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Dieses Thema hat 131 Antworten
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 Die NAK und das soziale Engagement
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Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

20.07.2013 01:53
#41 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Hallo "gug",

ich möchte den Ergebnissen der Verhandlungen nicht vorgreifen, bitte Dich aber, den Stammapostel anzumailen und die Antwort auf Deine Anfrage hier einzusetzen. Wenn Du den Mut hast und Initiative ergreifst, dann sieht auch der Stammapostel das Interesse an der Problematik.

Ich bin gespannt auf Deine Initiative, genau wie Du Interesse an den mir vorliegenden Anworten zeigst. Bitte zeige in dieser Form auch Eigeninitiative (nicht nur tatenlos und distanziert ängstlich beobachten als anonymer "Internetschreiberling" in dem Sinn, es geht mich persönlich nichts an) und ehrliches Interesse am Schicksal der Asylbewerber.

Werte diesen Beitrag bitte nicht als Angriff, sondern als Motivation für Ehrlichkeit. Vielleicht könnten durch Deine Vorbildhaltung auch die anderen Diskutanten ermutigt und aus ihrer Resignation oder ihrem Zynismus/Menschenverachtung (s. "NAKtuell") herausgeführt werden.

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

20.07.2013 07:02
#42 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat
Werte diesen Beitrag bitte nicht als Angriff, sondern als Motivation für Ehrlichkeit. Vielleicht könnten durch Deine Vorbildhaltung auch die anderen Diskutanten ermutigt und aus ihrer Resignation oder ihrem Zynismus/Menschenverachtung (s. "NAKtuell") herausgeführt werden.



Fühle mich als Mitdiskutant jetzt auch etwas angesprochen möchte aber gleich betonen das Ich absolut kein resignierter Menschenverächter bin. Zynismus, ja das gehört zu mir und wie ich meine auch zu einem gesunden Menschenverstand wie z.B. auch der Humor. Zynismus an der richtigen Stelle angebracht, ist oft wie das "Salz in der Suppe". Was ich allerdings gelernt habe ist das Ich mir den "Schuh" jedes "Weltenschickschalles" nicht mehr anziehe. Das soll nicht heißen das Ich Aktivitäten wie Sie hier unternommen werden nicht begrüße. Ich wünsche dabei viel Erfolg und denjenigen welche die "Fäden", d.h. nicht zuletzt auch das Geld in der Hand haben, viele Wohlwollende und Emphatische Momente bei Ihren Entscheidungen. Allerdings sehe Ich in diesem Fall nicht, was eine Motivation zu Ehrlichkeit hier für eine Bedeutung hat. ... Gerne lasse Ich mich aber dazu auch Belehren.

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

21.07.2013 15:35
#43 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zynismus ist die Unfähigkeit oder der Unwille dazu, immer weiter an einer der vielen allgemein üblichen Verlogenheiten teilzunehmen. Zynismus ist, wenn unbequeme Wahrheiten hervorbrechen müssen. Wenn es nicht mehr anders geht. Z. B. das Aufkündigen der allgemeinen neuapostolischen Zwangsgrinserei. Das Aufreißen des Bandes, das eine geheuchelte "Harmonie" zusammenhält. Danach purzeln all die unschönen Inhalte zu Boden...

Die wahre "Menschenverachtung" liegt nicht im Zynismus sondern im Versuch, solche Verlogenheiten aufrecht zu erhalten.

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

22.07.2013 14:09
#44 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten
Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

23.07.2013 12:20
#45 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Danke für den Link. Der Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg K.d.ö.R. Wolfgang Nadolny hat zwischenzeitlich auch ein Schreiben von mir bekommen mit der Bitte um Unterstützung der Asylbewerber in Berlin, da in Berlin sogar zwei neuapostolische Kirchengebäude nicht genutzt werden bzw.leerstehen,in Berlin Neukölln, Rungiusstraße 18 in 12347 Berlin und Berlin Reinickendorf, Weiße Stadt, Gotthardstraße 11 in 13407 Berlin.

Weiter wurde die Errichtung eines Wohnzeltes mit entsprechenden Toilettencontainern vorgeschlagen. Natürlich bleibt dem Bezirksapostel Nadolny vorbehalten, in welcher Form eine Unterstützung der Asylbewerber im Rahmen ökumenischer Diakonie möglich wäre. Eine Menschenrechtsorganisation wurde über mein Schreiben informiert und beobachtet interessiert das Engagement der NAK in dieser Hinsicht.

