhalte in anderen Kirchen eher Deinen eigenen Ansichten entsprechen.

Es gibt hier im Forum genügend Beispiele, inwiefern die NAK ihren Erwartungen, das Werk Gottes zu sein, zurückbleibt - die NAK wird nie eine offene und transparente Kirche werden und sie war es auch nie - und sie ist schon gar nicht Gottes Werk.

Der Gärtner Offline




Beiträge: 2.969

05.07.2013 13:41
#126 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

http://wwb.christ-im-dialog.de/index.htm

Liess das mal, dann wirst du erkennen müssen das da nichts zu reformieren geht.Selbst kleinste Reförmchen werden so abruppt ausgebremmst das etliche ausgetreten sind.

___________________________
"Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?"

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

05.07.2013 13:50
#127 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Eigentlich ist das eine Diskussion, die so ähnlich auch auf der WDR-Seite abgespielt hat.
Aber noch einmal:

Sollte die NAK das Werk Gottes sein, so wie es ihre Apostel sagen, geführt und regiert von Gott durch den Hl. Geist von den Aposteln der NAK, dann ist das was Kritiker und Reformer im NAK-Kirchenvolk wollen, jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat Ungehorsam gegen Gott. Dann kann Veränderung nur von oben durch das Wirken des Hl. Geistes an den Aposteln kommen und das Fussvolk hat nichts zu sagen. Und jeder der es unberufen doch macht versündigt sich, verwirkt seine Gnade bei Gott. Muss sich Gedanken machen, ob er nicht sogar gegen den Hl. Geist sündigt. Gehört zur Rotte Korach der NAK. Darf sich auch nicht einbilden durch seine Kritik oder seine Reformvorschläge etwas zu verändern oder verändert zu haben. Selbst wenn Änderungen so ähnlich aussehen, wie die eigenen Gedanken so stammen sie von Gott und sind nur zufällig ähnlich. Dann ist aber auch keine Demokratie möglich, weil Gott sich durch die Apostel äussert und nicht durch des Volkes Wille. Dann ist es besser zu bleiben und seine unnütze Kritik und seine Reformideen zu vergessen, statt andere damit anzustecken und zum Ungehorsam zu verleiten!
Sollte die NAK nicht das Werk Gottes sein, so sitzen seine Apostel einem fortwährenden Irrtum auf, von dem sie sich aber nie heilen lassen werden ODER die Apostel sind Lügner und Betrüger, die sich auch von ihrem Tun nicht abhalten lassen werden und schon dafür gesorgt haben, dass ihnen möglichst niemand an die Karre fahren kann. Und dann ist es besser zu gehen, statt gegen den Irrtum, die Lüge und den Betrug anzugehen!
Wie dem auch sei, es ist immer falsch die NAK verändern oder reformieren zu wollen!!

________________________________
Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

Thomas Offline



Beiträge: 168

05.07.2013 16:03
#128 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat
.... dass von der NAK nach Umsetzung derselben nicht viel übrig bleiben würde.



Oder sie wird wieder die NAK, die sie mal war! Könnte sein, muss es aber nicht. Und bevor wir hier mit gegenseitigen Gutmeinungen Pingpong spielen, lasse ich es lieber. Tschau, vielleicht verirre mich wieder mal auf Euer Forum, das Forum der Aussteiger oder Ausgestiegenen.

Thomas (ts@bf-nak.com)

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

05.07.2013 17:36
#129 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von Thomas
Und warum sind dann soviele gegangen?


Vielleicht weil sie aufgewacht sind??

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

gug ( gelöscht )
Beiträge:

05.07.2013 17:46
#130 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat

Oder sie wird wieder die NAK, die sie mal war!



Nein, so war sie ja nie. Lies dich doch einfach mal quer durch die Geschichte!

z.B. hier
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/nak-geschichte.htm
oder hier
Die Geschichte der Neuapostolischen Kirche und ihre Abspaltungen

oder hier
Die NAK in der Zeit des Nationalsozialismus.


In welchem Jahr war die NAK rein?


Wenn du durch bist, dann gebe ich dir gern weitere Links. Der Suahuafen ist gut dokumentiert über die letzten 180 Jahre.

