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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 371 mal aufgerufen
 Die Rolle der Frau in der NAK!
Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 18:12
Die 0! Zitat · antworten

Kopiert aus QV, geschrieben von Skript!

DIE 0

Doch einst schlägt die Stunde da auch Sie dann erwacht,
wo Sie sich frägt - und das ganz behutsam und bedacht;

- sind Männer und wir Frauen, vor Gott nicht alle gleich ?

Mein Macho steht vorne und ich direkt immer hinten dran,
sein Gurru mich sogar als 0 bezeichnen darf, - dann und wann.

Es kommt in Ihr auf eine Ambivalenz ihre innere Stimme, - bisher
überhörend; welche aber über Jahre schon immer lauter schreit

Die biologische Uhr doch unaufhörlich tickt, die Erkenntnis;
Lebenslang als 0 dazustehen, - aber ganz gewaltig schon zwickt.

Und dann kommen die Jahre, mit der 4 oder gar der 5
wo Sie sich dann fragen wird; - wo führt MEIN LEBEN, mich den eigentlich hin ?

LG
Skript

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„Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.“ - Vergil

Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 18:13
#2 RE: Die 0! Zitat · antworten

Kopiert aus QV, geschrieben von Hypnos!

Man muss sich wohl als Frau an der Seite eines NAK-AT´s oder NAK-Hardliners ziemlich einsam vorkommen. Bei uns in der Gemeinde stand die Frau des Vorstehers auch nach jedem GD wie ein begossener Pudel im Foyer. Bei anderen AT´s waren die "Gehilfinnen" auch immer ganz unscheinbare stille, ja richtig verhärmte Geschöpfe. Partnerinnen waren es nicht, oder besser durften sie niemals sein. Wenn ich sehe wie bei einigen mir bekannten AT-Paaren selbst hochintelligente junge Frauen gleich nach der Eheschliessung ihren Job aufgeben, obwohl sie beruflich eine tolle Zukunft hätten, dann nach ein paar Jahren sich um den inzwischen eingetroffenen Nachwuchs kümmern, da kann ich nur den Kopf schütteln. Da wird alles der NAK-Doktrin und dem NAK-Ideal untergeordnet.

An meiner Seite, da brauche ich eine Frau mit Power, die mitzieht, die mich auch fordert, die Partnerin ist, nicht "Gehülfin". Wenn ich mir vorstelle, dass ich mit meiner Frau 5 - 6 x wöchentlich im Training stehe, auch wir öfter mal beim Kampftraining miteinander fighten, ich sie auch mal auf die Matte werfe, sie mit mir kämpft und mit mir in den Clinch geht, auf mich einprügelt, nein da kann ich keine Gehilfin brauchen, die sich unterordnet. Aber keine Angst, wir tragen dazu Schutzkleidung und haben uns noch nie ernsthaft verletzt. Mir kommt das alles fast so vor wie im Mittelalter und ich frage mich, warum sich eine Frau, die doch wenn auch nicht supermodern erzogen, doch in einer freien Welt aufgewachsen, die alles mitkriegt, dann so etwas gefallen läßt. Wenn ich mir da so die AT-Frauen im Bezirk, so ab Bezirksältester anschaue, meine Güte, lauter Hausmütterchen vom Typ Tante Emma. Mit einer modernen Frau haben die wenig bis gar nichts gemeinsam. "Gehülfinnen" eben.

Wie wertvoll die angeblich seien, das hat der Vorsteher fast in jedem GD gepredigt, liebevolle Mutter etc., aber nie war die Rede von einer (gleichberechtigten) Partnerin, das fiel mir immer auf. Vielleicht gibt es da andere Erfahrungen aus anderen Bezirken, mir fiel es zumindest bei uns auf.

LG
Hypnos

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 18:14
#3 RE: Die 0! Zitat · antworten

Kopiert aus QV, geschrieben von Sonne65!

Ich erinnere mich auch noch an einen AT Gottesdienst mit Frauen und Fehrübertragung (also etwas besonders heiliges).

Darin ging es um die Rolle der Gehülfin. Den genauen Wortlaut bekomme ich nicht mehr zusammen, die Quintessenz war:

Die ATs brauchen eine Stütze die Gehülfin (also eine Geh-hülfin)

Die Gehülfin ist das Herz der Gemeinde und braucht daher kein weiteres Amt oder ähnliches.