Ich habe damit dem Wunsch des neuen Stammapostels Jean-Luc Schneider in seinem Schreiben vom 19. Juli 2013 entsprochen, jeweils zuerst den Bezirksapostel zu kontaktieren, bevor ich Verbindung aufnehme zu den Behörden. Es bleibt abzuwarten, mit welchem Engagement die NAK in Hamburg und Berlin sich in tätiger Nächstenliebe einsetzt. Das Ergebnis der Bemühungen der NAK wird dann auch in der Öffentlichkeit über die Presse entsprechend hervorgehoben werden. Tatenlosigkeit seitens der NAK wäre aber nicht hilfreich für die betroffenen Menschen und letztendlich nicht für das Ansehen / Glaubwürdigkeit der NAK als "Kirche im Vollsinn".

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

23.07.2013 14:52
#46 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat
Errichtung eines Wohnzeltes mit entsprechenden Toilettencontainern


Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Herren Apostel sich mit sowas beschäftigen? Die Erde ist ein Jammertal, und das ist auch richtig so vom Herrn eingerichtet, damit wir ausgerichtet sein mögen auf das, was danach kommt! Sich mit einer Verbesserung des hiesigen Lebens zu befassen, wäre ja ein grober Fehler. Auf die Erringung des Heils in der Ewigkeit kommt es an. Alles andere ist völlig nebensächlich!

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Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

23.07.2013 16:39
#47 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat von Lorenzolo
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Herren Apostel sich mit sowas beschäftigen?


Diese Integrations-Aktion wäre übrigens aber nicht die erste. Als aus dem zweiten Weltkrieg die letzten Kriegsgefangen zurück kamen, wurde den jungen NAK-Schwestern empfohlen, wie auch immer, sich in diesen Kreisen nach Ihrem Zukünftigen umzuschauen. Wobei dabei viele der Soldaten aus den Oststaaten stammten. Hier im Süden gibt es dafür zig Beispiele. ... Ja gar viele die Ich Persönlich kenne oder kannte. Letztendlich aber wurden die nach "frischem Wasser etc." lechzenten Soldaten auch quasi durch das "Weib" dann gleichzeitig auch der "Herde Christi" zugeführt. ... Also, mehr oder weniger erstmal "Zwangs-Apostolisiert", und zu einem späteren Zeitpunkt dann oft auch in Amt und Würde gesetzt. ( D.h. nach der weltlichen Zwangsarbeit kam dann die göttliche Fronarbeit im Weinberg des Herrn )

Kennt jemanden von Euch auch solche Familienkonstellationen, wo der damalige "Ernährer" aus den östlichen Staaten ... wie z.B. dem heutigen Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien etc. kam?

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

23.07.2013 17:07
#48 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat
Letztendlich aber wurden die nach "frischem Wasser etc." lechzenten Soldaten auch quasi durch das "Weib" dann gleichzeitig auch der "Herde Christi" zugeführt.

Der (gute?) Zweck heiligt die Mittel! Aber natürlich hält jeder seine eigenen Zwecke für "gut"...

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gug ( gelöscht )
Beiträge:

23.07.2013 20:24
#49 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

"Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig."
Karl Marx

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

24.07.2013 12:46
#50 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat von gug im Beitrag #49
"Wenn der Zweck die Mittel heiligt, dann ist der Zweck unheilig."
Karl Marx

Aber so kategorisch ist das auf jeden Fall falsch. Siehe etwa die Amputation eines völlig kaputten Beins. Da sind schon grobe Mittel im Einsatz, aber um Leben zu retten sind sie angebracht. Und bei der "Heimholung" eines "Abgefallenen" müsste aus Sicht der konsequenten Gläubigen dasselbe Prinzip gelten. Schließlich geht es ja (meinen die) um das Allerwichtigste überhaupt: Um das "ewige Leben"!
So ein richtig abgedrehter "Glaube" ändert vieles...

Für den konsequent frommen Moslem kommt sogar das grobe Mittel des Selbstmordattentats infrage. Natürlich heiligt für Allah der Zweck die Mittel. Und beim Gott der Christen und Juden ist es kein Haar anders. Man beachte die Scheußlichkeiten, für die der Gott der Bibel verantwortlich sein soll! Völkermord und Mord an Kindern und Unbeteiligten, aber bestimmt nur aus "Liebe"...

