Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 29 Antworten
und wurde 3.308 mal aufgerufen
 Der Personenkult in der NAK
Seiten 1 | 2
weitweg Offline




Beiträge: 1.176

12.02.2013 17:18
Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Anlässlich eines Todesfalles in der Familie (mein Vater ist vor einigen Tagen verstorben), kam ich am vergangenen Sonntag nicht umhin, bei dem so genannte Trauergespräch dabei zu sein. Ich habe das nur aus Rücksicht auf meine Mutter mitgemacht, die der Tod meines Vaters wie ein Schlag getroffen hat.

Uns war nahezu sicher klar, dass mein Vater das Krankenhaus nicht mehr verlassen würde (er war wegen eines Stent-Operation eingeliefert worden) und wurde sofort nach der OP auf Intensiv verlegt, wo er dann nach 5 Tagen verstorben ist. Ich bin wirklich froh, dass er schon vor Jahren eine Patientenverfügung aufsetzen hat lassen, die jegliche Reanimation oder künstliches Koma oder ähnliches ausgeschlossen hatte, zwei Tage vor seinem Tod musste ich diese Entscheidung nochmals bestätigen (ich habe auch eine Generalvollmacht), weil er selbst nicht mehr in der Lage dazu war.

Die ganze "Veranstaltung" war nur peinlich, ich bin mir noch nicht mal sicher, ob meine Mutter (eine relativ überzeugte NAKi) aus dem Gespräch den erwarteten Trost hat ziehen können, wenn das so war, soll es recht sein, Trost ist erst mal Trost, egal, wo er herkommt.
Aus Sicht des inzwischen Außenstehenden war das - wie erwartet - nur ein furchtbar inhaltsleeres und sinnbefreites Gelaber. Jedes zweite Wort bezog sich auf irgendein Wort, das irgendein Pinguin irgendwann mal gesagt haben soll ("wie schon XYZ im GD in ABC ausgeführt hat"...). Immer wieder der Verweis darauf, dass mein Vater ja nur körperlich nicht mehr da sei, geistig sei er so gegenwärtig wie immer (mag man darüber denken wie man will, ich trauere auf meine eigene Art).
Wo es mich dann fast nicht mehr auf meinem Stuhl gehalten hat, war, als der Bezirkspinguin mindestens 10mal erwähnte, dass man ja zu jeder Zeit einen Gruß in die jenseitige Welt schicken könne, sozusagen als Vorbereitung auf das dereinstige Wiedersehen...
Mir fehlen wirklich die Worte um zu beschreiben, was ich am liebsten gesagt hätte - aber es gibt nun mal Situationen, wo man das nicht darf...

Ich bin traurig, aber eigentlich noch viel zorniger über die Pinguine, die alles, nur keine Hilfe sind...

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

12.02.2013 17:27
#2 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Mein Beileid! Und du schilderst da ziemlich genau die Situation, die mir in Zukunft höchstwahrscheinlich auch mal ins Haus steht. Und vor der es mir heute schon graust. Wirklich eine Abscheulichkeit, diese Neuapostelei!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

weitweg Offline




Beiträge: 1.176

12.02.2013 17:32
#3 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Es geht ja noch weiter, die Urnenbeisetzung findet nur im engsten Kreis statt, ohne den ganzen Klimbim. Aber zwei Tage später ist dann der Trauer-GD. Obwohl ich schon mehrmals getönt hatte, dass ich niemals in meinem Leben wieder eine Kirche zu religiösen Zwecken betreten würde, komme ich auch hier nicht umhin, hier dabei zu sein - alles Andere wäre ein Affront, den ich meiner Mutter nicht antun kann und auch nicht will. Ich kann nur hoffen, dass ich nicht die Beherrschung verliere, dass das Gelaber nicht allzu schlimm wird...
Mir graust es schon jetzt davor, dass ich wohl 100 Leuten die Hand geben soll ...

