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Dieses Thema hat 158 Antworten
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 Lieber nie geboren, als neuapostolisch und abgefallen
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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 11:52
#21 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

DOUBLE DOWNER

Die Mutter dankt Gott für seine Liebe, dass er ihr Kind zu sich nahm, bevor es ihm untreu werden konnte.

Hallo,

das ist in der Tat eine hanebüchene Geschichte. Da stellts mir alle Haare auf!! So extrem die Geschichte ist. sie paßt ins Gesamtkonzept. Ursache: Eine über Jahre und Jahrzehnte gehende Indoktrination. Damit begannen auch meine (psychischen) Probleme.
Den Gott des Alten Testamentes konnte ich nicht mehr verstehen:
- den Gott der Rache
- den Gott des Zorns
- der alle Erstgeburten tötet
- der Völkermord zuläßt -
so zumindest die Geschichten und Fabeln im Alten Testament.

Gott, so heißt es, schuf den Menschen nach seinem Bilde. Das laß ich mal so stehn, aber Ursache allen Übels ist, dass sich die Menschen, einschließlich NAK, sich Gott nach ihrem Bilde schufen.

Der Gott des Neuen Testamentes ist ein ganz anderer: Der Gott der Liebe.
Und von dem glaube ich, dass es kein Gott ist, dem man "Blut" und Opfer zu bringen hat.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang "Ich persönlich habe die Vorstellung, Gott sei auf ein Menschenopfer angewiesen, um den Menschen sein Heil zuteil werden zu lassen, mit meinem Glauben an Gottes Güte nie vereinbaren können." Zitat Ende.

Wie wahr!!

Liebe Grüße DD

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„Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.“ - Vergil

Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 11:53
#22 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Zitat von Doubledowner
Die Mutter dankt Gott für seine Liebe, dass er ihr Kind zu sich nahm, bevor es ihm untreu werden konnte.


Das ist leider logisch, wenn man christliche Logik anwendet. Ein ähnliches Beispiel aus der ruhmreichen Geschichte des Christentums: Die spanischen Missionarsmönche haben "ungläubige" Indios zwangsgetauft, bevor sie sie dem Henker überantwortet haben. Auch Hexen und Häretiker wurden teilweise mit dem Argument verbrannt, dass sie dann eine Chance hatten, ihre angeblichen Sünden zu büßen. Das sei nur gut für sie, denn sonst müssten sie wahrscheinlich auf ewig in der Hölle schmoren. Was soll man sagen? Im Rahmen der christl. Religion macht so etwas leider Sinn!

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Isa Offline




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20.10.2010 11:54
#23 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Bernd37

Zitat von lorenz

Zitat von Doubledowner
Die Mutter dankt Gott für seine Liebe, dass er ihr Kind zu sich nahm, bevor es ihm untreu werden konnte.


Das ist leider logisch, wenn man christliche Logik anwendet. Ein ähnliches Beispiel aus der ruhmreichen Geschichte des Christentums: Die spanischen Missionarsmönche haben "ungläubige" Indios zwangsgetauft, bevor sie sie dem Henker überantwortet haben. Auch Hexen und Häretiker wurden teilweise mit dem Argument verbrannt, dass sie dann eine Chance hatten, ihre angeblichen Sünden zu büßen. Das sei nur gut für sie, denn sonst müssten sie wahrscheinlich auf ewig in der Hölle schmoren. Was soll man sagen? Im Rahmen der christl. Religion macht so etwas leider Sinn!




Da stellt sich für mich die Frage, wer sich in der NAK als Richter und Vollstrecker aufspielen darf.
Ein mir bekanter Laienpriester und Seelsorger der NAK reißt hierrüber sogar Witze.


Zitat
Betroffenheit
"Nehmen Sie es nicht persönlich!"
sagt der Henker zum Verurteilten.
"Ich tue es auch nicht."

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Isa Offline




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20.10.2010 11:55
#24 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Zitat
Hallo zusammen,

vor etwas über einem Jahr ist meine Mutter im Alter von 77 Jahren verstorben. Ich weiß, dass ich sie vor ungefähr 20 Jahren sehr enttäuscht habe, als ich die NAK verlassen habe. Dies war ein längerer Prozess gewesen, an dessen Ende ich wusste, dass das nicht mehr mein Weg sein konnte. Damals ist meine Mutter fast verzweifelt vor lauter Sorgen um mich. Damals gab es Sätze wie "wenn jemand vom Werk Gottes abfällt, wäre es besser, er wäre nie geboren worden". Das war die Einstellung auch meiner Mutter, für sie war ich auf ewig verloren. Sie hat viel um mich geweint und mich hat dieses Wissen sehr belastet. Gleichzeitig konnte ich aber nicht zurück, nur ihr zuliebe...........



Quelle!

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Isa Offline




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20.10.2010 11:56
#25 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Lana

Meine Freundin (NAK) war wie ich in jeder Jugendstunde, im Chor, im GD etc. sogar mal im "Weinberg" - dann kam sie plötzlich kaum noch - sie hatte sich verliebt in einen nicht NAKler. Kurz vor ihrer Verlobung hatte sie einen Unfall, bei dem sie starb. Die einhellige Meinung der Gemeinde: das war die Rettung ihrer Seele, sonst hätte sie den falschen Weg eingeschlagen. Ich war so unendlich traurig und auch wütend, dass alle richtig froh waren, dass Annegret gestorben ist. Ihre Eltern irgendwie ganz besonders... Ich war damals gerade konfirmiert und hatte monatelang Angst, dass mir das auch passieren könnte, denn ich war auch in einen Jungen nicht aus der NAK verliebt...

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Isa Offline




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20.10.2010 11:57
#26 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Lily

Auch ich kenne eine solche Geschichte persönlich.

Sie liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Wir waren damals ca. seit 2 Jahren neuapostolisch und machten Urlaub bei neuapostolischen Geschwistern auf einem Bauernhof.

Diese Familie hatte mehrere Kinder im jugendlichen bzw. jungen erwachsenen Alter. Auf dem Wohnzimmerschrank stand das Bild eines jungen Mannes. Man erzählte uns dies sei ein verunglückter Sohn.

Und dann kam diese Geschichte, erzählt von der betroffenen Mutter. Dieser Sohn hatte der Kirche den Rücken gekehrt und sie habe gebetet, dass der Herr ihn lieber zu sich nehmen soll, als dass er abfällt.

Einige Zeit später verunglückte dieser tödlich mit seinem Motorrad.

Die Mutter war wohl so überwältigt von diesem "Glaubenserlebnis" dass sie es unbedingt weiter erzählen musste: Der Herr habe den Sohn zu sich genommen, damit dieser bewahrt bliebe. Der Vorfall muss jetzt ca. 35 Jahre her sein.

Ich war knapp 14, als ich damit konfrontiert wurde.


Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass ich in den letzten Jahren so etwas nicht mehr erlebt habe und dass sich NAKler die ich kenne von diesen Aussagen und Einstellungen von damals entschieden distanzieren.

Was natürlich nicht heißen oder verharmlosen soll, dass Betroffene damit heute noch massive Probleme haben.

Lily

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Isa Offline




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20.10.2010 11:58
#27 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Kopernikus

Noch eine Geschichte: Eine junge Frau wurde von einer neuapostolischen Arbeitskollegin zum EJT eingeladen. Durch die scheinbar lockere Atmosphäre liess Sie sich für die NAK begeistern, die sektiererischen Glaubensinhalte blieben ihr verborgen.
Kurz vor dem "Versiegelungsgottesdienst" erkrankte die junge Frau schwer. Im Krankenhaus traf Sie auf einen NAK-Aussteiger, der ihr erzählte, was wirklich abgeht in der NAK.
Heute ist die junge Frau geheilt, zum einen von ihrer Erkrankung, zum andern von der NAK, und Sie ist unendlich dankbar, dass Gott ihre Seele davor bewahrt hat, der NAK zum Opfer zu fallen.

