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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Ängste in der NAK, bei vielen sind sie allgegenwärtig!
Admin Offline




Beiträge: 4.735

06.04.2007 20:10
Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

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Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:32
#2 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Loreley 61

Diesen Satz von Tilmann Moser > Was würde wohl der liebe Gott dazu sagen > habe ich auch oft zu hören bekommen. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit. Ich habe mich daher oft gefragt, wieso man den lieben Gott eigentlich "lieb" nennt. Ehrfurcht vor Gott laß ich gelten, aber der NAK-Gott meiner Kinheit war nur Angst einflößend.

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„Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.“ - Vergil

Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:33
#3 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Maria

Die Angst vor Gott haben die Kirchen den kleinen Kindern schon Anbeginn ins Herz gepflanzt. Es ist ja so schön einfach die Verantwortung auf eine fiktive Gestalt zu lenken, damit man selbst in einem besseren Licht erscheinen kann. Wie um alles in der Welt sollten dann die Menschen diesen Gott von Herzen lieben? Vor dem Teufel wurde aber auch gewarnt und Angst gemacht. Was war oder ist denn nun schlimmer? Ich finde die Angst vor Gott ist schlimmer, denn er soll ja lieb sein, aber wird immer als Rachegott hingestellt. Es hieß doch immer, wenn du dies oder jenes nicht tust, oder läßt, dann wird Gott dich strafen. Gott straft nicht, denn soviele Strafen könnte er gar nicht aussprechen, geschweige denn ausführen, wie es Menschen gibt, die schlechtes tun, oder zumindest nicht das tun, was die Kirche gerne sieht.

Lieben Gruß Maria

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:35
#4 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Angst und Angstabwehr

Zitat
Konfusius, er zitiert: "Religion, wird häufig als Mittel verwandt, Schuldgefühle zu erzeugen und dadurch Verhalten zu manipulieren. Hier ist gewöhnlich Gott derjenige, den Sie enttäuscht haben. In manchen Fällen lautet die Botschaft, dass Sie nicht in den Himmel kommen, weil Sie sich gegen bestimmte Gebote versündigt haben." (Wayne W. Dyer, Psychotherapeut)



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LG Isa

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:36
#5 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Zitat
Stadler: Die einzige Entgleisung auf diesem Planeten sind wir Menschen, weil wir uns das Recht nehmen, uns zu vermehren und alles zu kontrollieren. Die Konsequenz aus dem homozentrischen Weltbild ist, dass wir versuchen, den Planeten uns anzupassen. Aber unsere Eingriffe sind immer temporär. Denn die Evolution ist viel stärker. Aus biologischer Sicht haben die Ängste der Menschen, so verständlich sie sind, keinen Platz. Sie sind religiösen Ursprungs. Der Laie ist zu lange in die Kirche gegangen und die hat ihm jahrhundertelang erklärt, die Moral habe er nur wegen der Religion. Dabei ist Moral ein Evolutionsprinzip. Wir bringen uns nicht gegenseitig um, weil das für die Menschheit schlecht wäre.
«Mit Gentechnik viele Wunderbare Dinge machen.»
Wir tun es aber trotzdem. Und nicht zu knapp.
Stadler: Nur ganz wenige Leute tun dies - weil die Biologie Keine hundert Prozent kennt. Es gibt eben gute und schlechte Menschen. Mit der Religion kann man aus einem guten Menschen ein schlechten machen. Das Umgekehrte ist noch nie passiert.
Sie erklären die Moral biologisch. Wie steht‘s denn mit der Seele?
Stalder: Wir können sämtliche menschlichen Gene auf einen Haufen werfen, daraus entsteht nie ein Mensch. Das Genom ist ein Manual, kein Bauplan. Es muss also eine Metaebene geben, von der aber niemand weiss, was sie ist. Klar ist nur: Diese macht den Menschenaus. Man kann das Seele nennen, was ich aber nie tun würde. Weil jene, die Seele sagen, auch bereit sind, sich einer «höheren Macht» zu unterwerfen. Darum rede ich lieber von Individualität. Dafür braucht es ganz sicher Keine Religion.
Genau auf dieser Metaebene spielt sich die Sinnsuche der Menschen ab. Was haben Sie dagegen?
Stadler: Auf dieser Ebene hat alles Platz. Deshalb ist grösste Vorsicht geboten. Vor allem, wenn jemand kommt und erklärt, wie man diese «Seele» zu pflegen hat, oder gar behauptet, sie käme von ihm. Ich hoffe auf eine Welt, in der der Humanismus lebt - mit einer Wissenschaft als kleines Transportmittel der Erkenntnis. Bisher hat sie besser funktioniert als jede Religion, die nur zu Kriegen führt. Und das Beste daran ist: Die Wissenschaft lässt im Gegensatz zur Religion die Möglichkeit offen, sich zu irren.
Die Wissenschaft kann sich nicht nur irren, sie kann auch nicht wissen. Darf sie einfach negieren, was es aus ihrer Sicht nicht gibt?
Stadler:Ja. Denn wenn man alles, was man nicht kennt oder nicht erklären kann, zu einem Gott macht, dann sind wir zurück im Mittelalter. Dort gab es Elfen und Einhörner. Warum glauben die Menschen an Märchen, wie sie uns die Bibel vorsetzt? Weil sie Angst haben. Und Angst ist die Mutter jeder Religion. Deshalb auch die Skepsis gegenüber der Wissenschaft. Es ist ähnlich wie bei Asterix und Obelix: Es könnte einem der Himmel auf den Kopf fallen.