Zitat von lorenzolo im Beitrag #2
Wirklich eine Abscheulichkeit, diese Neuapostelei!

Warum verbietet niemand dieses heuchlerische Getue, oh Mann, ich könnte .... nein, das darf man nicht sagen, aber denken kann ich was ich will ...

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

gug ( gelöscht )
Beiträge:

12.02.2013 18:32
#4 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

weitweg, mein Beileid zu deinem Verlust!
Bestimmt kannst du deiner Mutter auch ohne dieses NAK-Gelaber eine bessere Stütze sein. Egal, ob sie es merkt oder nicht.

Schnoogele Offline




Beiträge: 239

12.02.2013 19:36
#5 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Erst mal mein Beileid. Ich kann dir sagen wie ich die Trauerfeier in der NAK durchhielt.
Ich hab so ein ähnliches Tshirt unter dem Hemd getragen. http://ecx.images-amazon.com/images/I/41...oQL._SX342_.jpg
Hat zwar keiner gesehen ab es hat mich ungemein befriedigt und konnte das Gesülze deshalb ohne aufsteigende Wut überstehen

katzenmutter Offline



Beiträge: 846

12.02.2013 20:03
#6 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

weitweg, auch von mir mein Beileid.

viel Kraft für die kommende Zeit wünscht dir die Katzenmutter

Admin Offline




Beiträge: 4.735

12.02.2013 20:06
#7 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Auch ich möchte Dir mein herzliches Beileid aussprechen.

________________________________________
---------------
Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

Vezelay Offline



Beiträge: 456

12.02.2013 20:49
#8 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Weitweg, auch von meiner seite mein Beileid - es ist nicht einfach und es gibt viele kluge Sprüche. Mir steht dieser Tag der Beerdigung meiner Eltern auch bevor, in naher oder ferner Zeit. Ich sage mir, dass es die Grabrede sein wird für meine Mutter, meinen Vater - Pinguin hin oder her, ja - man könnte darauf verzichten...

ruthie Offline




Beiträge: 176

12.02.2013 22:38
#9 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

auch meine herzliche anteilnahme, weitweg. viel kraft wuensche ich dir! fuer den bevorstehenden gd wuensche ich dir, dass du deine ohren auf durchzug stellen kannst.

--------------------------------------------------

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“

Anaïs Nin

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

13.02.2013 06:58
#10 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Meine Anteilnahme zum Tod Deines Vaters, weitweg.

Ja weitweg, es ist erschütternd.
Der Bezug zur verstorbenen Person verhindert den Eklat. Unmenschlich viel Kraft kostet es alleine, sich zusammenzunehmen und zu berherrschen.
Ich kann als ehemaliges Mitglied nicht unvoreingenommen sagen, da ist doch nichts 'schlimmes' an der NAK-Trauerzeremonie. Doch, ist es!
Die persönliche Wahrnehmung ist geprägt von allen negativen Erinnerungen an die NAK, die Empfindungen sind fast unbeschreiblich... schlecht.
Nichts tröstliches, nichts verbindendes, nichts was an Nächstenliebe erinnert. Gar nichts.. und in den Momenten, wo der Mensch zutiefst und am meisten leidet ist dort.... das alleingelassene Herz.
Es nutzt nichts... die (berechtigte) Aversion gegen die NAK ausblenden funktioniert nicht einmal dem Verstorbenen zuliebe... scheint oder ist sogar unmöglich.

Ich habe bei solchen Anlässen mit geschlossenen Augen die ganze Zeit stumm sowas von laut innerlich geschrien... vor Schmerz und Wut. Bevor es unerträglich geworden ist, half/hilft wirklich nur... den Geist ausschliesslich auf die geliebte Person zu konzentrieren und nicht zuzuhören. Leider.

Viel Kraft weitweg.

Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

weitweg Offline




Beiträge: 1.176

13.02.2013 07:56
#11 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Danke euch allen für die Anteilnahme, ich denke, dass ich die bevorstehende Veranstaltung mit der "Durchzugsmethode" packen werde. Etwas hoffnungsvoll stimmt mich die Aussage des Pinguins im Trauergespräch, dass das Ganze nur 20 - 25 Minuten dauern würde - das ist zu schaffen.

Bei der Gelegenheit eine Frage:
Natürlich findet nach der Trauerfeier ein "Leichentrunk" (was für ein scheußliches Wort) statt, ausschließlich auf Wunsch meiner Mutter, die das für unabdingbar hält. Wie steht ihr dazu ? - Wenn es nach mir ginge, hätte ich das verhindert, das passt einfach nicht zusammen, erst bei der Trauerfeier Ergriffenheit und Trauer zur Schau stellen und dann wenige Minuten später in einer Kneipe bei Kaffee und Hefezopf und was weiß ich noch alles ein eher gemütliches Beisammensein veranstalten - hier werde ich mich ebenso beherrschen müssen, dass ich die ganze Baggage nicht einfach rückwärts die Treppen hinunterwerfe ...

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

weitweg Offline




Beiträge: 1.176

13.02.2013 07:58
#12 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Zitat von Schnoogele im Beitrag #5
Erst mal mein Beileid. Ich kann dir sagen wie ich die Trauerfeier in der NAK durchhielt.
Ich hab so ein ähnliches Tshirt unter dem Hemd getragen. http://ecx.images-amazon.com/images/I/41...oQL._SX342_.jpg
Hat zwar keiner gesehen ab es hat mich ungemein befriedigt und konnte das Gesülze deshalb ohne aufsteigende Wut überstehen

Dafür reicht die Zeit nicht mehr, ist aber eine interessante Idee, ich habe mich aber standhaft geweigert, mich in das traditionelle Pinguinkostüm zu werfen (schwarzer Anzug, weißes Hemd und schwarze/dunkle Krawatte) - diese Kombination wird nie wieder zu meinem Outfit gehören

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

Lily Offline




Beiträge: 1.387

13.02.2013 08:10
#13 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Lieber weitweg, ich möchte dir ebenfalls mein Beileid ausdrücken. Und dir viel Kraft für die noch kommende Zeit wünschen. Du schaffst das. Zumindest wünsche ich dir das von Herzen. Auch wenn ich dich nicht persönlich kenne.

Der Todesfall und die Urnenbeisetzung etc. meiner Mutter liegt ja noch gar nicht so weit zurück, es sind jetzt mal gerade so 13 Wochen ungefähr. Es ist schon ein unbeschreibliches Gefühl, z.B. beim Trauergespräch da zu sitzen und sich anhören zu müssen, was da in der jenseitigen Welt alles so abgehen soll in diesem Moment, wie sich meine Mutter und mein Vater wohl in die geistigen Arme gefallen sind beim Wiedersehen.. wie gut es den Eltern jetzt wohl geht.. oder meine Schwester die erzählte, sie habe geträumt, meine Ma hat sich bei ihr gemeldet und gesagt, wie schön es sei und wie wohl sie sich fühle.. (Hä? Hätte sie sich nicht besser bei mir Ungläubigen melden sollen um mir zu zeigen, dass es ein Leben hinterher gibt? Welche Unlogik in diesem angeblichen Erleben).

Ich habe es hinter mich gebracht, erhobenen Hauptes (wenn vielleicht auch nur innerlich), mein Vorteil liegt vielleicht darin, dass ich mit dem Vorsteher ganz gut befreundet bin, er mir allenfalls leid tut ob seiner Einstellung, aber ihm nicht böse bin.

Die Trauerfeier selber war in sofern "erträglich" als das wir auf den Trauerbriefen haben schreiben lassen: Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen... Meine Mutter wollte das so bei der Beisetzung meines Vaters, so war es ein leichtes für mich das zu übernehmen. Während der Beisetzung habe ich versucht, mich nicht aufzuregen über das Gesagte, sondern mir meine eigenen Gedanken gemacht. Über die Vergänglichkeit eines Lebens, über das Gute, das Schlechte, darüber, dass es so entgültig ist und darüber, ob ich mir Vorwürfe zu machen hätte in Bezug auf die letzten Lebensjahre meiner Eltern hier an meinem Wohnort (bin dabei zu einem entschiedenen NEIN gekommen).

