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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 736 mal aufgerufen
 "Große" Reformen in der NAK!
Hypnos Offline



Beiträge: 169

21.05.2015 14:24
Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Mir geht das immer mehr auf den Geist. Wenn ich in den verschiedenen Aussteigerforen so lese, was da den kritischen Mitgliedern nicht passt, was da Einige mit ihren "Bewegungen" und "Vereinen" bewirken wollen, wie wieder andere schimpfen und beim Besuch bestimmter APs dann lieber in eine andere Gemeinde gehen...

Manche kapieren es wohl nie. Diese Sekte ist nicht änderbar! Das ist Fakt! Selbst wenn 99 % der Mitglieder das wollen, dann sollten die sich mal die Struktur, den Aufbau und die Eigentumsrechte anschauen. Und wer bitte von den selbsternannten APs des Züricher Männervereins wird denn so doof sein und den Ast absägen auf dem er sitzt. Und insofern haben die ganzen NAKler gar keine Möglichkeit etwas zu ändern, die Kirche und ihre Leitung hat doch immer wieder betont, dass sich nichts ändern wird und warum auch? Den Herrschaften an den Fleischtöpfen geht es doch gut. Für die ist gesorgt und sie sind ein Leben lang abgesichert.

Wenn nun mir etwas nicht passt, dann mache ich den Mund auf und rede Tacheles, knöpfe mir die Verantwortlichen vor und bin dabei nie zimperlich. Wenn ich innerhalb einer Gruppe nichts bewirken kann, weil es nicht möglich ist und ich keine Handhabe dazu habe, dann verlasse ich diese Gemeinschaft. Aber die Backen aufblasen und rummeckern, aber im Endeffekt weiter treudoof dorthin zu gehen, da fehlt der "A***h" in der Hose. Dann empfehle ich künftig die Klappe zu halten.

Natürlich weiß ich, dass durch die langjährige Zugehörigkeit zu einer Psychsoekte es häufig zu Wahrnehmungsstörungen und Realitätsverlust kommt, aber wenn man doch die Kritikpunkte erkannt, das also mit seinem Intellekt auch kapiert hat, dann hat man die Situation zumindesst teilweise auch realisiert. Ich habe gerade von Einem gelesen, der immer wenn der BAP in seinem Bezirk ist, dann in andere Bezirke ausweicht. Da würde ich eher hingehen und dem mal die Meinung sagen und offen Kritik üben, nicht hintenrum meckern und den Schwanz einziehen. Die KL wird sich noch viel mehr erlauben können, denn denen ist ihre starke Position sehr wohl klar und die treudoofen NAKler watscheln denen weiterhin, gerne auch grummelnd, doch treu ergeben hinterher.

Aber das scheint mir typisch deutsch zu sein. Ein Beispiel gefällig? Bitteschön...Bei uns in der Straße wird viel zu schnell gefahren. Erfolgt eine Radarmessung dann wird sich gegenseitig angeblinkt und selten wird jemand geblitzt, im Radio kommt es obendrein bei uns schon nach wenigen Minuten. Nach dem nun Vertreter des Landratsamtes und der Kommune bei den Anwohnern vorstellig geworden sind, ob sie aus deren Einfahrten, Grundstücken, Kellern und Wohnräumen die Messungen vornehmen dürfen, da wollte niemand seine Zustimmung mehr geben. Aber ich kann doch nicht zuerst meckern und mich aufregen und dann wenn es gilt Farbe zu bekennen den Schwanz einziehen. Gesagt, getan, von meinem Grundstück und von meinen Räumen aus dürfen die gerne messen... Ein Riesenerfolg, so viele Geschwindigkeitsübertretungen hatte der Beamte in 20 Jahren noch nie bei einer Messung und es gibt jetzt bei uns eine ganze Reihe von Fußgängern mehr. Einige haben den Blitz bemerkt und sind tobend zurückgekommen...

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

21.05.2015 15:13
#2 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat
da fehlt der "A***h" in der Hose.

Der ist denen in aufwändiger Predigtarbeit abmontiert worden. Das ist ja das Wesen des "Glaubens": Nachfolge ohne eigenes Denken. Eigentlich ist es ja nicht der "A***h", der fehlt, sondern das Hirn. Bzw. die Funktionen des Hirns, die dafür da sind, mit Konsequenz einen eigenen Weg durch die Welt zu finden. Bei Schafen nur störend.