Fehr war sichtlich bemüht, den Gehülfinen nettes und aufbauendes zu sagen, leider kam dabei nur Herz der Gemeinde raus. Richtige Änderungen wären wohl zu weit gegangen.

Ich bin mir dabei wirklich veralbert vorgekommen.

Eigentlich ist es eine Frechheit durch Heirat zum Herz der Gemeinde zu avancieren (vielleicht will ja jemand gar nicht). Unter den Gehülfinnen die sich den Schmus anhörten waren viele selbständige, berufstätige Frauen. Im Nachhinein kann ich über den Spagat zwischen Kirchenverhalten und Berufsverhalten nur staunen, damals erscien mir das normal.

Das ganze spielte sich übrigens in diesem Jahrhundert ab.

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 18:16
#4 RE: Die 0! Zitat · antworten

Kopiert aus QV, geschrieben von AlexanderZH!

Liebe Sonne,

an der Aussage von R. Fehr, dass sich die NAK strikt an die Bibel halte und der Frau in der NAK keinen Amtsauftrag erteilt, wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Die vielen Nebenrollen, die eine Frau in der NAK ausführen darf ( vom Putzen, über Kinderbetreuung bis hin zum Altarschmuck) sind für mich reine Augenwischerei und Festhalten an der alten, jüdischen Gesellschaftsform.

Man(n) stelle sich vor, dass eine Frau besser predigen kann, als ein Mann, man(n) stelle sich vor, dass eine Frau mit vielmehr Herz als ein Mann vor eine Gemeinde treten kann. Stell Dir vor, alle Apostel würden berechtigte Konkurrenz durch weibliche Amtsträger erhalten. In den Augen der apostolischen Männergesellschaft ein wahres Greul.

Ich kann Dir keinen Mut machen: eher wird die Katholische Kirche einen weiblichen Papst wählen, als das es in der NAK weibliche, priesterliche Ämter geben wird.

Persönlich finde ich: gerade eine Frau, der die Natur die Rolle einer Mutter bedacht hat, kann sich viel besser in eine GEmeinde hineinversetzen, als ein Mann. Aber Kirchen wurden immer von Männern gegründet und das ist die Crux an weltweiten Kirchen.

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 18:17
#5 RE: Die 0! Zitat · antworten

Kopiert aus QV, geschrieben von Klaus Theodor!

Hallo zusammen,

das Ganze hängt meines Erachtens auch damit zusammen, daß die Männer heute keine Vorbilder hatten, die ihnen das Mann-Sein vorlebten. Ich merke das in vielen Gesprächen und in meiner Männergruppe, daß ein männliches Vor-Bild fehlt. Und wenn ich selbst nicht weiß, wer oder was ich bin, dann kann ich starke Frauen nicht ertragen.

Leider hatten viele Männer der Wirtschaftswunderzeit keinen Vater, der ihnen das vorgelebt hätte. Die Väter dieser Zeit waren beschäftigt mit Geldverdienen, Wohlstand schaffen oder Traumen verdrängen. Waren sie daheim, dann wurde etwas repariert oder gebaut. Eine wirkliche Partnerschaft gab es selten - der Mann verdient das Geld, die Frau ist daheim zuständig - und nur die Wenigsten Paare tauschten sich aus. Die Kinder waren da, wurden aber sich selbst überlassen (= Glück gehabt) oder dienten zur Deckung seelischer Defizite der Eltern (= Pech gehabt).

Und heute fragen sich viele Männer: welche Rolle spiele ich? Wie soll ich sein? Da gibt es keine klaren Ansagen, sondern viele Unsicherheiten. In diesem Umfeld fällt eine Aussage wie die von der 1 und der 0 auf fruchtbaren Boden, weil sie (scheinbar) Halt und Orientierung gibt.

Off-topic: ich sammle momentan für ein Projekt Geschichten von Männern, denen der Vater fehlte - obwohl er da war. Unter dem Gesichtspunkt "was hätte ich gebraucht, was hat mir gefehlt" sind alle Männer eingeladen, mir ihre Geschichte zu schicken.

Das soll keine Schelte gegenüber unseren Vätern sein; die hatten es als Kriegskinder nicht leicht. Es geht nicht um Verurteilung, sondern um Erkennen. Aber das können wir ja per PN oder in einem anderen Thread weiter ausloten.

Die NAK jedenfalls hat dieses Vakuum genutzt und schwache Männer zur 1 erklärt. Wie traurig.

LG KlausTheodor

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