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Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

25.07.2013 15:20
#51 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

"So ist die Religion die allgemeine Theorie der menschenunwürdigen Welt der Ausbeutung und Unterdrückung, `ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund´(Marx)."(zitiert aus Kleines Wörterbuch der Marxistisch-Leninistischen Philosophie, Dietz Verlag Berlin 1974, S.247)

aber

"Die Einheit dieses wirklich revolutionären Kampfes der unterdrückten Klasse für ein Paradies auf Erden ist uns wichtiger als die Einheit der Meinungen der Proletarier über das Paradies im Himmel"(Lenin).(ebd.)

Aber zurück zum Thema. Nach einem heutigen Telefonat mit dem ehemaligen Gemeindevorsteher der Gemeinde Hamburg - Altona wurde mir mitgeteilt, dass die Gottesdienste der NAK nun in Hamburg - Blankenese stattfinden und nicht wie von manchen Mitgliedern der NAK aus Hamburg behauptet in Hamburg -Rissen oder Hamburg - Wedel.
Das große Kirchengebäude der NAK in Hamburg - Altona steht nach Aussage des Gemeindevorstehers weiterhin ungenutzt leer. Verschiedene Konzeptionen für die Nutzung des Kirchengebäudes liegen vor, aber bis zur Entscheidung wird noch viel Zeit vergehen. Ein Abriss ist nicht geplant, sondern ein Einbau von Wohnungen. Da der Bezirksapostel Krause sich nach der Anfrage hinsichtlich der Unterstützung der Asylbewerber unangekündigt in den Sommerurlaub verabschiedet hat, kann über eine derzeitige Nutzung des Kirchengebäudes nicht entschieden werden. Die Bauabteilung der NAK in Schwerin unter Leitung von Herrn A. hat keine Entscheidungsbefugnis, weil er zuvor den Bezirksapostel fragen muss. Es gibt also in dieser Frage Nutzung der Kirchengebäude keinen Stellvertreter.
Der Senat ist auch nicht sonderlich an einer Problemlösung interessiert. Die Oppositionsparteien im SPD-regierten Hamburg fordern eine schnelle Lösung. Der sozialpolitische Sprecher der örtlichen CDU Andreas Grutzeck führte aus:„Das Nichtstun des Senates kommt mittlerweile einer Verletzung von elementaren Menschenrechten gleich. Man gewinnt den Eindruck, der SPD-Senat macht lieber Sommerurlaub, während vor der eigenen Türe hunderte Menschen in Not auf Hilfe warten!“ und fordert ein Bleiberecht für die Afrikaner. Wer sich im Stadtteil Altona aufhalte, sei Bürger des Bezirks.

http://www.cdu-altona.de/

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

21.08.2013 11:00
#52 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Wurde heute als sanfte Mahnung versandt:

"Lieber Stammapostel Jean-Luc Schneider,



aufgrund der Problematik im Zusammenhang mit der Versorgung von Asylbewerbern in Deutschland bin ich über meine gewerkschaftliche Arbeit in meiner neuen Wahlheimat Berlin auch in Kontakt mit Vertretern der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gekommen (Seelsorger im Abschiebungsgewahrsam Berlin). Dabei kam meine Kontaktaufnahme mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg zur Sprache hinsichtlich der Bereitstellung von leerstehenden Kirchengebäude der NAK (Hamburg-Altona). Auf dieser Basis erhielt ich dann eine Einladung zu einem weiterführenden Gespräch durch kompetente Verantwortungsträger der Evangelischen Kirche, welche sich speziell mit der Thematik "Asyl in der Kirche" seit Jahren beschäftigen.



Entsprechend Ihrem Ratschlag habe ich aber zuvor rechtzeitig mit meinem für mich zuständigen Bezirksapostel Nadolny Kontakt aufgenommen (s.unten eingefügte Kopie meiner Mail vom 02.08.2013), denn von Geschwistern aus Berlin wurde mir mitgeteilt, dass auch in Berlin sogar mehrere Kirchengebäude der NAK derzeit leerstehen.



