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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 566 mal aufgerufen
 In der Neuapostolischen Kirche ist alles möglich, auch das Gegenteil!
Admin Offline




Beiträge: 4.735

27.08.2013 10:47
Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

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Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

Vezelay Offline



Beiträge: 456

27.08.2013 11:25
#2 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

...sie war all die Jahre so. Im schreiben wird aber auf das Geschehen zur Zeit Jesu hingewiesen und seinen Aussagen. Aber ich habe nichts gefunden, was die Sendung der heutigen Apostel begründet. Ich kann auch hergehen, eine Religion gründen, mich Apostel nennen, irgendwas verzapfen wie "Ihr müst 12mal um die Kirche laufen, denn 12 ist eine heilige Zahl - ansonsten sterbt ihr in euren Sünden" - und wenn ich dann hart angegriffen und verspottet werde, darauf hinweisen, dass die Menschen zur Zeit Jesu den Herrn selbst und später in seinen Gesandten nicht erkannt haben...

Also, die Beghründung ist mal wieder typisch NAK. Das was begründet werden soll, wird in der Begründung als schon gegeben vorausgesetzt.

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

27.08.2013 14:05
#3 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

Die Frage ob es heute noch Apostel geben muss oder nicht, stellt sich heute eigentlich nur Menschen die selbst von sich behaupten, sie seien Apostel, sich besondere göttliche Vollmachten zuschreiben und deren Anhängern. Die Frage und ihre zwangsläufige Antwort dient der Selbstrechtfertigung einer in christlichen Kreisen unerhöhrten Anmassung.
Die RKK geht nicht soweit ihre Bischöfe Apostel zu nennen. Gleichwohl spenden ihre Bischöfe den apostolischen Segen und es gibt einen grossen Haufen von apostolischen Einrichtungen in der RKK. Dadurch stellt sich diese Frage in der RKK so auch gar nicht. Würde man sie ihr stellen, würde ihre Antwort lauten: Der apostolische Auftrag ist auf die Bischöfe übergegangen, die in der apostolischen Sukzession - Nachfolge - stehen.
Den protestantischen Kirchen stellt sich diese Frage auch nicht. Im Zweifelsfall stehen auch ihre Bischöfe obwohl gewählt in der apostolischen Sukzession, denn ihre neuen Bischöfe wurden zu allen Zeiten von mehreren anderen Bischöfen durch Handauflegung gesegnet. In vielen protestantischen Freikirchen wird diese Frage mit wenn es zur Missionierung notwendig ist, ja beantwortet.
Soweit ich weiss gibt es nur bei den Mormonen und in den apostolischen Gemeinschaften, die fast sämtlich aus der KAG hervorgegangen sind, Apostel. Und in vielen dieser Gemeinschaften finden Prozesse statt in denen die Apostel sich in ihren Vollmachten, ihrer Bedeutung, vor allen der Heilsnotwendigkeit von Aposteln selbst beschneiden.
Was mich erstaunt hat, ist dass Richard Fehr einmal in einer kurzen Sequenz darauf hinwies, dass ja nach dem Missionsauftrag, alle den Auftrag der Apostel erhalten hätten. Doch wie hinterher deutlich wurde hat er damit offensichtlich nur die Pflichten und nicht die Vollmachten gemeint.
Wie es aussieht enthielt das Evangelium nach Matthäus ursprünglich gar nicht den Missionsauftrag und ist er in späteren Kopien enthalten. Doch nimmt man diesen Missionsauftrag wörtlich, biblisch begründet, authentisch von dem jüdischen Wanderprediger Jesus von Nazareth stammend, dann sagt er nichts anderes aus, als dass alle Aufgaben und Vollmachten der Apostel auf alle Jünger dieses Wanderpredigers übergehen. ... und lehrt sie alles einzuhalten, was ich euch gesagt habe.
Wenn man sich aber die Evangelien ansieht, so ist es gar nicht soweit her mit den speziellen Vollmachten der Apostel, denn eigentlich nannte er diese 12 oder waren es doch 70 oder gar 72 Männer nur deswegen seine Apostel, weil er sie schon Mal losschickte um für seine Lehre Werbung zu machen, ob er danach noch weitere Meisterschüler geschickt hat darüber schweigen die Evangelien.
In der Apostelgeschichte und in den Briefen des Saulus-Paulus von Tarsus wird es dann ohnehin fast beliebig, wer sich Apostel nennen darf, da wird aus den Reihen der Jünger einer ausgelost, der zwar noch bestimmte Merkmale haben musste, doch schon bei Barabas und Paulus wird es fast schon beliebig, denn Paulus erfüllt mit absoluter Sicherheit nicht die Bedingungen die noch bei der Nachwahl nötig war. Und doch bezeichnet er sich als Apostel und bezeichnet auch andere Menschen so.
Und das alles hat auch nur einen Wert, wenn man Jesus von Nazareth mindestens als Propheten, wenn nicht sogar als Gottes einziggeborenen Sohn betrachtet und die Evangelien und anderen Teile der Bibel als authentisch und irgendwie von göttlicher Herkunft betrachtet.

Aus meiner heutigen Sicht ist sowohl die Frage: Brauchen wir heute noch Apostel? Und die zwangsläufige Antwort: Ja. Schon eine unerhörte Überheblichkeit. Nur genauso kenne ich die NAK.