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

21.05.2015 18:05
#3 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat von Hypnos im Beitrag #1
Mir geht das immer mehr auf den Geist. Wenn ich in den verschiedenen Aussteigerforen so lese, was da den kritischen Mitgliedern nicht passt, was da Einige mit ihren "Bewegungen" und "Vereinen" bewirken wollen, wie wieder andere schimpfen und beim Besuch bestimmter APs dann lieber in eine andere Gemeinde gehen.

Als Ich denn Beitrag, von dem Hypnos hier schreibt gelesen habe, musste Ich auch in mich hineinschmunzeln, denn dabei handelt es sich um denn "Gott erbetenen Schwiegersohn". Dabei wurde Ich zwanzig Jahre zurückversetzt, als noch bei der KISS in Stuttgart die Selbsthilfegruppen der NAK Aussteiger sich traf. Da waren auch so Leute wie z.B. MK dabei, die bis zum heutigen Tage die NAK Reformieren wollen.
Zugegebenermaßen war Ich früher auch ein Befürworter einer Ökumene, nachdem Ich aber "Bibel-treu" handelte... "Prüfet Alles und behaltet das Beste" bin Ich doch dann lieber vom Glauben voll ganz abgefallen.

katzenmutter Offline



Beiträge: 846

21.05.2015 19:13
#4 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

das verstehe ich auch nicht.
Man steht doch nicht im Einssein, wenn man wegfährt wenn der Bez.Ap oder ein anderes missliebiges Amt kommt.
habe das ja schon mal geschrieben. Entweder ich stehe dahinter, oder ich lasse es....

mir legt sich gerade auf den Geist: ach wenn du kalt oder heiss wärest, so du aber lau bist.....

tut mir leid, aber das ist einfach meine Meinung.
ich habe die Konsequenzen gezogen und bin ausgetreten - und richtig froh darüber.

Grüßle Katzenmutter

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

21.05.2015 21:55
#5 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Das geht doch schon viel früher los, als erst dort wo Hypnos ansetzt.

Ich kann mich aus meiner aktiven Zeit daran erinnern, dass in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis, die beide Teil der Kerngemeinde waren heftigst über die Apostel und höheren ATs gemeckert wurde und keine weiteren Konsequenzen gezogen wurden, sondern hier "lieber Apostel" und dort "lieber Ältester". Das ging auch in meiner Familie nach meinem Austritt so weiter. Und wenn ich dann etwas davon sagte, dass sie so eben nicht in der Nachfolge stünden, dann wurde mir gesagt, das hätte ich nicht zu entscheiden und ihnen schon gar nicht zu sagen, nachdem ich ausgetreten bin.
Auch bei so mancher Diskussion im Internet mit den Neuapostolen ist mir das aufgefallen. Was dort alles noch als neuapostolischer Glaube angesehen wird.
Doch als Neuapostole ist man es gewohnt sich selbst und andere anzulügen und etwas vor zu machen. Welche Möglichkeit hat man denn sonst angesichts unerfüllbarer Forderungen und ständiger gegenseitiger Überwachung? Und mit der Zeit ist man das so gewohnt, dass man nicht einmal mehr merkt, wie man sich selbst etwas vormacht, auch unter den Reformern.
Wenn ein Gott tatsächlich diese Forderungen stellen würde, wie sie die NAK stellt, dann wäre ohnehin keiner dabei wenn dann die Treuen geholt würden. Und wenn es nur um die Nachfolge ginge sähe es nicht anders aus. In der NAK geht es den wenigsten darum diese Forderungen zu erfüllen, sondern nur darum so zu tun als würde man es tun und können.
Und was die fehlende Konsequenz betrifft, so ist sie eher typisch für Menschen die in einem autoritären und totalitären System gefangen, für Menschen die mit einem Mix aus Einschüchterung und vager Hoffnung am Ball gehalten werden. Oder welches Entführungsopfer würde wohl auch nur im mindesten mit seinen Entführern kooperieren, wenn es keine Hoffnung hätte vielleicht auf diese Art noch lebend aus der Sache rauszukommen und das nutzen viele Entführer auch.
Solange ich aber auch nur einen Hauch von Hoffnung sehe, ob realistisch oder nicht, werde ich mich daran klammern. Erst wenn ich diese Hoffnung verloren habe, werde ich die letzte Konsequenz ziehen ...

________________________________
Mit der Bibel lässt sich alles beweisen,
auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

21.05.2015 23:14
#6 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat von jürgen im Beitrag #5
Doch als Neuapostole ist man es gewohnt sich selbst und andere anzulügen und etwas vor zu machen. Welche Möglichkeit hat man denn sonst angesichts uünerfüllbarer Forderungen und ständiger gegenseitiger Überwachung? Und mit der Zeit ist man das so gewohnt, dass man nicht einmal mehr merkt wie man sich selbst etwas vormacht, auch unter den Reformern ...

Jürgen wo Du recht hast hast Du recht !

Hypnos Offline



Beiträge: 169

22.05.2015 09:23
#7 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Ich verstehe eben einfach nicht, dass manche da wirklich großes Leid erfahren haben, lange in psychiatrischer Behandlung gewesen sind, selbst gelitten haben bzw. die Kinder haben leiden lassen, in dem sie nicht an Karneval, Kino etc. teilnehmen durften / konnten usw. Auch gab es da teilweise innerhalb der Familien heftigste Auseinandersetzungen über Verbote und Gebote. Da ging oft viel an Lebensqualität und Lebensfreude verloren und wenn es das bei uns in der Familie in den 17 Jahren unserer Zugehörigkeit zu dieser Psychosekte gegeben hätte... ich weiß nicht... so klaglos hätte ich das nach dem Austritt nicht hingenommen. Und doch sagen viele Bekannte ich hätte da schon sehr heftig reagiert.

Bei mir gab es nie ein "lieber Apostel" oder so, sondern ganz normale Ansprache "Herr XY", ich war das nie anders gewohnt. Vor allem aber habe ich denen immer gesagt was mir nicht passte, auch als der AP und die Herren von der Verwaltung/Bauleitung wegen des Neubaus tagsüber auf der Baustelle waren. Denen habe ich fachlich korrekt die Meinung gesagt und sie aufgefordert die Baustelle zu verlassen bevor ich sie eigenhändig hinausbefördere. Da haben sie sich aus dem Staub gemacht und der Älteste bekam dann bei seinem anschliessenden Anruf gleich noch einen Einlauf.

Es fällt mir einfach immer wieder schwer zu verstehen, dass Menschen im Rahmen einer Zugehörigkeit zu einem Verein, einer Partei oder einer Interessensgemeinschaft, wo sie freiwillig mitmachen, ihre Agumentationsfähigkeit und ihren Intellekt einfach hintenan stellen und sich Vorschriften machen lassen, wenn sie selbst genau wissen, dass etwas so nicht geht oder anders besser funktioniert. Von mir aus kann man sich ja im GD zulabern lassen, aber danach muss ich doch nicht auch noch nach deren Pfeife tanzen, im privaten Bereich tun und lassen was diese Scharlatane wollen usw. Bisher dachte ich immer, dass dies mit einer frühkindlichen Sozialisation in sochen Familien zu tun hat, doch haben wir inzwischen Patienten, die erst im Erwachsenenalter in die Fänge dieser Sekte geraten sind und die sich trotzdem strikt an diesen Vorgaben orientiert haben.*kopfschüttel*

Rhetorisch konnte ich es mit den ganzen ATs stets locker aufnehmen und so konnte ich ihre Argumentationen stets leicht zerpflücken. Und wenn sie dann hinter meinem Rücken intervenierten und intrigierten, dann habe ich diese Herrschaften gestellt. Als wir damals ausgestiegen sind habe ich den Scharzkitteln untersagt nochmals mit meiner Familie oder mir Kontakt aufzunehmen und als sie es trotzdem getan haben, gab es eine klare Ansage an den Vorsteher. Der nächste Versuch hatte dann einen Hausbesuch beim Vorsteher zur Folge und ihm mal gezeigt wo der Hammer hängt. Damit war das Problem gelöst.