Trotz mehrerer Erinnerungen an den Evangelisten H., Telefonaten mit Schwester W. sowie Versendung meiner Mails an das Sekretariat des Bezirksapostels, an den Evangelisten H. als Öffentlichkeitsbeauftragten der NAK und Sprecher bzw. engsten Mitarbeiter unseres Bezirksapostels sowie Zusage von Schwester W. auf Beantwortung meiner Anfragen im Vorfeld des Zusammentreffens mit den Vertretern der Evangelischen Kirche in Berlin erhielt ich bis heute keine Antwort.

Es ist mir unangenehm, Sie auf diesen Sachverhalt hinweisen zu müssen und bitte Sie um kurzfristige Klärung der Angelegenheit über eine Information an den Bezirksapostel Nadolny, sachliche und ernstgemeinte Anliegen und Anfragen von Geschwistern doch zu beantworten.



Mit herzlichen Grüßen



Olaf Wieland




"Lieber Evangelist Hühn,



ich habe soeben mit Schwester W. aus der Verwaltung der NAK Berlin-Brandenburg telefoniert und um Beantwortung meiner E-Mail vom 23.07.2013 (s.unten) gebeten. Da der Bezirksapostel Nadolny nach Auskunft von Schwester W. gerade von einer Reise zurückgekehrt ist, bitte ich Sie, nach Absprache mit unserem Bezirksapostel mir bis zum 08.08.2013 Antwort auf meine Mail zu geben. Am 09.08.2013 habe ich einen Gesprächstermin in Berlin-Kreuzberg mit Vertretern der Evangelischen Kirche und ich möchte dann gerne Rede und Antwort stehen, ob eine Unterstützung der Asylbewerber in Berlin durch die Neuapostolische Kirche (Bereitstellung leerstehender Kirchengebäude, Errichtung eines Wohnzeltes mit entsprechenden Toilettencontainern) ermöglicht werden kann.

Ich entspreche damit auch dem Wunsch unseres Stammapostels Jean-Luc Schneider, welcher mir in einer E-Mail vom 19. Juli 2013 empfahl, bei Vorschlägen zuerst mit den Bezirksapostel zu sprechen, bevor ich mit anderen Behörden in Kontakt trete. Der Stammapostel schrieb mir u.a.:



"Über die Benützung der kircheneigenen Gebäude kann nur der zuständige Bezirksapostel entscheiden"



Über das Ergebnis meines Gesprächs am 09.08.2013 mit den Vertretern der Evangelischen Kirche werde ich Sie detailliert informieren.



In Verbundenheit mit unserem Bezirksapostel verbleibe ich mit herzlichen Grüßen



Olaf Wieland"

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

31.08.2013 10:10
#53 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zwischenzeitlich wurde der Evangelist H. aus dem Sekretariat des Bezirksapostels N. (Berlin-Brandenburg) von mir telefonisch kontaktiert wegen der fehlenden Rückantwort des Bezirksapostels. Etwas ungehalten wurde wegen meiner Mahnung nach fehlender Rückantwort darauf verwiesen, dass der Tag nun einmal nur 24 Stunden habe. So nebenbei erwähnte der Evangelist H., dass die Versorgung bzw. Unterstützung von Asylbewerbern nicht zum Kerngebiet der NAK gehöre, sondern das Hauptaugenmerk auf der Seelsorge läge. Außerdem hätte die NAK auch nicht die entsprechenden Ressourcen, um hier zu unterstützen. Die in Berlin mir von Gemeindemitgliedern mitgeteilten leeerstehenden Kirchengebäude würden noch als Begegnungsstätten der NAK genutzt.

Festzustellen bleibt: Der zuständige Bezirksapostel Nadolny aus Berlin-Brandenburg hat nicht geantwortet, vom zuständigen Bezirksapostel Krause aus Hamburg kam bis jetzt keine Antwort auf meine Anfrage vom 21.08.2013 hinsichtlich der leerstehenden Kirche in Hamburg Altona und der Stammapostel Jean-Luc Schneider, welcher auf die Verantwortlichkeiten der Bezirksapostel verwiesen hat, hüllt sich nun seit dem 14.08. 2013 auch in Schweigen:

Ich wurde vom Evangelisten H. an das Hilfswerk der NAK "NAK-karitativ e. V." verwiesen, von denen ich aber eine aussagekräftige schriftliche Stellungnahme erwarte:

Lieber Bruder L.,

nach einem gestrigen Gespräch mit dem Evangelisten Karsten Hühn aus dem Sekretariat des Bezirksapostel Nadolny (NAK Berlin-Brandenburg) wurde ich an Sie verwiesen. Ich möchte Sie fragen, in welcher Form NAK-karitativ unterstützend wirken kann bei der Unterstützung der Asylbewerber in Deutschland. Der evangelische Bischof Markus Dröge hat in seiner Predigt im Berliner Dom am vergangenen Sonntag u.a. ausgeführt: Wir können nicht alle aufnehmen, die weltweit leiden. Aber wir können unseren Beitrag leisten." Auch unser Stammapostel Jean-Luc Schneider betonte: "Für unseren Nächsten in Not nicht nur beten, sondern auch konkret etwas tun."

Zur Verdeutlichung meines Engagements setze ich meine Korrespondenz an den Bezirksapostel Nadolny für Sie ein. In Hamburg stehe ich diesbezüglich in Kontakt mit unserem Bezirksapostel Rüdiger Krause, dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sowie verantwortlichen Migrationsbeauftragten.

Mit der Bitte um Ihre aussagekräftige Stellungnahme verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Olaf Wieland

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

31.08.2013 11:37
#54 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Uns wurde noch nachdrücklich erklärt, dass man den Notleidenden einen größeren Gefallen tut, wenn man inständig für sie betet, und wenn man alles daran setzt, sie zum Werk des Herrn zu bringen. Und das ergibt auf dem Boden des neuapostolischen Glaubens auch Sinn!
Soziale Wohltaten sind im Grunde nicht vorgesehen. Man kann einen Hund nicht zum Jagen tragen. Und man kann von den Neuapostolen nicht erwarten, dass sie sich um die Verbesserung des diesseitigen Lebens bemühen. Im Gegenteil: Man kann es sogar als eine Gnade Gottes ansehen, wenn man im Diesseits darben und leiden muss. Das sorgt für weniger Ablenkung von der Hinwendung zum ewigen Leben! So wurde uns das noch erklärt, und das macht innerhalb dieses Glaubens auch Sinn!

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Admin Offline




Beiträge: 4.735

31.08.2013 11:52
#55 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

________________________________________
---------------
Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

13.09.2013 09:09
#56 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat von Olaf Wieland
Wurde heute als sanfte Mahnung versandt: "Lieber Stammapostel Jean-Luc Schneider,


Warum macht man es sich den so schwer ? ... Es gibt doch einfachere Lösungen und das Olaf heißt: ... nur den Kirchen-Konzern wechseln. Da fuzt's von "Oben". Nicht wie bei dem möchte gern Gottesmännern ... Versicherungs-, nur Dolar in den Augen-, NAK - Managerverein!

Zitat
Bei einem Besuch im Flüchtlingszentrum der Jesuiten in der Innenstadt forderte der Papst, die Ordensgemeinschaften sollten ihre leer stehenden Klöster „nicht in Hotels umwandeln und damit Geld verdienen“, sondern Flüchtlinge aufnehmen: „Die leer stehenden Klöster gehören nicht uns, sie sind für das Fleisch Christi da, und das sind die Flüchtlinge.“


Zitat
"Es reicht nicht, Brötchen an eine Person auszuteilen, die nachher nicht die Möglichkeit bekommt, auf eigenen Beinen zu sehen. Nächstenliebe, die einen Armen so lässt, wie er ist, genügt nicht. Wahre Barmherzigkeit verlangt nach Gerechtigkeit. Integration ist ein Recht.“



http://www.tagesspiegel.de/politik/katho...en/8776066.html

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

13.09.2013 22:12
#57 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Hallo Ulrich,

ich fühle mich dem Papst verbunden. Danke für Deinen tollen Hinweis.

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

14.09.2013 11:07
#58 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Zitat von Olaf Wieland im Beitrag #57
Hallo Ulrich,
ich fühle mich dem Papst verbunden. Danke für Deinen tollen Hinweis.

Hier nochmal ein Mitstreiter ..