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Isa Offline




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20.10.2010 11:58
#28 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Engelchen

Zu den oberen Geschichten kann ich nur sagen:
Pfui Teufel !

Kopernikus:
Ja, das ist doch mal ein echt positives Erlebnis.
Nur leider wird man darüber in den entsprechenden Gazetten nichts lesen können.

LG

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Isa Offline




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20.10.2010 11:59
#29 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Zitat von Engelchen
Zu den oberen Geschichten kann ich nur sagen:
Pfui Teufel !


Da dreht sich auch mir der Magen um. Diese "religiösen Stinkbomben" hatte ich schon beinahe erfolgreich vergessen. Ja, davon gab es in den 60ern eine Menge...

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20.10.2010 12:00
#30 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

StefanBW

Ja, ich muß euch recht geben....
da könnte mann ko...

als ich damals ausstieg, war ich natürlich das schwarze Schaf, alles was ich machte war falsch und so weiter.. Ihr kennt das ja zur Genüge
jedoch ein Ausspruch meiner Großmutter wird mir wohl immer im Kopf bleiben
Sowas wie dich hätte man früher vergast!!!

Danke liebe Oma

habe jetzt noch dran zu knabbern

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Isa Offline




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20.10.2010 12:01
#31 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Engelchen

Stefan:

Zitat
...ein Ausspruch meiner Großmutter wird mir wohl immer im Kopf bleiben
Sowas wie dich hätte man früher vergast!!!


(F.v.m.)

Hallo Stefan,
immer wenn ich glaube alle Abgründe zu kennen, tun sich neue auf! Hätte meine geliebte Oma so etwas zu mir gesagt, wäre ich am Boden zerstört gewesen. Derartige Sprüche kann man niemals vergessen.

Gerade in den letzten Tagen durfte ich (mal wieder) erleben, dass viele AT's und auch die Ruheständler überhaupt nicht wissen, dass sie mit ihrem Benehmen ganz bestimmt niemanden zur Rückkehr bewegen können! Sobald man nicht mehr der NAK-Norm entspricht, wird man erst einmal geschnitten (vergessen?).
Kommt dann ein Appell von "oben", werden "Abgefallene" mit Anrufen und Besuchsangeboten bombardiert. Ist man als Betroffener hartnäckig genug, schlafen diese Kontaktversuche jedoch sehr schnell wieder ein.

Viel hat sich seit dem großen Abfall zur Bischoff-Zeit auch heute nicht geändert. Man fühlt sich häufig wie ein Kranker, von dem eine große Ansteckungsgefahr ausgeht. Die AT's leben das vor, die Geschwist machen es nach.Die "Liebe unter einander" - alles nur Schall und Rauch!?

Das ganze Gehabe stößt mich nur noch mehr von der NAK ab.

LG
*(/)

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Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:02
#32 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Ganz kleiner Einwand: Der "Vergasungsspruch" der Oma ist m. E. nicht direkt der NAK anzulasten. Sowas hatten leider sehr viele Leute drauf, die unter Hitler aufgewachsen waren. Das war damals fast "normal"...

Allerdings könnte man fragen, warum der heilige Geist im "Werk des Herrn" so wenig gegen solche miesen Auffassungen bewirkt hat!? An ihren Früchten soll man sie ja erkennen. Und wenn die NAK-Parteiangehörigen so wenig "gebessert" sind, kann man sich fragen, ob da wo "heiliger Geist" draufsteht, nicht doch nur der normale scheinheilige Frömmelgeist drin steckt!

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:02
#33 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Engelchen

Jetzt wissen wir auch, warum der Herr noch nicht gekommen ist !

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Isa Offline




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20.10.2010 12:03
#34 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Zitat von Engelchen
Jetzt wissen wir auch, warum der Herr noch nicht gekommen ist !


Ach so, weil der dem Nazipack (in den 50er und 60er Jahren usw.) noch eine Chance geben wollte, sich zu bessern...
Na ja, dann glaube ich das eben auch noch. Oder doch lieber nicht.