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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:37
#6 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Destruktive Religion!

Zitat
Mit destruktiver Religion dagegen wird diese eigentliche Stossrichtung in ihr Gegenteil verdreht. Religion erscheint dann nicht mehr als sinn- und orientierungsstiftend, als etwas, das den Selbstfindungsprozess des Menschen unterstützt und ihm so zu mehr Lebendigkeit verhilft,[i]sondern sie wird bewusst oder unbewusst missbraucht zur Ausübung von Druck, Zwang, Macht, Autorität und Gewalt. Solche zerstörerischen Anwendungen behindern dann die menschliche Selbständigkeit, führen in Unfreiheit und Abhängigkeit, zu Minderwertigkeits- und Schuldgefühlen. Destruktive Religion kann Ängste, ja sogar Wahnvorstellungen hervorrufen. Sie kann krank machen.
Wenn von destruktiver Religion die Rede ist, werden für einmal die Schattenseiten, die missbräuchlichen Praktiken, die gewaltsamen Anwendungen von Religion in den Vordergrund gerückt. Das Unheilvolle an Religion wird zur Sprache gebracht. Ein Blick in die Geschichte des Christentums zeigt eine Fülle von solchen Anwendungen; in den 2000 Jahren seit dem Auftreten von Jesus ist im Namen der Bibel viel behauptet und praktiziert worden - lang nicht alles war im Sinn von Jesus. Im Namen der Bibel wurden aggressive Eroberungskriege geführt, Ketzer und Hexen auf grausamste Weise verfolgt und ermordet, Frauen missachtet und unterdrückt, das jüdische Volk wurde verfolgt und fast ausgelöscht ... Die Geschichte des Christentums ist eine Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung, der Abspaltung und Verteufelung.



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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:40
#7 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Böse Schwester

Ich weiss nicht, wo ich diesen Beitrag unterbringen soll. Einen Thread mit Begegnungen der dritten Art habe ich nicht gefunden.

Ich war in Cuxhaven anlässlich des achtzigsten Geburtstags meines Vaters, des Quälgeistes meiner Kindheit. Er ist mittlerweile ein Wrack, hat sich durch über ein halbes Jahrhundert Fleisch-, Tabak- und Alkoholkonsum zugrunde gerichtet, vegetiert in einem Pflegeheim vor sich hin und kann sich nur noch mühsam mittels eines Gehwagens fortbewegen.
Ich hatte mich und meine Tochter angekündigt und war von meinem Bruder informiert, dass neben meiner geschätzten NAK-feindlichen Tante auch Besuch "von der Kirche" erwartet würde.
Wir kamen mit zweistündiger Verspätung im Haus meines Bruders an und siehe! Die "Brüder" hatten freundlicherweise auf mich gewartet, um die abtrünnige Priesterstochter zu begutachten. Als ich das Wohnzimmer betrat, fiel mir als erstes auf, dass die zwei anwesenden ATs den selben maskenartigen Gesichtsausdruck trugen. Da saß ein (immer noch nicht beförderter) Priester, den ich schon in meiner Kindheit wegen seiner Humorlosigkeit verabscheut hatte und einer, der mir unbekannt war. Mein Körper reagierte auf die Anwesenheit der Inquisitorischen Abordnung mit erhöhter Herzfrequenz und feuchten Händen.

