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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 2.620 mal aufgerufen
 Kinder und Jugendliche in einer Sekte!
Seiten 1 | 2
Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 21:54
Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

Ich habe eben mit großer Abscheu die erschütternden und schlimmen Beiträge von Betroffenen Sektenmitgliedern gelesen. Es ist relativ viel, aber es lohnt sich. Man kann es einfach nicht fassen, was in diesen Sekten, wie JH und NAK und andere so Gang und Gebe ist. Die Bilder gleichen sich nicht nur, sie sind fast deckungsgleich. Soviel Unchristlichkeit habe ich noch nirgendwo erlebt, gelesen, oder gesehen.

http://www.manfred-gebhard.de/ForumsarchivA87.htm

traurige Grüße von Isa

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„Omnia vincit amor, et nos cedamus amori.“ - Vergil

Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 21:57
#2 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Loreley!

Beitrag von Marianne vom 12.April 2000

Meine Schwester, eine kokette aufgestellte Persönlichkeit, lebensfreudig und geistreich, lernte im Aug. 99 einen Mann von der Neuapostolischen Kirche (NAK) kennen. Seine Familie streng religiös, der Vater misshandelte die Kinder, sie lebten streng gehorsam und das Gebet sowohl die Kirche war der Lebensinhalt der Familie. Obwohl das meiner Schwester nicht gefiel, unterwarf sie sich demütig dem Glaube. Irgendwann musste sie dann ausgerastet sein. Jedenfalls nach Tagen fand man die beiden Tot in ihrer Wohnung. Die Arm- und Schlagader meiner Schwester aufgeschnitten und fest eingewickelt in ihrer Bettdecke. Er lag daneben, zusätzlich mit weiteren Messerstichen in seinem Bauch. Das geschah am 14.15.März.2000. Ihr Freund galt als sehr eifersüchtig. Er schrieb einen Abschiedsbrief, meine Schwester jedoch nicht. Die Gerichtsmedizin konnte leider den genauen Unfallhergang nicht mehr rekonstruieren. Doch wir kennen unsere Schwester und wissen, sie war lebensbejahend. Somit musste er sie vorher betäubt und danach ermordet haben. Seine Familie gilt als sehr aggressiv und jähzornig. Wir fürchten uns vor ihnen, und versuchen dennoch, soweit als noch notwendig, sachlich mit ihnen umzugehen. Nach Abschluss des Falles, werden wir uns sofort von ihnen distanzieren. Am 28.03.2000 haben wir unsere 35 Jahre Schwester zu Grabe getragen. Wir durften sie nicht einmal mehr sehen. Es wäre wohl ein Bild des Grauens gewesen. Niemand von unserer Familie hatte jemals etwas mit der NAK zu tun, noch davon gehört. Und nun hat ein solches Kirchenmitglied einen Teil von meiner Seele zerstört. Nachts kann ich kaum mehr richtig schlafen. Ich kann nicht ohne meine Schwester leben, sie fehlt mir und gehört in all unser Leben. Die NAK hat unsere Familie zerstört. Was sind das bloss für Menschen. Ich möchte trotzdem noch wissen, worin der Unterschied zwischen der apostolischen Gemeinschaft und der NAK liegt. Das ist alles, was ich sagen möchte. Meine Mutter sagte heute noch zu mir: "Immer wenn Romy gekommen ist, hat sie gelacht, und gefragt, sind meine Haare schön, bin ich nett angezogen und wie gefalle ich Dir? Siehe, ich habe wieder etwas abgenommen. Und dann gab sie ihr einen lieben Kuss." Niemand ahnte in Wirklichkeit, was diese junge Frau wohl in der NAK mitgemacht haben muss.