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Isa Offline




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20.10.2010 12:15
#35 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

Engelchen

Nee, die heutigen NAKis sind noch laaaaange nicht bereit für die Heimholung!

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:16
#36 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

StefanBW

Mit der Heimholung wird das wohl so schnell nichts aber das mit der Heimsuchung haben sie echt gut drauf

@lorenz
der spruch meiner oma hatte mit der nak zu tun und zwar weil sie eben nak ist und meine fehler sünden wider gott und den hl. geist waren.
natürlich kamen auch noch ganz weltliche sünden dazu aber
um das hier zu erklären fehlt mir jedoch einfach die kraft

ist aber auch richtig das diese generation das bis heute teilweise noch drauf hat.

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:16
#37 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Das ist eine ganz interessante Frage, inwiefern die NAK der 50er und 60er Jahre auch eine "Fortführung des Nazitums mit anderen Mitteln" war!
Da gab es sehr wohl starke Parallelen. Die Sehnsucht, "der Herr" möge doch bald wiederkehren hatte starke Bezüge zum Verlust der Führerfigur Hitler. Das hatte bei vielen ein schmerzhaftes Vakuum hinterlassen, das sie dann mit der Naherwartungssehnsucht (Wiederkehr des "Führers" Jesus) füllten. Und nicht zuletzt mit dem "andächtigen" Verhältnis zu diesem aufgeblasenen Lügner und Stammapostel Bischoff.

Oder man höre sich mal NAK-Predigten aus dieser Zeit an! (Ich habe da noch eine Kassette im Schrank.) Wenn man so ein Tondokument mit einer Durchhalte-Rede eines höheren NSDAP-Typen vergleicht, dann fallen da enorme Parallelen auf. Streckenweise fast austauschbare Phrasen! Und dann dieser ewige "aggressiv-inbrünstige" Tonfall...

Ich vermute aber stark, dass das heute weitgehend verwässert ist.

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:17
#38 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

pourquoi_pas

Zitat von isa


Erfahrungsbericht einer Betroffenen

Als Kind neuapostolischer Eltern wurde ich in die Neuapostolische Kirche (NAK) hineingeboren. In dieser angeblichen "Kirche" war ich dann neunzehn Jahre intensiv und unter Zwang eingebunden. Danach begann die langsame Abnabelung aus dieser "Familie der Gotteskinder".
Solange ich zurückdenken kann, bestimmte diese Glaubensgemeinschaft mein Leben. Das sah so aus: Sonntags vor- und nachmittags sowie Mittwochabends mussten. die Gottesdienste besucht werden. Wurde einmal ein Gottesdienst versäumt, war beim nächsten Mal Rechenschaft darüber abzulegen, warum. Denn jede nicht schuldlos (z. B. durch Krankheit) versäumte "Segensstunde" sei in dem "Buch des Lebens" verzeichnet, so wurde uns immer wieder vermittelt.

Für Kinder fanden die Kindergottesdienste, sowie einmal pro Woche nachmittags ein Religionsunterricht statt. Mit zwölf Jahren schloss sich dann der Konfirmandenunterricht an, der über zwei Jahre ging.

Nach der Konfirmation gehörte man zum Kreis der Jugend. Auch für diese war bestens Vorsorge getroffen. Jugendstunde, der Jugendgottesdienst und die Jugendgesangstunde mussten besucht werden. Dazu kam dann noch die Gemeindegesangstunde, so dass die ganze Freizeit in der NAK-Gemeinschaft verbracht wurde.

Ein "normales" Leben ist in dieser Sekte nicht möglich, da einem jedes "weltliche Vergnügen" verboten wurde (Disco, Kino, Fasching u.s.w.). Ein direktes Verbot wurde dabei nie ausgesprochen. Aber in den Gottesdiensten wurde immer wieder betont: "Wenn Jesus kommt, um die Seinen heimzuholen, so sucht er sie nicht an diesen weltlichen Orten". Man würde also zurückbleiben, wenn man dann am falschen Ort wäre. Diese Aussage erzeugte Angst, so dass man nicht den Mut hatte, Veranstaltungen "weltlicher" Art zu besuchen.