Zitat
Auf die Frage, ob die Bundesrepublik mit der Aufnahme von 5000 Flüchtlingen bereits genug getan habe, antwortete Schneider: "Da geht noch mehr, auf jeden Fall!"


http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-922217.html

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

14.09.2013 15:48
#59 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Die religiösen Labersäcke sind doch da alle gleich. Viel Redenschwingerei ohne Substanz. Der Papst könnte sehr viel Gutes tun, wenn er dafür sorgen würde, dass die Kirche die Hälfte ihres Vermögens verkaufen und für "gute Werke" verwenden würde. ("Verkaufe was du hast und folge mir nach...") Aber für die dummen Gläubigen reicht es völlig aus, öffentlich larmoyante Reden zu schwingen und ein paarmal in einem alten Renault herumzufahren. Propaganda statt echter Aktion. Immer dasselbe.

==> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...s-a-686793.html
Ca. 270 Milliarden Euro Kirchenvermögen, damit könnte man viel Gutes tun, wenn man nur wollte...

Stattdessen nährt die kath. Kirche solche Nattern an ihrer Brust:
==> http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Peter_Tebartz-van_Elst

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Olaf Wieland Offline




Beiträge: 377

25.09.2013 19:48
#60 RE: Hilfe für Asylbewerber Zitat · antworten

Auszug aus meinen Brief an den Stammapostel Jean-Luc Schneider vom 20.09.2013:



"Unterstützung der Asylbewerber in Deutschland

Aus einer christlich-sozialethischen Grundhaltung heraus versuchte ich als Mitglied der Neuapostolischen Kirche im Sinne tätiger Nächstenliebe zu helfen. Dazu gehörte der Einsatz bei der Betreuung der Flüchtlinge aus Bosnien im damaligen sogenannten Containerdorf in Hamburg-Eppendorf sowie die Unterstützung der Arbeit des Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg, bei der im Einklang mit der Neuapostolischen Kirche 6000,00 EURO dem Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ zur Verfügung gestellt werden konnten.
Aktuell engagiere ich mich in Zusammenarbeit mit unserem Bezirksapostel Rüdiger Krause aus Hamburg, dem Oberbürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Herrn Olaf Scholz, der Präsidialabteilung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration unter Einbeziehung der Menschrechtsorganisation „PROASYL“ für die Asylbewerber in Hamburg. Vorgeschlagen wurde die Bereitstellung leerstehender Kirchengebäude der NAK wie beispielsweise in Hamburg-Altona oder die Errichtung eines Wohnzeltes mit entsprechenden Toilettencontainern.
Auch in meiner neuen Wahlheimat Berlin-Pankow nahm ich Kontakt mit unserem Bezirksapostel Nadolny (Berlin-Brandenburg) über den Öffentlichkeitsbeauftragten Evangelist Karsten Hühn sowie Vertretern der Evangelischen Kirche auf mit dem Ziel, dass die Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg ihren Beitrag leisten möge bei der Hilfe und Unterstützung unserer ausländischen Mitbürger in Berlin. Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche Berlin e. V. bestätigte mir in einem Schreiben vom August 2013 in Hinblick auf meine weitere gewerkschaftliche Tätigkeit u. a.:

„Anknüpfend an seine gewerkschaftliche Arbeit im ver.di Landesbezirk Hamburg im Fachbereich 3 – Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen und in der Betriebsorganisation ist er nun in Berlin auf Grundlage seiner sozialethisch-christlichen Grundhaltung sehr engagiert in der Mithilfe bei der Unterstützung der Asylbewerber sowie im Kampf bei der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt.“

Ich stehe mit dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Markus Dröge (1) , mit dem ich am 01.09.2013 nach dem Festgottesdienst zum 100. Jubiläum der Hoffnungskirche Pankow ins Gespräch kommen konnte, auch auf dem Standpunkt, welchen er in einer Predigt im Berliner Dom äußerte: „Wir können nicht alle aufnehmen, die weltweit leiden. Aber wir können unseren Beitrag leisten.“(2)


Es fällt mir schwer, mitteilen zu müssen, dass der Bezirksapostel Nadolny wie auch der Bezirksapostel Krause bisher alle meine schriftlichen Nachfragen im Zusammenhang mit der Bereitstellung leerstehender Kirchengebäude der NAK für die Asylbewerber oder anderweitiger Hilfe über kaltes Schweigen unbeantwortet ließen, obwohl nach Ihrer Aussage vom 19. Juli 2013 als Stammapostel die Bezirksapostel in der Verantwortung stehen, besonders was die Benützung leerstehender Kirchengebäude der NAK betrifft und die Flüchtlinge besonderer Hilfe und Zuwendung bedürfen. Warum haben Sie als Stammapostel meiner Bitte vom 14. August 2013 nach Anmahnung an die Bezirksapostel, ihr Schweigen zu brechen, nicht entsprochen? Nicht nur die beteiligten Behörden und Personen im Kontext der Unterstützungsbemühungen für die Asylbewerber bekommen einen negativen Eindruck von der NAK, auch Ihre in einem Gottesdienst in Dresden-Neustadt gesprochenen Worte verlieren an Glaubwürdigkeit:

„Für unseren Nächsten in der Not nicht nur beten, sondern konkret auch etwas tun.“(3)

Die Katholische Kirche sollte der neuapostolischen Kirche als Vorbild dienen:

„Bei einem Besuch im Flüchtlingszentrum der Jesuiten in der Innenstadt forderte der Papst, die Ordensgemeinschaften sollten ihre leer stehenden Klöster „nicht in Hotels umwandeln und damit Geld verdienen“, sondern Flüchtlinge aufnehmen: „Die leer stehenden Klöster gehören nicht uns, sie sind für das Fleisch Christi da, und das sind die Flüchtlinge.“(4)

Kritisch sei darauf verwiesen, dass die Neuapostolische Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechtes (K.d.ö.R.) in einer Verantwortung steht, denn durch die Verleihung des Körperschaftstatus des öffentlichen Rechtes bringt der Staat zum Ausdruck, dass die damit begünstigte und mit Vorteilen ausgestattete Organisation sich als besonders nützlich für das Allgemeinwohl erweisen sollte. Ausgeprägte eschatologische Hoffnung der NAK und Einsatz für die Erhaltung der Welt sollten sich nicht ausschließen, obwohl die Naherwartung in der NAK die Aufmerksamkeit vorrangig auf den Gemeindeaufbau und die untadlige Führung der Christen bis zum Kommen des Tages des Herrn (Kor 1,8) lenkt. Zu den aktuellen Aufgaben gehört auch, den über Jahrzehnte verfestigten Strukturen der NAK in Richtung apokalyptische Sekte entgegenzuwirken und einen Rückfall in einen Pessimismus apokalyptischer Färbung ( „Botschaft“ des Stammapostels J.G.Bischoff), Quietismus und verbalen Radikalismus entgegenzuwirken.
Wichtig ist den anderen wirklich zu verstehen, was immer auch bedeutet, sich liebevoll in den andern zu versetzen und anderen nicht als beati possidentes (5) gegenüberzutreten bzw. als die Wissenden, die andere zu ihrer Höhe emporheben wollen.

Der Berliner Journalist Thomas Klatt erläuterte in einem Artikel im Zusammenhang mit der 2. Langen Nacht der Religionen am 17. August 2013 in Berlin, an der neben der Neuapostolischen Kirche auch die Scientology-Kirche Berlin e.V. ihre Türen bis in die Abendstunden weit geöffnet hatte:

„Denn mit dem Körperschaftsstatus erhalten Glaubensgemeinschaften Vorteile, etwa das Recht zur Erhebung von Steuern und auf eigene Beamte. Als Körperschaft anerkannte Religionsgemeinschaften sind zur Seelsorge beim Militär, in Krankenhäusern, Strafanstalten und sonstigen öffentlichen Einrichtungen zugelassen. Bei staatlichen Planungsverfahren müssen sie miteinbezogen werden. Und für Missionsreligionen nicht uninteressant: Eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes darf die Melderegister einsehen.“(6)


1. http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Dr%C3%B6ge
2. http://www.epd.de/landesdienst/landesdie...%C3%BCrgerpflic
3. http://www.nak-mitteldeutschland.de/aktu...erherrlichen-1/
4. http://www.tagesspiegel.de/politik/katho...en/8776066.html
5. „Glücklich sind die Besitzenden“
6. Neues Deutschland vom 19. August 2013, Der Staat und die kleinen Religionsgemeinschaften-Bei der 2. Langen Nacht der Religionen in Berlin öffnete eine Vielzahl von Glaubenseinrichtungen ihre Türen“,

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Erstellt im Forum Abtrünnig und ausgestoßen - Gottes verlorene Kinder! von Admin
0 09.09.2010 20:52
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