Beitrag von Christian vom 25.April 2000 :
Antwort auf: Gewalt in der NAK (Beitrag von Marianne vom 12.April 2000 ):
Liebe Marianne, bevor ich weitere Beiträge lese: Ich bin selbst neuapostolisch. Fühle mich dort wohl. Andere Glaubensrichtungen erscheinen mir starr und kalt, geben mir keinen Halt. Deshalb bin ich neuapostolisch (von Geburt). Was Dir und Deiner Familie passiert ist, tut mir sehr leid. Und ich kann Deine/Euere Gefühle sehr gut nachempfinden. Man hört so viel negatives über diese "Sekte" (was ist eine Sekte, wann ist man eine Sekte?....) und dann das. Wohl das schlimmste, was ihr je erlebt habt und erleben werdet. Durch ein NAK-Mitglied. Aber, nicht die NAK hat euer Leben zerstört. Es war eine Einzelperson. Nicht die NAK hat diesen Mord/Selbstmord angeordnet. Es war eine Entscheidung des betreffenden. Selbstmord/Mord ist für einen geistig und seelisch gesunden neuapostolischen Christen keine Lösung. Es gibt bei uns auch Diebe, Mörder etc. kam alles schon vor. Aber auch in anderen Glaubensrichtungen. Wenn ein Mensch durch einen katholischen Christen getötet wird, kommt niemand auf die Idee zu sagen: "Die Katholische Kirche hat mein Leben zerstört". Auch wenn es, wofür ich Verständnis habe, schwer ist: Halt auseinander: Dass was auch dieses NAK-Mitglied angetan hat und die Neuapostolische Kirche (Glauben, Gemeinschaft und was alles dazugehört). Vielleicht schreib ich
Christian

Beitrag von Marianne Bigler vom 27.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Christian vom 25.April 2000 ):
Lieber Christoph, dankeschön für die Antwort und Deine persönliche Anteilnahme. Eine Antwort darauf meinerseits hat sich durch Deinen Text erübrigt.
Auch ich wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft.
Mit freundlichen Grüssen
Marianne


Beitrag von Micha vom 12.April 2000 :
Antwort auf: Gewalt in der NAK (Beitrag von Marianne vom 12.April 2000 ):
Hallo Marianne, ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid ausdrücken, und das nicht bloß als hohle Phrase, die gedankenlos dahingesagt wird. Obwohl ich selbst lange psychisch von der Neuapostolischen Kirche (NAK) abhängig war (bin heute 25, vor ca. 5 Jahren konnte ich mich lösen), möchte ich dir dennoch zur Vorsicht raten:
Die NAK trägt sicher nicht die Alleinschuld an diesem tragischen Vorfall, auch wenn es natürlich in ihren Verantwortungsbereich fallen dürfte, solch strenggläubige, teils fanatische, da misshandelnde Eltern indoktriniert zu haben. Aber für alle, die den Fall nicht näher kennen, sondern auf deine Aussagen angewiesen sind, ist es natürlich schwer, an den Kern der Wahrheit zu kommen. Versteh mich bitte nicht falsch, das heißt nicht, dass ich dir nicht glaube, aber als direkt Betroffene(r) neigt Mensch häufig dazu, die Sache einseitig zu betrachten.
Was den Unterschied NAK / VAG (Apostolische Gemeinschaft) betrifft, so würde ich sagen, dass die VAG der Ökumene doch erheblich offener gegenüber sein dürfte, von daher ist das "ingroup-Denken" (das "Nur-wir-sind-Gotteskinder") nicht so ausgeprägt, wenn auch ein ähnlicher Hang zum Endzeitglauben besteht. Ansonsten findest du sicher entsprechende Artikel in einschlägigen Lexika bzw. Standardwerken ("Neben den Kirchen" und andere) bzw. mit etwas Glück einen sachkundigen "Weltanschauungsbeauftragten" in deiner Nähe.

Beitrag von Christoph Güthner vom 13.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Marianne vom 12.April 2000 ):
Meiner Erfahrung nach (und auch nach allem, was ich gelesen habe) übt die NAK "nur" massive psychische Gewalt aus - von physischer Gewaltausübung durch die NAK und ihre Mitglieder weiss ich praktisch nichts,
Christoph.

Beitrag von Gaby Schwarz vom 17.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Christoph Güthner vom 13.April 2000 ):
Seit 20 Jahren. gehe ich nur noch in die NAK wenn es sein muss, wie Hochzeit, Taufe, usw. im Familienkreis. Ich wurde in die NAK hineingeboren und musste regelmäßig zur Kirche gehen. Selbst mit 17 noch wurde ich Sonntag morgens von meiner Mutter aus dem Bett geprügelt, wenn ich nicht rechtzeitig aufstehen wollte. Bei jeder Kleinigkeit gab es Schläge und die Androhung dem Vorsteher alles zu erzählen. Meine Mutter konnte mich um 8.00 Uhr noch mit Kleiderbügel + Gürtel verprügeln und um 9.30 mit einem seligen Lächeln im Chor sitzen und von Liebe, Gnade und Güte singen. Am 18. Geburtstag zog ich aus.