Ein Austritt aus der NAK ist gilt als Todsünde. So hörte ich im Laufe meiner Zugehörigkeit immer wieder den Satz "Lieber nie geboren, als neuapostolisch und abgefallen". Im täglichen Gebet sollte Gott immer wieder dafür gedankt werden dass man ein "Gotteskind" sein darf. Alle wichtigen Entscheidungen im Leben wurden vorher mit den Amtsbrüdern besprochen, damit diese im Gebet an einen dachten. Trafen dann die Ereignisse nicht so ein, wie man persönlich gewünscht und gehofft hatte, so teilten einem die Amtsbrüder mit: "Dieses ist Gottes Wille und eine Prüfung von Gott, ob du fest im Glauben stehst".

Zu meiner Zeit wurden neue Mitglieder durch die sogenannte "Weinbergsarbeit" geworben, dies ist gleichzusetzen mit der Hausierermethode. Gotteskinder sollen außerdem immer und überall "Zeugnis" ihres Glaubens ablegen.

Selbstverständlich musste man auch im Urlaub die Gottesdienste besuchen. Von der Heimatgemeinde wurde ein Ausweis für die Urlaubsgemeinde ausgestellt, dieser wurde dann dort abgegeben. Damit hatten die "Würdenträger" eine Kontrolle, ob man auch wirklich die Gottesdienste besucht hatte.

Als besonder schlimm empfand und empfinde ich auch heute noch die Trauerfeierlichkeiten beim Tod eines nahen Verwandten. In diesen Gottesdiensten wird ausschließlich darüber gepredigt "dass die Lebensuhr des Verstorbenen abgelaufen sei, dass der Herr ihn nun heimgeholt hat, dass er nun das schauen darf, was er auf Erden geglaubt hat, dass wir glücklich sein sollen, weil der Verstorbene endlich an der Seite des Herrn sitzen dürfe". Prägend war auch der Satz "Gotteskinder sehen sich nicht zum letzten Mal", der sich wie ein roter Faden durch den Trauergottesdienst zog. Trost wurde einem hierbei nicht vermittelt.

Die NAK finanziert sich durch das Opfer ihrer Mitglieder, dies beträgt 10% des Bruttoeinkommens.

Heute gehöre ich zum Glück nicht mehr dieser Sekte an. Trotzdem ist von Seiten der Verwandten immer noch ein Druck vorhanden. Diese Aufzeichung beinhaltet nur einen kleinen Teil der doch recht komplexen Arbeit dieser Sekte, die mit Angst- und Drohbotschaften ihre Mitglieder für ihre Ziele gefügig macht.

Sieglinde Wiegand-Dechert, Obbornhofen

http://www.kirchturmblick.de/ktb704.html



All das habe ich auch erlebt! Ich weiß nicht, wie alt dieser Bericht ist, aber bis heute hat sich da NICHTS verändert!!!

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:20
#39 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

lorenz

Oder so:



Obiger Text enthält aber auch Unsinniges:

Zitat
Prägend war auch der Satz "Gotteskinder sehen sich nicht zum letzten Mal", der sich wie ein roter Faden durch den Trauergottesdienst zog. Trost wurde einem hierbei nicht vermittelt.


Natürlich ist das ein Trost für die betroffenen Gotteskinder! (Zwar keine Realität sondern Vorgegaukeltes, aber Trost durchaus.)

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

20.10.2010 12:20
#40 RE: Die bösen Wünsche der Neiapostolischen Kirch! Zitat · antworten

gug

ich empfand dieses als eins der schlimmsten Lieder. Da fing ich schon an zu heulen, wenn gar keine Beerdigung war. Warum ich heulte, obwohl es eigentlich Trost spenden sollte, ist mir nicht klar.

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