Nachdem sie mir die Hand gegeben und mich mit kaltem Blick angeschaut hatten, verschwanden die beiden bald, und meine Tochter und ich bekamen Kuchen, den meine Tante vor den ATS gerettet hatte.
Sodann tauchten zwei aus meiner Generation auf, einer davon inzwischen Vorsteher. Auch hier fiel mir die typische AT-Maske auf.
Es klingelte noch einmal und "der Bischof" wurde angekündigt (wieder körperliche Reaktionen bei mir). Mein Vater brach mal wieder in Tränen aus ob dieser unverdienten Gnade und man erhob sich von Sesseln und Couch, um den in einen schwarzen Rollkragenpullover gekleideten Gast zu begrüßen. Ich blieb sitzen, auch als der Vorsteher vorwurfsvoll andeutete "Monika, das ist unser BISCHOF!"

Der stellte sich mir mit "Hartwig" vor und überreichte dem Jubilar einen Blumenstrauß "vom Apostel und Bezirksapostel". Oh, nun verlor der von Urinaroma umgebene Greis aber völlig die Fassung und greinte laut: "vom Abossel, buhuhu!"
Peinlich, echt voll peinlich!

Während ich meiner Tante Fotos auf dem Laptop zeigte, hörte ich vom Sofa gegenüber so nebenbei einige Wortfetzen, denen ich entnahm, dass dem Bischof erklärt wurde, wer ich sei.
Direkt angesprochen auf meine Abtrünnigkeit wurde ich nicht und niemand lud mich zu einem Gottesdienst ein.
In einem viel zu langen Gebet dankte der Bischof schließlich dafür, diesen Freudentag erleben zu dürfen. Was für eine Heuchelei! Da hängt ein schnaufender, greinender Greis mit schwappendem Pissbeutel im Sofa und der erzählt einen von Freudentag.

Ich fragte meinen Vater, wie alt er denn noch werden wolle und er wimmerte mit verstörtem Blick: "Hundert, buhuhu".
Er muss panische Angst vor dem Sterben haben, Angst nicht gut genug zu sein für den neuapostolischen Himmel.

Leider war ich während dieses merkwürdigen Nachmittags unbewusst und vergaß völlig, mich selbst zu beobachten. Nun, nächstes Mal werde ich mich besser vorbereiten.

Weiss jemand, was es mit diesem Bischof Hartwig auf sich hat und warum der nach Cuxhaven gezogen ist? Kommt mir verdächtig vor. Zu meiner Zeit war die Kirche in Cuxhaven immer voll. Haben die etwa Mitgliederschwund und wurde Hartwig nach Cuxhaven versetzt, um die Gemeinde wieder flott zu machen?

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:41
#8 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Liebe böse Schwester,

ich denke mal, du meinst diesen Mann hier.

Quelle!

Hier kannst du auch noch einiges nachlesen über ihn, aber viel ist es nicht.

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LG Isa

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

10.09.2010 22:42
#9 RE: Zur Religion gehört die Angst! Zitat · antworten

Böse Schwester

Danke für deine Recherche, genau der ist es.
Ein gewisses (k)lebrig-schleimiges Charisma kann man diesem Knecht Gottes nicht absprechen.
Ich frage mich nur, warum er ausgerechnet nach Cuxhaven gezogen ist.
Als ich meinen Bruder fragte, sagte der, Hartwig sei selbständig als Orgelbauer und hätte an seinem bisherigen Wohnort keine Aufträge mehr gekriegt.
Dass Cuxhaven das Eldorado für Orgelbauer ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Hartwigs Ordinierung zum Bischof fällt zeitlich ungefähr mit seinem Umzug nach Cuxhaven zusammen.
Vielleicht ein Deal unter Brüdern: Du ziehst nach Cuxhaven und bringst die Gemeinde in Schwung, dafür wirste befördert.
Dass jemand freiwillig in das kalte, windige, öde Cuxhaven zieht, halte ich für eher unwahrscheinlich.
Hartwig ist auch v.i.S.d.P. für den in einer Auflage von nur 130 Exemplaren erscheinenden Gemeindebrief der NAK Cuxhaven.
Die ehemalige NAK-Hochburg des Nordens scheint ganz schön zu schwächeln.

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