Beitrag von Marianne vom 19.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Gaby Schwarz vom 17.April 2000 ):
Liebe Gabi, Es tut mir sehr weh, wenn ich die Gewalttätigkeiten Deiner Mutter lese. Was kann ich dazu sagen: In der heutigen Welt unglaublich. Es ist gut, dass Du Dich dagegen auflehnst und Deine eigenen Wege gehst und Deinen Glauben selbst in Dir findest. Du musst nicht glauben nur ein NAK-Mitglied ist ein "Gottes-Kind". Alle Menschen sind "Gottes Kinder". Ob schwarz, ob weiss. Jeder Mensch liebt Gott. Solange Du ehrlich lebst, an Deine Nächsten denkst und auch Gutes tust, so bist Du immer ein Gottes Kind. Und Fehler machen wir Menschen alle, aber Gott ist ein liebender Gott und verzeiht uns auch unsere Sünden. Hab also keine angst davon. Für ein direktes Gespräch kannst Du gelegentlich mal Stoll`s Gästebuch besuchen. www.datacomm.ch/wstoll/ dort treffen sich Menschen zum grossen Teil, die sich von der NAK trennen oder jedenfalls nicht immer Gutes darüber wissen. Es ist nicht gerade ein Forum für ernsthafte Diskussionen, aber ein gelegentlicher Besuch, warum nicht. Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute. Ich denke an Dich.
Marianne




Beitrag von Birgit vom 18.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Gaby Schwarz vom 17.April 2000 ):
Hallo Gabi! Habe mich in einer privaten Mail kürzlich mit Marina ausgetauscht und dabei folgendes geschrie-ben, das ich auch Dir (und allen anderen im Forum) mal sagen möchte:
"Wenn allgemein Eltern statt ihren Kindern selbst bewusst die Do's and Don'ts des Lebens beizubringen, nur mit Aussagen arbeiten wie "Wenn du dies oder das nicht tust/lässt, sag ich's dem Priester/Vorsteher (wem auch immer)...", dann ist das meines Erachtens nach nicht ein Anzeichen für autoritären Kircheneinfluss, sondern für die erzieherische Inkompetenz der Eltern (ich glaube kaum, dass ein Amtsträger Eltern mal konkret aufgefordert hat, 'wenn Ihr Kind nicht spurt, schicken Sie's zu mir, ich werd ihm schon die Flötentöne beibringen...', die meisten Amtsträger werden gar keine Ahnung haben, dass sie für viele Kinder ihrer Gemeinden wörtlich zum "schwarzen Mann" gemacht werden...)."
Ich kenne auch mehr so Mütter, meine eigene war zum Glück nicht so, meine Eltern haben mich schon immer selbst entscheiden lassen. Ich denke wie gesagt nicht, dass dieses Verhalten daher rührt, dass die Kirche dazu auffordert, Kinder unter Druck in den Gottesdienst zu zwingen; im Raum Frankfurt gab es schon in den siebziger Jahren einen Bezirksältesten, der Eltern/Mütter nachdrücklich davor warnte, Kindern auf solche Weise zum Mitgehen zu "überreden", einfach weil so eine negative Assoziation mit der Kirche geschaffen wird, die die Kinder selten auf die wahren Verursacher, nämlich ihre eigenen Eltern projizieren. Wie bei Dir, Du hast den Kontakt zur Kirche, abgebrochen, warum nicht zuerst zu Deiner erzieherisch offensichtlich inkompetenten Mutter?
Eltern machen es sich verdammt einfach, wenn sie Kinder nur mit Schlägen bedrohen, oder gar mit anderen "Instanzen" drohen, statt sich mal hinzusetzen und den Kindern zu erklären, warum sie beispielsweise freiwillig und aus Interesse mit in die Kirche gehen könnten. Aber solche Szenen gibt es nicht nur, wenn sich Kinder weigern, mit in die Kirche zu gehen; Eltern "schlagen" ihre Kinder auch in den verhassten Klavier-/Ballettunterricht, an die Hausaufgaben etcpp. Du hast ganz recht, wie kann ein wahrer Christ erst sein Kind verprügeln und dann als ob nichts wäre sich in die Kirche setzen, eine Kirche, die ihnen sowas bestimmt nicht lehrt!!
Gruß Birgit