Und um dem ganzen noch völlig die Ernsthaftigkeit zu nehmen, stelle ich die Frage: Brauchen wir heute noch Apostel? Und beantworte sie mit: Ja, um die Rechte seines Landes, dessen Regierung und dessen Bevölkerung zu wahren, brauchen Länder Botschafter in jedem Land zu dem sie diplomatische Beziehungen unterhalten.
Also auf staatlicher und völkerrechtlicher Seite sind sie unverzichtbar.

________________________________
Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

27.08.2013 14:13
#4 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

Ich sehe die "Wiederaufrichtung des Gnadenaltars" im 19. Jahrhundert (und damit das plötzliche Auftauchen dieser "Apostel" ungefähr wie folgt, - wenn man es auf das Wesentliche reduziert:

Da war eine Gruppierung von "zwanghaften Predigern" entstanden, die ihr Seelenheil im Wiederkäuen biblischer Inhalte, unter starker Betonung der emotionalen Gruppendynamik, suchte. Soll heißen: Die hatten es sich zum Hobby gemacht, einer Teilgruppe (der Gemeinde) mit biblischen angsteinjagenden und zugleich heilsversprecherischen Predigten "die Eingeweide zum Kochen zu bringen". Das muss denen sowas wie orgastische Gefühle verpasst haben, jedenfalls Machtgefühle und ein Gefühl von Wichtigkeit, sozusagen Alphamännchengefühle. Soweit so schlecht. Dann irgendwann entstand erhöhter Bedarf nach Legitimation dieser Rolle! Denn Prediger bzw. Sekten gab es massenhaft, und alle brachten ihren Zuhörern die Kaldaunen zum Schäumen. Und alle erzählten sie was anderes, forderten aber gleichzeitig Nachfolge ein! Also, wie legitimiert man das eigene Geschwätz, die eigene Rolle in so einer Konkurrenzsituation?

Da muss einem diese Gottesmänner der Trick mit dem Wort "Apostel" eingefallen sein. Man klaut sich einfach diesen Titel, und zwar exklusiv, dann werden sich schon genügend Einfaltspinsel finden, die das für bare Münze nehmen. Dann verankere man den Begriff noch im Namen "neuapostolisch", und schon hat man eine kleine Sonderreligion gegründet... ("Die Schirmmütze macht aus dem dümmsten Kopf ein Geheimnis", hat mal der Kabarettist Dieter Hildebrandt gesagt. Der Titel "Apostel" ist sozusagen eine verbale Schirmmütze... )

Brauchen wir diese sog. "Apostel"? Kommt drauf an wer. Die Apostel brauchen Leute, die meinen, Apostel zu brauchen. Soviel steht fest.

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Vezelay Offline



Beiträge: 456

27.08.2013 15:25
#5 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

Zitat von lorenzolo im Beitrag #4
Da muss einem diese Gottesmänner der Trick mit dem Wort "Apostel" eingefallen sein. Man klaut sich einfach diesen Titel, und zwar exklusiv, dann werden sich schon genügend Einfaltspinsel finden, die das für bare Münze nehmen. Dann verankere man den Begriff noch im Namen "neuapostolisch", und schon hat man eine kleine Sonderreligion gegründet...


Exakt so sehe ich das auch! Da meint eine Gruppe von Männern, man müsse mehr Glauben, mehr Jesuleiden in die Welt bringen - predigt, fühlt sich "geweissagt" und behauptet dann, in der Weissagung habe man von gott erfahren, dass das Apostelamt in genau den Männern wieder aufgerichtet sei. (Ob das in der NAK so war, weiss ich nicht - die Richtung aber passt). Und seither behauptet man, dass es wieder lebende Apostel gibt und nur die APOSTEL, denn Jesu hat die Aufgabe seinen APOSTELN ja weitergegeben, haben das Recht, Sünden zu vergeben, etc....d.h. die Begründung für die Apostelherrlichkeit der NAK baut auf einer Behauptung bzw. vagen Annahme auf.

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

27.08.2013 15:32
#6 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

Im Grunde ist dieser "Schirmmützentrick" derselbe wie im ==> Hauptmann von Köpenick.

Oder wie Betrüger, die in einer falschen Uniform (z. B. Polizeiuniform) auftreten, das ist ja auch ein beliebter Trick...

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

27.09.2013 12:03
#7 RE: Brauchen wir heute Apostel? Zitat · antworten

Die Frage des Thread Themas; Brauchen wir heute Apostel? erübrigt sich dahingehend. Denn die NAK braucht IHRE Apostel ... wegen dem "Alleinstellungsmerkmal". Sonst würde es tatsächlich zu offensichtlich und auch der "dümmste Nak-Gläubige" müsste erkennen, das der Religiösen Kontext nichts anderes, als ein "Einheitsbrei" darstellt.

Zitat
Auf Grund unterschiedlicher Auffassungen in wesentlichen Lehraussagen beteiligt sich die Neuapostolische Kirche jedoch nicht an gemeinsamen Gottesdiensten, Sakraments- und Segenshandlungen. Damit scheiden auch weiterhin gemeinsame Abendmahlsfeiern oder Taufhandlungen sowie Segensspendungen bei Trauungen oder Beerdigungen aus.


http://www.nak.org/de/news/offizielle-ve.../article/12770/

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