Was den Trauerkaffee angeht, bin ich davon nicht unbedingt ein Befürworter, ich könnte auf so was auch verzichten, aber da es Tradition hat haben wir es natürlich gemacht. Und ich muss dazu sagen, es ist das Schlechteste nicht. Man wird wieder etwas lockerer (das Sterben gehört zum Leben nunmal dazu), man kann sich mit dem einen oder anderen austauschen (man ist ja nicht mit jedem im Klinch) und geht innerlich aufgeräumter nach Hause. Die Trauergesellschaft bestand ja nicht nur aus NAKlern, denn alle meine Onkel und Tanten, sowie Cousins und Cousinen und Anhang sind nicht in dieser Kirche. Meine Eltern waren da Einzelkämpfer in dieser Familie.

Nochmal: Ich wünsche dir Kraft und eine innere Sicherheit für kommende Situationen.

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

13.02.2013 08:37
#14 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Wie ich dazu stehe?
Es ist völlig legitim, dort gar nicht oder nur ganz kurz zu erscheinen.

Habe eine grosse Verwandtschaft, in der alles vom fanatischen Fundamentalisten bis zum Atheisten vertreten ist und schon einige Beerdigungen mit ihnen durchleben müssen.
Ich ahne bereits vorher, bei welcher Beteiligung ich es vorziehe, gar nicht hinzugehen.
Das bestimmt mein Bezug zur verstorbenen Person und ein Anrecht auf sein (gutes) Ansehen.
Ich bleibe überwiegend fern und dann für den Verstorbenen, denn es gibt welche... bei denen ich sonst die Beherrschung sicherlich verlieren würde.

Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

grappa Offline




Beiträge: 282

13.02.2013 09:15
#15 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Auch von mir, ich kann mitfühlen, mein herzliches Beileid.

Zum Leichentrunk: was würde ich da wohl empfehlen?

Zum Outfit:
Schwarz-weiß, als mein Vater verstorben war (während ich im Ausland war, ich kam gerade zur Trauerfeier zurecht), hielt ein Ap die Trauerfeier. Von ihm erhoffte ich mir damals noch (treu und doof) Trost. Als der Ap dann mit einem Weihwasserwedel den Sarg bespritzte, bin ich aus allen Wolken gefallen. Da war ich dann wirklich traurig.
Als mein Bruder gestorben war und ein Ap den Trauergottesdienst hielt (den er voll mit Lügen über die gute Beziehung zwischen den beiden stopfte), erschien ich mit Hose und Hemd und einer gemusterten Krawatte. Den Leichentrunk, eine halbe Flasche hochwertigen Whisky, teilte sein Sohn mit mir exklusiv. Das tat gut.
Zur Trauerfeier meiner Mutter bin ich gar nicht mehr gegangen. Ich finde, es war besser bei Beiden bis zum Tod anwesend zu sein anstatt sich hinterher "tröösten" zu lassen. Den Trost brauchte ich nicht. Versäumte Gelegenheiten hatte ich nicht zu beklagen.

Affront? phhfff.

katzenmutter Offline



Beiträge: 846

13.02.2013 09:24
#16 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Weitweg, es gehört einfach in vielen Gegenden dazu und manchen Angehörigen ist es ein wirkliches Bedürfnis , einen - bei uns heißt es Leichenschmaus - zu geben. Man sollte zusammensitzen, sich an den Verstorbenen erinnern und darüber reden. Allerdings bin ich unbedingt dafür, das zu beenden, bevor harte Getränke auf den Tisch kommen.

ich wünsche dir alle Gute
Grüßle die Katzenmutter

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

13.02.2013 09:29
#17 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Hallo weitweg,

meine herzliche Anteilnahme zum Tod Deines Vaters.