Ich wüsste nicht was ich mit manchem Versicherungsvertreter getan hätte oder tun würde, wenn einem Mitglied meiner Familie durch diese Sekte ein Schaden zugefügt worden wäre.

Insofern bewundere ich all diejenigen, die hier im Forum von großem Leid berichten und sich beherrschen können die ATs nicht einzeln zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist allerdings die Sprache, welche die ATs sehr gut verstehen und wo sie immer ganz kleinlaut werden.

jürgen Offline



Beiträge: 1.140

22.05.2015 15:47
#8 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Ich beneide Menschen wie lorenzolo, der irgendwann in seiner Jugend raus ist und dich Hypnos, der als Erwachsener in diesen Laden rein und nach 17 Jahren raus ist. Das habe ich, obwohl ich nicht dumm war und obwohl ich schon seit meiner frühesten Kindheit schwer depressiv bin, nicht geschafft. Vermutlich sind Menschen wie lorenzolo und du einfach nicht das typische Klientel für solche Psycho-Sekten, psychisch zu stabil und widerstandsfähig um den Machenschaften dieses Ladens widerstehen zu können. - Was weiss ich?!
Soweit es mich betrifft, war ich nur froh erst einmal aus diesem Laden raus zu sein und hatte im Moment Besseres zu tun als die NAK vor Gericht zu schleifen, das war und ist mein Leben zu ordnen. Sicherheit und Orientierung zu finden, ja zu mir selbst zu finden. Und wenn ich das vielleicht einmal geschafft habe, dann muss ich mir noch überlegen, welche Beweise ich denn ins Feld führen kann, um nachzuweisen, dass die NAK meine psychischen Schäden verursacht hat. Das ist gar nicht so ohne, oder?
Natürlich hat die Zeit in diesem Laden bei mir auch zum A.schschwund und zur Hirnerweichung geführt. Und ich vermute das geht vielen so. Wenn ein Mensch zum eigentlichen Klientel solcher Psychosekten gehört, der braucht keine kindliche Prägung.
Schau einfach mal in die USA, schau ins Militär dort oder in die Boot-Camps, die zeigen dir, wie man Erwachsene Menschen mit ein paar Wochen Drill brechen und dann als biologische Kampfmaschine aufbaut oder umerzieht. Und so etwas ähnliches passiert auch mit Menschen, die in die Fänge solcher Psycho-Sekten geraten. Das ist übrigens auch mit vielen Menschen im Dritten Reich und im real existierenden Sozialismus passiert. Gerade letzterer war nicht nur in Deutschland verbreitet. Doch ich vermute ja schon, dass im anderen Deutschland die Menschen durch die Nazis schon vorgeschädigt waren und deswegen besonders hinterher waren.
Manchmal denke ich durch den Krieg waren viele in der Generation unserer Eltern - Kriegsgeneration - genau das passende Klientel dieser Sekte, und in unserer Generation - Nachkriegsgeneration - waren es viele auch, bei vielen von ihnen und uns konnte sich das Treiben dieser Sekte mit maximalem Schaden auswirken.
Hypnos auch wenn es schwerfällt es ist nicht jeder wie du.

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auch das Gegenteil. (Albert Einstein)

Hypnos Offline



Beiträge: 169

22.05.2015 18:11
#9 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Danke Jürgen!
Solltest Du oder sonst irgendjemand einmal ein Gespräch mit einem der AP oder einem BAP führen wollen, dann bin ich gerne bereit jede und jeden hierbei unentgeltlich zu unterstützen, argumentativ fit zu machen und auf Wunsch auch zu diesen Gesprächen zu begleiten, um diesen Seelenschindern mal tüchtig die Meinung zu sagen.

Du liegst sicher richtig, dass ich kein Mensch bin, der sich etwas gefallen lässt. Ich habe vor 20 Jahren einige Bootcamps erlebt und die Ausbilder sind an mir verzweifelt. Wenn aber aus Nordbaden jemand Interesse haben sollte mental so stark zu werden, dass man wieder voller Selbstbewusstsein durchs Leben gehen kann, dann sagt Bescheid, wir haben hier eine schöne Gruppe, bei der auch immer mal wieder NAK-Aussteiger dabei sind, bis sie ihr Ziel erreicht haben.

weitweg Offline




Beiträge: 1.176

22.05.2015 19:29
#10 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat von Hypnos im Beitrag #9
... um diesen Seelenschindern mal tüchtig die Meinung zu sagen.