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

05.07.2013 18:03
#131 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Ach ja, die gute alte Zeit, als die NAK noch war, wie sie früher war. Als man noch als AT über die Zustände Laodizäas - sprich des Volkes Wille - lamentieren durfte, als alle anderen Menschen in der bösen Welt lebten und die böse Welt darstellten, gerade weil ladoizäische - sprich demokratische - Zustände herrschten und man noch über die Weltmenschen, die Namenschristen und über das Babylon der Namenschristen ablästern konnte, als man noch über die Geschwister mit einem Machtwort herrschen konnte, als noch so ziemlich alles was das Leben schön machen konnte, ausser Alkohol und Nikotin, ohne wenn und aber verboten war, als man eben noch klare Worte sprechen konnte, ohne dass sich wieder massenhaft die Spreu vom Weizen trennte und der Opferkasten plötzlich leerer wurde, als man noch als AT nach göttlichem Rat gefragt wurde und dann die Antwort geben konnte, die einem zuerst einfiel, als man noch um Fürbitte für jedes Zipperlein gebeten wurde, als der Weg noch zum Ziel noch so schön lauschig eng, steil, steinig und dornig war. Ja es ist bestimmt schön, wenn die NAK sich dahin entwickeln würde, dann hätte man als AT wieder etwas zu sagen und könnte sich als Geschwist wieder zurücklehnen, sich ein schlechtes Gewissen einreden lassen, sich wieder unsinnigen Forderungen stellen. Und vielleicht würde auch wieder ein StAp auf die famose und völlig neue Idee kommen im greisen Alter zu behaupten der Herr würde noch zu seinen Lebzeiten wiederkommen. -
Aber seid getrost liebe in der NAK Verbliebene, es könnte sein, dass diese gute alte Zeit schneller zurückkommt als ihr zu hoffen wagt - denn sehet der Elieser der Endzeit ist da.

Thomas tut mir leid, das ist die NAK wie sie einmal war bevor sie auf die geniale Idee kam mit der Ökumene zu flirten. Aber vielleicht gibt es ja zwei verschiedene NAKken und du kennst eine andere.

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Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

07.07.2013 21:52
#132 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von jürgen im Beitrag #131
Thomas tut mir leid, das ist die NAK wie sie einmal war bevor sie .......

Ja ganz gewiss unnötige Aktivitäten...., denn haben nicht viele von uns, lange vor dem Ausstieg nicht auch solchen Reformideen? Haben wir nicht unendliche Schemerzen, Schweiß, Horror Träume durchlebt, bevor wir erkannten was die "reale Nak" wirklich ist? Ich denke KEIN echter Aussteiger hat sich diesen Schritt einfach gemacht und seine gelebte Vergangenheit leichtfertig über "Bord" geworfen.

Vezelay Offline



Beiträge: 456

07.07.2013 22:38
#133 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von Ulrich Handte im Beitrag #132
...Haben wir nicht unendliche Schemerzen, Schweiß, Horror Träume durchlebt, bevor wir erkannten was die "reale Nak" wirklich ist? Ich denke KEIN echter Aussteiger hat sich diesen Schritt einfach gemacht und seine gelebte Vergangenheit leichtfertig über "Bord" geworfen.



Anfangs dachte man sich noch nichts, glaubte all das, was vom Altar gesagt wurde - und mit einem Mal war da ein Gedanke, den man so nicht vertreten konnte. Dennoch saß man in den Reihen und sagte sich selbst, dass man es vom Altar so annehmen müsse, man sonst ein "schlechtes Gotteskind" sei und man ja ohnehin ein Gotteskind zweiter Klasse sei, da in der Familie niemand ein Amt habe - und dennoch konnte man den Gedanken nicht verdrängen und fragte sich, ob denn die Reihen in der Bank vor einem das alles so an- und aufnehmen. Der Zweifel war in einem geboren und auch hier hatte die NAK vorgesorgt, denn Zweifel durfte nicht sein: der Zweifler erhält nichts.
So nagte der Zweifel an einem über Jahre, denn die mangelnde Glaubenskraft wurde bei einem selbst gesucht - so war es einem eingetrichtert worden über die Zeiten: mehr beten, mehr glauben, mehr opfern - auch seinen eigenen Willen opfern.