-------------------------------------------------
Bin BVB-Fan und das ist gut so!

Thomas Offline



Beiträge: 168

13.02.2013 14:49
#18 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Zitat von weitweg im Beitrag #3
Es geht ja noch weiter, die Urnenbeisetzung findet nur im engsten Kreis statt, ohne den ganzen Klimbim. Aber zwei Tage später ist dann der Trauer-GD. Obwohl ich schon mehrmals getönt hatte, dass ich niemals in meinem Leben wieder eine Kirche zu religiösen Zwecken betreten würde, komme ich auch hier nicht umhin, hier dabei zu sein - alles Andere wäre ein Affront, den ich meiner Mutter nicht antun kann und auch nicht will. Ich kann nur hoffen, dass ich nicht die Beherrschung verliere, dass das Gelaber nicht allzu schlimm wird...
Mir graust es schon jetzt davor, dass ich wohl 100 Leuten die Hand geben soll ...
Zitat von lorenzolo im Beitrag #2
Wirklich eine Abscheulichkeit, diese Neuapostelei!

Warum verbietet niemand dieses heuchlerische Getue, oh Mann, ich könnte .... nein, das darf man nicht sagen, aber denken kann ich was ich will ...


Zunächst meine aufrichtige Anteilnahme zum Ableben Deines Vaters!

Es gibt eine Möglichkeit, auf das Händeschütteln zu verzichten. Der DL braucht nur eine Mitteilung nach dem Zeremonien zu machen und auf Rücksicht der Trauernden hinweisen, dass diese den GD-Raum verlassen, während der Chor singt. Das ist hier in Franken übliche Praxis. Allerdings muss das Deine Mutter wollen, was ich fast bezweifle, denn ich vermute, sie braucht diese Anteilnahme aus ihrer Gemeinde. Du selbst kannst und solltest darauf verzichten. Bespreche das mit Deiner Mutter.

Thomas (ts@bf-nak.com)

Engelchen Offline




Beiträge: 6.332

13.02.2013 14:54
#19 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Thomas, das finde ich SEHR GUT !

Ich sammle schon mal alle Anregungen für den Fall der Fälle!
Händeschütteln wollen wir nämlich auf keinen Fall! Ich finde, das ist eine Zumutung.

-------------------------------------------------
Bin BVB-Fan und das ist gut so!

Eisblume Offline




Beiträge: 3.396

13.02.2013 17:11
#20 RE: Ich bin erschüttert ... Zitat · antworten

Ja das wird auch in NRW so gehandhabt,
und die, die diese körperlichen Zuwendungen der 'Geschwister' benötigen, haben und bekommen auch diese Möglichkeit, während sich die anderen rausziehen können.

Wer Einfluss auf die anschliessende "Feierlichkeiten" nimmt bzw. sie organisiert,
der kann auch festlegen, wer die entsprechene gesonderte Einladung dorthin bekommt.
Da ist dann ein Zusatzkärtchen in der an die Angehörigen und Bekannten geschickten Traueranzeige. So ein wenig kann so evtl. verhindert werden, das "die falschen Leute" aufeinandertreffen. Ganz vermeidbar ist das allerdings... nie.

Was soll das auch... Jahrzehnte sehen sich bestimmte Menschen nicht, auf einmal hocken sie dann alle am grossen Tisch beieinander... und los geht's?
Ist doch dann auch drauf verzichtbar.
Es gibt bestimmte Dinge, die ich auch auf Wunsch anderer Menschen hin nicht tun würde. Ich entscheide mich Situationsbedingt, wenn es dann soweit ist.

Eisblume.

__________________________________________________
Jeder Tag ist ein kleines Leben,
jedes Erwachen eine kleine Geburt,
jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes zu Bett gehen und Einschlafen ein kleiner Tod.
~ Arthur Schoppenhauer

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor