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Dieses Thema hat 9 Antworten
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 Die Rolle der Frau in der NAK!
Isa Offline




Beiträge: 5.158

02.04.2007 22:38
Nicht belegt! Zitat · antworten

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„Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.“ - Vergil

Stephan Offline



Beiträge: 25

02.12.2014 21:25
#2 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Um die Bibel zu begreifen, muss man sie historisch lesen.

Mann & Frau –Besitz oder Gleichberechtigung?

- Dekalog (Ex 20,17)
- Älterer Schöpfungsbericht(Gen 2,4b-25)
- Sündenfall(Gen 3)
- Jüngerer Schöpfungsbericht(Gen 1,1-2,4a)
- Lob der tüchtigen Hausfrau(Spr31,10-31)
- Hohelied

Liest man diese Textstellen ganz expliziet, wird man feststellen, dass der Mann nicht über der Frau steht. Historiker wie Bachmann, Witulski und Tloka sehen darin eine Art Gleichberechtigung.

Ehrlich gesagt,...ist das auch gesünder.

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

03.12.2014 10:44
#3 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Zitat von Stephan
wird man feststellen, dass der Mann nicht über der Frau steht.


Bitte begründen! Ich halte es für eine abgemachte Sache, dass Judentum, Christentum, Islam (und andere) patriarchalisch begründet sind. Also dass der Mann grundsätzlich über der Frau steht. Bibel-Belege gibt es ja haufenweise. ==> Hier z. B. ein paar Beispiele. Das musste auch so sein, denn die damaligen Gesellschaften waren eben patriarchalisch. Und natürlich waren die Priester Patriarchen, und sie waren daran interessiert, diesen Zustand zu zementieren, indem sie ihre Machtvorstellungen in die Religion einfließen ließen. Die abrahamitischen Religionen triefen regelrecht vor Patriarch(al)ismus!

Wie also willst du das gute Buch so ("historisch") gegen den Strich lesen, dass das Gegenteil als wahr erscheint? (Und warum eigentlich?)

Historisch lesen bedeutet ja im Grunde, dass man bei den diversen Irrsinnsanweisungen der Bibel sagt: "Das galt damals wegen der historischen Situation, aber heute gilt das nicht mehr." Aber das müsste man dann doch bei sehr vielen (allen?) "Anweisungen" der Bibel machen. Also könnte man nichts mehr so nehmen, wie es da steht. Dann verschwimmt alles im Beliebigen. So hat es das Christentum nie gehalten. So kann eine (organisierte) Religion auch nicht funktionieren!

(Das von dir oben genannte Hohelied ist übrigens mal von irgend jemand als "antiker Playboyartikel" bezeichnet worden. )

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Hypnos Offline



Beiträge: 169

03.12.2014 19:41
#4 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Zitat von lorenzolo im Beitrag #3


(Das von dir oben genannte Hohelied ist übrigens mal von irgend jemand als "antiker Playboyartikel" bezeichnet worden. )




Danke für die Vorlage Lorenz. Ich habe in unserer Trainingsgruppe eine ganze Reihe von Konfirmanden, die zur Zeit regelmäßig den (evang.) Konfi-Unterricht besuchen. In den Pausen haben sie sich regelmäßig beschwert, wie langweilig das wäre. Nun ja habe ich mir gedacht, denen kann geholfen werden.

Deshalb habe ich das "Hohelied" ausgedruckt und mit Kommentaren (nicht von mir) ausgehändigt. Die waren echt baff und haben nun die Pfarrerin gebeten das mal zum Besprechungsthema zu machen und vielleicht in die Konfirmation mit einzubauen. So lernen die wenigstens was fürs Leben und die Pfarrerin hat eine echte Aufgabe.

Stephan Offline



Beiträge: 25

03.12.2014 20:41
#5 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Ich denke das nicht so.


Ein Patriarchat beinhaltet die Führung einer Gruppe - die konnte auch von Frauen ausgeübt werden. Beispielsweise brachte sich ein Mann in eine "gefährliche" Situation, wenn er statt eine Frau zwei hatte. Das klingt zwar zuerst lustig und erotisch, doch wenn bsp. ein Mann seine verwitwete Schwester, Cousine etc. in seinen Bund aufnahm (und das kam oft vor!), dann musste er auch die Kosten verdoppeln. Zudem konnten sich die Frauen auch bei Beschlüssen absprechen.
Kurze Frage: WARUM haben gerade die Männer immer so sehr darauf gepocht, dass sie das Sagen haben? Weil sie es nicht hatten. Offensichtliche Dinge müssen auch nicht bestätigt werden.

Gehen wir mal nach China und Japan: bis zur Einführung des Konfuzianismus (16.Jh.) galten viele Frauen als gleichwertig oder sogar besser als Männer.

Und bevor jetzt jemand kommt und sagt: "Ja, aber... bei Galileo haben sie das aber anders gesagt!" ... muss ich entgegen: Fernsehen hat nicht unbedingt mit Bildung zu tun. Ich verlasse mich auf die Aussagen meiner Dozenten.
DIE sind nämlich schon fertig und verdienen Geld.

Gerade der paulinische Glaube (großer Teil des AT) ist sehr schwer zu verstehen. Daher macht es Sinn ihn nur historisch zu lesen. Wer tatsächlich an Wunder glaubt (die Auferstehung Jesu Christus mal ausgenommen, denn dieses Wunder ist ja unser Kerngedanke des christlichen Glaubens!), der sollte nicht mal ansatzweise darüber nachdenken Theologie zu studieren.
Ich zitiere Prof. Dr. Dr. Witulski (Uni Bielefeld): "Wir trennen strikt zwischen Glauben und Wissenschaft. Der Glaube eines jeden Menschen ist privat und gehört in die Sockenschublade - die Wissenschaft ist das Einzige, was uns interessiert!"

Die Theologie ist vielleicht doch nicht so ganz blöd, wie vielleicht manche glauben...

Mir hat es geholfen.

In einem Punkt gebe ich dir recht: tatsächlich kann man jede beliebige Textstelle so auslegen, wie man will. Das ist gerade das Problem der NAK: da wird sich eine Bibelstelle genommen, und dann gesagt: "Klar. Kapiere ich!" Und das ist eben falsch.

Der geschichtliche Kontext ist eben wichtig.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Stephan Offline



Beiträge: 25

03.12.2014 20:43
#6 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Was hast du gelernt?

Der Gärtner Offline




Beiträge: 2.969

03.12.2014 22:55
#7 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

1:Wenn eine Frau führt heisst das nicht Patriachat sondern Matriachat.
2:Wenn ein Mann zwei Frauen hatte hatte er zwei die für ihn gearbeitet haben.
3:Frauen hatten in dieser damaligen Welt die Klappe zu halten und zu tun was der Chef sagt.Ansonsten gabs Prügel.
4.Wenn dein Dozent sagt im alten Peru konnten die Häuptlinge fliegen dann muß das ja stimmen.Denn er verdient damit sein Geld.
5:Es ist schon komisch das man mit jemanden Wissenschaft betreiben kann den noch niemand gesehen hat.Theologie ist die Wisenschaft vom nichts.

Mann muß das nur logisch bedenken.Denn logisch denken bringt mehr hervor als an toten Sachen zu glauben.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

___________________________
"Ist es nicht sonderbar, daß die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?"

Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

04.12.2014 10:38
#8 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Zitat von Stephan
Wer tatsächlich an Wunder glaubt (die Auferstehung Jesu Christus mal ausgenommen, denn dieses Wunder ist ja unser Kerngedanke des christlichen Glaubens!), der sollte nicht mal ansatzweise darüber nachdenken Theologie zu studieren.


Mit welcher Begründung nimmst du das Auferstehungswunder aus der Reihe der unglaubwürdigen Wunder aus? Wenn ich das richtig lese, lautet deine Begründung: "denn dieses Wunder ist ja unser Kerngedanke des christlichen Glaubens!" (s. o.) Hallo, geht's noch? Soll das eine Begründung sein? Das ist platter Dogmatismus. Glauben wird durch Glauben begründet. Das ist der Weg in die Erkenntnishölle...

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Stephan Offline



Beiträge: 25

04.12.2014 16:41
#9 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

ICH kann doch nix dafür!

Mal nebenbei: das ist Glaube - und da ist meiner Meinung nach jeder frei. Wenn du nicht daran glaubst, wird sich morgen die Welt immer noch drehen. Wir Theologen wissen auch nicht mehr als du, von daher muss schon eine gewisse Eigeninitiative gewahrt sein.

Ich traf mal ein Kindergartenmädchen, das zu mir sagte: "Wenn ich in den Himmel komme, dann bin ich ein Pony - am liebsten Fluttershy!" (siehe My Little Pony) Total süss. Was habe ich gesagt? Sicher, das kann passieren. Ich habe die Theologie einfach mal sein lassen.

Bereue ich auch nicht.

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

05.12.2014 11:58
#10 RE: Nicht belegt! Zitat · antworten

Zitat von Stephan im Beitrag #9
ICH kann doch nix dafür!

Wer dann?
Oder bist du einer von denen, die an einen "Gott" glauben, der an allem schuld ist? (Das hat eine gewisse Logik, denn Allmacht bedeutet ja zwingend auch Allverantwortung! Somit wäre "Gott" der eine große Sünder, der die Lebewesen um Verzeihung bitten müsste!)

Übrigens: Diese "Freiheit des Glaubens" ist doch kein Freibrief, irgend einen totalen Unsinn in seinem Hirn zu beherbergen, oder? Leider denken das viele Gläubige. Wenn dann jemand ihren Glauben hinterfragt und sie keine Begründung finden, dann machen sie eine "fromme Schnute" und ziehen sich auf dieses "Jeder-darf-glauben-was-er-will" zurück. Das ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Wer etwas ohne ausreichenden Grund glaubt (für wahr hält), macht einen üblen Fehler. Diese Art von "Glaubensfreiheit" ist wie die Freiheit, sich die Regentonne auszusuchen, aus der man dreckiges Wasser trinkt!

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