Es kam der Zeitpunkt, an dem man mit anderen NAKis in's Gespräch kam - in ein sehr tiefes und auf Vertrauen basierendes Gespräch - und stellte fest, dass man mit seinen Gedanken gar nicht alleine war. Im Gegenteil: andere waren weit revolutionärer, konnten ihren Standpunkt teilweise theologisch vertreten. Und man selbst?? Es war etwas aufgebrochen: nämlich nicht mehr sich selbst kritisch zu hinterfragen, seine eigene Schwäche und fehlende Glaubenskraft zu sehen, sondern den "Spiegel der objektiven Betrachtung" zu wenden und ihn der NAK - der Lehre, den Handlungsweisen, dem Dogma - entgegenzuhalten. Auf Basis vorausgehender Gespräche öffnete man sich auch ein stückweit den Vorangängern gegenüber: denn die NAK war bis dahin noch Lebensmittelpunkt. Diese Gespräche mit den Vorangängern und Amtsträgern waren jedoch Katalysatoren, die die eigenen Gedanken und die Zweifel an der NAK noch bestärkten. Zum einen spürte man die Schizophrenie der NAK dadurch, dass nicht wenige Amtsträger ihre eigene Gedankenwelt in sich trugen, jedoch nach aussen eher "kirchenkonform" predigten - während andere wiederum voll auf Linie waren und mit den bereits bekannten Phrasen wie "mehr beten, mehr hineinwachsen in das Werk Gottes" eher einen abstoßenden Eindruck hinterliessen. Und so schlitterte man in seiner Gefühlswelt zwischen der NAK, dem scheinbaren Werk des Herrn auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit der Beschäftigung seiner eigenen Gedanken durch die Monate und Jahre - und man stellte fest: man wurde sensibler. Man wurde hellhöriger, man "hörte und dachte tiefer" in die Predigten, in die Aussagen mancher "Gottesknechte" hinein - man ging in sich der Sache auf den Grund und musste immer mehr feststellen, dass die vorhandene, über Jahre indoktrinierte Gedankenwelt zusammenbrach - teilweise durch leichtes Kratzen an der Oberfläche, zum überwiegenden Teil jedoch aus dem "inneren Befreiungsdrang des eigenen Ichs", welches sich gegen die Staubschichten der in all den Jahren angehäuften NAK-Meinungen und NAK-Lehren wehrte und nach aussen brechen wollte. Diesem inneren Druck konnte man eine gewisse Zeit standhalten, es unterdrücken - aber immer mehr wollte dieses eigene Ich, die in sich gefundene und mit sich selbst in Übereinstimmung, in ÜBERZEUGUNG entwickelte und gebrachte Gedankenfreiheit nach aussen dringen - und so kam der Zeitpunkt des sehr tief in einem selbst verankernden Beschlusses, der NAK den Rücken zu kehren - es war der Befreiungsschlag aus Überzeugung und man fühlte: niemand, aber auch gar niemand kann mich von diesem Schritt und Weg abhalten. Er IST zu gehen.

Heute, nach vielen Jahren, steht man der NAK gegenüber Abseits, betrachtet diese mit dem notwendigen und erreichten Abstand - und was in den Jahren des Aussteigs an "Gedankenmüll, vertrauenverlierender Abgründe und einem sich als Werk Gottes bezeichnender Gemeinschaft in keinster Weise würdig oder gar zuzutrauen" ist entgegenschlug und aufgedeckt wurde, das erregt in einem Missgunst, Zorn und Ärger über das weiterhin in der NAK gepflegte Dampfwalzen-Verhalten mit eingebauten Scheuklappen - und zum anderen eine sehr große, sehr tiefe Dankbarkeit gegenüber einem selbst, dieser Anstalt den Rücken gekehrt zu haben, den Mut zusammengenommen zu haben und hinter der Entscheidung gestanden und den Schritt gemacht zu haben. Und letzteres gibt einem die Zuversicht, auch weiterhin seinen Weg gehen zu können - mit oder ohne Gott - denn man hat gelernt und an sich erfahren, dass es jemanden gibt, der einem ernsthaft in's Gewissen redet, der nie nachlässt, falsch laufende Dinge anzusprechen, der "innere Freund" mit dem man Zwiesprache halten konnte, der einem in der Zeit des Zweifelns zugehört hat, aber auch neue Gedanken eingebracht hat - und der einem auch die nötige Zeit gibt, eine Entscheidung herbeizuführen. Genau dieser "innere Freund" ist das eigene Ich, welches von der NAK jahrelang unterdrückt und niedergemacht wurde - umso größer ist die Freude, diesen Sieg der Befreiung täglich feiern zu können.

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

08.07.2013 04:24
#134 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Vezelay,
das hast Du so gut und treffend beschrieben, dem brauch ich persönlich nicht mehr viel hinzuzufügen.