Das würde ich sehr gerne tun, ich fühle mich den Kerlen auch durchaus gewachsen, befürchte aber, dass ich während einer Diskussion ausfällig werden könnte, und diese schwäche will ich mir nicht leisten

___________________________________
To the NSA:
Please do not make the effort to save this posting.
It is absolutely harmless

lorenzolo Offline




Beiträge: 4.183

24.05.2015 10:25
#11 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat von jürgen
Manchmal denke ich durch den Krieg waren viele in der Generation unserer Eltern - Kriegsgeneration - genau das passende Klientel dieser Sekte, und in unserer Generation - Nachkriegsgeneration - waren es viele auch, bei vielen von ihnen und uns konnte sich das Treiben dieser Sekte mit maximalem Schaden auswirken.


Bei der Kriegsgeneration passte die Neuapostelei mit Sicherheit "wie die Faust aufs Auge". Der JG Bischoff damals war für die ein "Führer" mit heftigen Anklängen an den kaputt gegangenen Adolf. Wer letzterem nachtrauerte, konnte nahtlos ins NAK-System hineingleiten. Der Apostelglaube mit seinen Heilsversprechungen benützte die gleichen psychischen Wunsch- und Angstmechanismen wie die Nazis, auf religiöser Ebene, aber auch hinein wirkend ins sonstige Leben. (Zum Glück ohne echte politische Macht. Das hätte noch gefehlt...)

Bei der Folgegeneration (wie bei uns) war die Situation anders. Da passte das nicht mehr richtig. Ich habe z. B. für den größten Führer aller Zeiten nur Hass empfunden, nachdem ich in der Schule gelernt hatte, was die Nazis verbrochen hatten. Das übertrug sich zwangsläufig auch ein bisschen auf alles, was ähnlich daher kam. Autoritäres Gehabe, Menschen zur "Nachfolge" zwingen zu wollen (mit allen möglichen Manipulationstricks), usw.: Das war mir zuwider! Und das war wohl für mich der Einstieg in den (relativ flotten) Ausstieg aus der NAK.

Und mach dir bloß keine Selbstvorwürfe, weil du es nicht so zügig geschafft hast! Jeder hat eine andere Geschichte, und alles(!) hat Ursachen, für die man letztlich nichts kann. Das, was die Buddhisten "Karma" nennen ist dermaßen komliziert, und wir haben da keinesfalls die Macht, irgendwas einfach so zu "steuern"!

Schau doch mal hier rein:
==> http://atheisten.org/forum/viewtopic.php?f=5&t=10005 (Studie Glauben/Depression)
==> http://atheisten.org/forum/viewtopic.php?f=10&t=10897 (Das determinierte Glück, oder: Was du warst, das du bleibst)

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"Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen." (Voltaire)

Weltmensch Offline



Beiträge: 1.563

24.05.2015 10:46
#12 RE: Typisch deutsch "meckern" und sonst nichts Zitat · antworten

Zitat von lorenzolo im Beitrag #11

Bei der Folgegeneration (wie bei uns) war die Situation anders. Da passte das nicht mehr richtig. Ich habe z. B. für den größten Führer aller Zeiten nur Hass empfunden, nachdem ich in der Schule gelernt hatte, was die Nazis verbrochen hatten. Das übertrug sich zwangsläufig auch ein bisschen auf alles, was ähnlich daher kam. Autoritäres Gehabe, Menschen zur "Nachfolge" zwingen zu wollen (mit allen möglichen Manipulationstricks), usw.: Das war mir zuwider! Und das war wohl für mich der Einstieg in den (relativ flotten) Ausstieg aus der NAK.


Und bei dieser Geneartion können diejenigen "Stolz" sein die es geschaft haben, zum einen sich selbst aus denn "Sekten-Fesseln" zu befreien und auch die nachfolgende Generation, trotz dieser schwerwiegenden Manipulationen, von diesem Generationen übergreifenden Unrechtssystem, fernzuhalten.

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