Wer hinter das Gefüge der NAK blicken kann, nein... WILL und dennoch aus Angst vor dem Seelentod (?) die Scheuklappen dann trotzdem noch fester annäht, soll das tun, mich stört daran nur diese Überheblichkeit, immer noch an vermeintlicher Wahrheit festzuhalten und denen, die sie sich von der NAK-Wahrheit gelöst haben, so dumme Vorwürfe machen, egoistisch nur an sich selbst zu denken.

In Sachen Glauben geht es auch um ganz persönliches, was nur jeder selbst entscheiden und sich auch die Chance geben sollte, tief in sich zu gehen, und auf sein Ich zu achten und zu hören, um so handeln zu können, dass er am Ende des Weges nicht das Gefühl haben muss, festzustellen, da ist im Leben was aber ganz falsch gelaufen!
Unnötige Seelenqualen vermeiden oder besser mit Wurzel eliminieren ist nichts verwerfliches, das schafft eine der besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben!

Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

08.07.2013 08:06
#135 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat
Unnötige Seelenqualen vermeiden oder besser mit Wurzel eliminieren ist nichts verwerfliches, das schafft eine der besten Voraussetzungen für ein glückliches Leben!



Eisblume, da Du "unnötige" gefettet hast - gibt es auch "nötige" Seelenqualen?

-------------------------------------------------
Bin BVB-Fan und das ist gut so!

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

08.07.2013 09:01
#136 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Ja Engelchen,
das ist jetzt meine persönliche, allerdings nahe liegende Annahme.

Es gibt Menschen in der NAK (und auch sonst überall in der Welt), die 'sowas' (scheinbar) brauchen, um sich als ein besserer oder auch guter Mensch fühlen zu können. Du weisst doch, wie.. ähm gerne Neuapostolen leiden.
Mit größter Vorliebe dann und dort, wo sie an nichts (mehr) etwas ändern oder bessern können.

Nötig hat die (NAK) Seelenqualen scheinbar nur der, der sie haben will.

Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, sich um seine Lieben auch in Bezug auf seelische Dinge zu sorgen, doch verantwortlich ist für sich und seine Seele letzen Endes jeder selbst.
Es geschieht alles ohne den 'großen' Einfluss, den ich eh auf das wenigste nehmen kann und auch will, ob ich mich nun zermartere oder nicht...
ein schlechtes Gewissen jedoch, weil ich der NAK nicht 'helfen' will, muss ich mir allerdings weder von mir selbst, noch von irgendwelchen barmherzigen 'Samaritern' einreden lassen.

Manche nennen 'das' Blindschauen vielleicht Standhaftigkeit.
In Bezug auf die NAK werden es zunehmend unnötige Seelenqualen, wenn sie sehen und erkennen, wer wie in der NAK tickt und was schon in sämtlichen ihrer tiefsten Gründe nicht wahr und richtig sein kann...
aber im Herzen nicht annehmen wollen/können dass auch nach Jahrzehnten ihre alte "gute (alte) NAK" und alle Zeit nicht, nie wieder zurückkommen wird.
Sie war nie gut, dort geschah nichts so aussergewöhnlich wunderbares, was nicht im zwischenmenschlichen Bereich als Humanität gewertet wird.

Es sei, die Menschenvergötterung und der blinde Gehorsam von Anno dunnemals soll wieder zurückkommen.... Willst Du DAS, Thomas?

Eisblume.

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~ Arthur Schoppenhauer

gug ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2013 10:18
#137 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

nein , er will seine kindliche Zeit zurück, als er noch nicht wusste, wie sumpfig es dort ist. Das hat aber nur etwas mit seiner gewachsenen Erkenntnis zu tun, nicht mit der Realität, denn in seinen jüngeren Jahren war die NAK ja schon genau so sumpfig. Er hat es bloß anders wahrgenommen.

Er hat vom Baum der Erkenntnis gegessen (ein Symbol für das Erwachsenwerden) und kann nun nicht zurück ins Paradies.

Vezelay Offline



Beiträge: 456

08.07.2013 11:15
#138 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Zitat von gug im Beitrag #137
nein , er will seine kindliche Zeit zurück, als er noch nicht wusste, wie sumpfig es dort ist.


...in meiner Kindheit habe ich die NAK auch anderst verstanden - von Kindheit eingebunden in eine kleine "Wohnzimmer-Gemeinde" mit ca. 20 Mitgliedern und Onkel Helmut war der langjährige Vorsteher - d.h. jeder kannte jeden und alles war geregelt. Chor gab's keinen, dafür ein Harmonium. Mit einem gleichaltrigen Jungen saß ich in der hintersten Bank, da gab's Hefezopf und Gummibären während dem GD. Kinderstunde war sonntags nach dem GD durch den ortsansässigen Diakonen....In die nächstgrößere Gemeinde kam man nur sonntag nachmittags, sofern man denn ging (...). Onkel Helmut war zwar einer von der "alten Sorte", strenge aber auch gütige Zucht, aber er sagte offen, dass es in der NAK eben auch "menschele", d.h. nicht alles perfekt sei. Wir 3-4 Kinder und später dann Jugendliche wurden von ihm sonntags mit dem Benz abgeholt und warteten mit Sakko und Krawättchen an der Hauptstrasse auf ihn, wenn Kinder- oder Jugend-GD angesagt waren - natürlich in einem 3000 Seelendort an der Hauptstrasse in dem Aufzug der Blickfang sämtlicher vorbeifahrender.......

Irgendwann kam die Zur-Ruhe-Setzung von Onkel Helmut - und wir wurden in die nächstgößere Gemeinde eingegliedert - und man war sich doch fremd.

Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass die Altersriege um Onkel Helmut (das sind die heute 80-jährigen) ihren Glauben lebten und sich meiner Meinung nach viel mehr mit ihrem Glauben beschäftigt haben, auch war der persönliche Zusammenhalt zwischen den AT nicht offener, aber verbundener. Und die Predigten gingen tiefer...
Wenn ich 10-15 Jahre zurückblicke, dann kommt es mir vor, dass diese jüngeren AT vielmehr nachplappern als das zu predigen, was wirklich in ihnen steht. ich würde es auch so beschreiben, dass die Verbundenheit zur NAK und ihrer Lehre im Herzen mmer mehr nachlässt.

Aber das ist so mein persönlicher Eindruck aus Kindertagen - eben auch, dass es früher besser war. Wobei ich aus heutiger Sicht sagen muss, dass der Sumpf damals auch existierte, man wurde als Kind nur nicht damit belastet. Deshalb war das Thema Botschaft auch nicht Inhalt in Sonntagsschule oder Konfirmandenunterricht. Da war nur Inhalt, dass die NAK das Werk des Herrn ist....

gug ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2013 11:59
#139 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Vezelay,

Ich erinnere mich auch einige sehr warmherzige und gute Amtsträger, die sogar ein wenig auf die Barrikaden gingen, wenn es früher um Hosen für Mädchen beim Osterausflug, um Bärte oder Schminken ging.

Mit dem Kindlichen meinte ich aber sogar auch noch den kindlichen Glauben eines Erwachsenen. Wenn man den verliert und sich informiert, was wirklich los ist - und schon immer war - in der NAK, kommt man auch nicht wieder zurück in sein Glaubens-Paradies.

Uncle Zic Offline




Beiträge: 584

08.07.2013 13:09
#140 RE: Thomas fragt: Warum aber nicht bleiben und ändern? Zitat · antworten

Ich denke, man kann Thomas nicht widerlegen, nicht per Diskussion ausschließen, dass sich die NAK in seinem Sinne reformieren lässt oder selbst reformiert. Und sicherlich ist er nicht der Einzige, der solches anstrebt, nur einer der seltenen Fälle, der sich hier äußert.

Nehmen wir ein anderes Beispiel. Der Kapitalismus hat sich in allen seinen Erscheinungsformen bis heute immer wieder verändert. Es gab revolutionäre und reformerische Ansätze und vieles, was uns heute barbarisch und unvorstellbar erscheint, ist anders geworden, etwa 18-stündige Arbeitstage, Kinderarbeit, Auspeitschen für verspätet zur Arbeit erscheinen, etc. Und selbst, wenn ich diese Beispiele anführe, müsste ich sie sofort wieder einschränken. Wir haben von den menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Bangladeshs gehört, von Ländern, in denen Kinderarbeit gang und gäbe ist, u.s.w., aber ohne diese Veränderungen in den Ursprungsländern des Kapitalismus (die Industriestaaten Europas) wäre er wahrscheinlich schon hinweggefegt worden. Das heißt aber auch, dass er sich reformieren musste, um zu überleben, bzw. um sich weiter entwickeln zu können. Den Blutzoll für viele der positiven Veränderungen haben die Arbeiter selbst bezahlt, die dafür kämpften, aber ihr eigentliches Ziel, einen menschenwürdigen Kapitalismus, konnten sie nicht erreichen. Ich will ja keinen Vortrag hier darüber halten, jeder erlebt am eigenen Leibe, was ihm heutzutage zugemutet wird und dass es immer noch darum geht, aus Geld mehr Geld zu machen und nicht darum, das Leben der Menschen zu verbessern. Die Sozialreformer doktern an Symptomen herum, das Ganze in Frage zu stellen, erscheint heutzutage schon irrwitzig. Reformen aber machen das Unerträgliche etwas erträglicher, es ist ein Weg, um nicht völlig zu resignieren. Nur wenn Reformen schon das Endziel sind, sind sie scheinheilig, gaukeln vor, man könnte es sich in der Barbarei doch ganz gut einrichten und alles andere wäre bloße Spinnerei.

Also zweierlei will ich mit diesem Beispiel sagen. Zum einen ändern Reformen nur wenig am Grundübel und das gilt auch für die NAK, was auch immer man dort als Grundübel ansehen mag. Zum anderen gibt es Wirtschafts- und Religionssysteme, die sich ständig anpassen, um nicht zu verschwinden. Die Frage wäre nur, ob diejenigen, die glauben, mit ihren Reformbestrebungen etwas grundlegend ändern zu können, nicht einem schweren Irrtum aufsitzen, ob nicht das System selbst Veränderungen notwendig hervorbringt, ja hervorbringen muss, um weiter bestehen zu können. Und dafür braucht es natürlich Agierende. Selbst wenn also zunächtst die, die reformieren wollen, als Feinde des Systems betrachtet werden, kann es sich erweisen, dass sie es letztendlich nur weiter gebracht haben. Jemand, der in der Zeit, als ich noch zu den "Gläubigen" zählte, vorgeschlagen hätte, den Sonntagnachmittagsdienst ganz ausfallen zu lassen, wäre sicherlich als Radikalreformer, wenn nicht Revoluzzer betrachtet worden. Und keiner hätte wohl damals gedacht, dass so etwas möglich ist. Und doch war es nicht nur möglich, sondern aufgrund der Entwicklungen, unumgehbar.

Thomas denkt ähnlich wie die Reformer des Kapitalismus auf seinem Gebiet, er sagt uns soviel wie: "Vieles ist doch erhaltenswert in der NAK, ist doch nicht alles schlecht, also lasst uns das Schlechte, die Auswüchse beseitigen." Und auf dem Weg, diese zu beseitigen, tauchen neue auf und erweisen sich alte als extrem beständig. Huch! Warum sonst muss heutzutage in der NAK immer noch reformiert und verändert werden? Nach all den jahrzehntelangen Diskussionen und Veränderungen und den informierten und aufgeklärten und auch zum Teil kritisch denkenden NAK'lern sollte man meinen, dass jetzt schon lange alles gut sein müsste, dass eine Kirche da sein müsste, die, "gereinigt" von ihren Irrtümern und Auswüchsen und Nörglern, ein leuchtendes Beispiel für andere Christen abgäbe.

Warum das nicht so ist und sein kann, wird in den verschiedensten Foren immer wieder deutlich.

NAK'lern, die reformieren wollen, gehören notwendig zum Ganzen der NAK und dienen ihrer Erhaltung. Vielleicht gibt es unter ihnen ja auch einige, die mit ihren Gedanken und Bestrebungen "guten Samen" aussäen, die anderen dadurch das Leben dort erleichtern. Und vielleicht gibt es unter ihnen auch einige, die durch ihre Bemühungen um Verbesserungen selbst zu der Einsicht gelangen, dass ein falsch eingeschlagener Weg nicht dadurch zum Ziel führt, dass ich vor Abzweigungen warne.

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Erstellt im Forum Ist die Neuapostolische Kirche eine Sekte? von jürgen
13 11.03.2011 09:42
von Admin • Zugriffe: 1113
Mephi - 6 Jahre draußen und noch nicht überwunden.
Erstellt im Forum Wer oder was bin ich? Meine Probleme beim Ausstieg aus der NAK von Isa
0 11.09.2010 20:17
von Isa • Zugriffe: 628
NAKI - Sitz in Zürich, wieso, weshalb, warum?
Erstellt im Forum Die Struktur der Neuapostolischen Kirche von Admin
1 09.09.2010 19:45
von Admin • Zugriffe: 1469
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