Beitrag von Marina vom 19.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Birgit vom 18.April 2000 ):
Hallo Birgit, ich möchte dir aus meiner Erfahrung heraus doch ein wenig widersprechen. Ich habe es so erlebt, dass Eltern unter einem ganz enormen Druck standen. Sie wurden u.a. daran gemessen, wie sie ihre Kinder
"im Griff" hatten, und ich habe sowohl in meiner Kindheit als auch noch in der Zeit, als ich selbst kleine Kinder hatte, erlebt, dass Kinder, die sich im Gottesdienst nicht so verhielten, wie es erwünscht war, geschlagen wurden. Am angesehensten war man als Mutter, wenn man sein Kind so erzogen hatte, dass es eine Stunde lang still sass. Wie man das erreichte, war zweitrangig. Ich habe von einer Mutter gehört, dass sie im Gottesdienst immer eine
Streichholzschachtel mit einer toten Stubenfliege in der Tasche hatte, weil ihre Tochter eine ungeheure
Angst vor Stubenfliegen hatte. Wurde die Tochter im Gottesdienst unruhig, genügte es, dass die Hand der Mutter zur Handtasche griff, und schon war das Kind wieder brav. Ich weiss, dass das ein besonders extremes Beispiel ist, und ich glaube auch nicht, dass dieser Frau bewusst war, was sie tat. Natürlich verlangte die Kirche nicht, dass man Kinder unter Druck setzen sollte, damit sie in den Gottesdienst gehen. Aber die Kirche hat die Mass-stäbe sehr genau festgelegt, denen man genügen musste.
Ich erlebe ausserdem heute in meiner eigenen Familie, wie Eltern, deren erwachsene Kinder sich gegen die NAK entschieden haben, darunter leiden, weil sie sich einreden (lassen?), dass sie in der Erziehung versagt
haben.
Ich denke, eine gewisse Mitschuld an diesen Entwicklungen hat die Kirche schon zu tragen!
Liebe Grüsse
Marina


Beitrag von Birgit vom 20.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Marina vom 19.April 2000 ):
Hallo Marina! Vielen Dank für Deine interessante Antwort. Das, was Du hier schilderst, ist mir nicht fremd, aber ich möchte doch differenzieren zwischen dem, was die Kirche tatsächlich "verlangt" und den eigenen (Scheiss)-"Spiel"regeln, die sich, warum auch immer, die Gemeindemitglieder selbst machen, und das auch von Gemeinde zu Gemeinde in unterschiedlicher Intensität. Nicht die Kirche setzt Maßstäbe, sondern "privat" die manchmal leider sehr bornierten Gemeindemitglieder (definiere hier "die Kirche": "offiziell" wären für mich nur Vorgaben, die vom St.ap. oder dem Apostelkolleg beschlossen wurden, nichts, was ein einzelner Vorsteher oder ein einzelnes Bezirksamt "so haben will", schon gar nichts, was nur menschliches ("Wohl")Verhalten angeht...). Wie eine Freundin von mir mal sarkastisch meinte: leider nutzen es Leute, die sonst im Beruf, in ihrem Leben nichts zu sagen haben, aus, dass sie "wenigstens" in der Kirche als "Sittenwächter" oder sonstwas Autorität raushängen lassen können, warum sollte ich die aber ernst nehmen?
Aus meiner eigenen Erfahrung (OK, halt mich für einen "Glückspilz", eine 'seltene Ausnahme'...) kann ich folgendes sagen: ich war für über zehn Jahre zusammen mit einem nur 1 Tag jüngeren Mädchen das einzige (Klein)kind in einer ca. 50-"Mann"-Gemeinde, die ganze Aufmerksamkeit galt also immer uns; sie war ein "Engel", weil sie dauernd schlief, ich war der aufgeweckte "Bengel", der vor nichts Angst hatte und oft lautstark verkündete, dass ihm "hier langweilig" sei. Tja, meine Mutter galt in den Augen vieler deshalb wohl als inkompetent, als antiautoritäres Weichei oder schlimmeres - sie war in meinen Augen die kompetenteste von allen, weil sie es - trotz der ein und anderen Klapse, die ich mir als wahrer Rabauke auch in anderen Situationen redlich verdiente - verstand, mir zwar deutlich zu machen, dass sie es "Scheisse fand", wenn ich sie und andere um einen ruhigen Gd. brachte, aber immer in dem Rahmen, dass ich nie Kirche mit Schlägen oder sonstigem Terror assoziierte. Ich wusste, ich war auch in anderen Situationen oft ein echter kleiner "Kotzbrocken", das war nicht kirchengebunden... Die Kompetenz der Eltern, die ich meine - nicht nur als Eltern, sondern auch als vernünftige Christen - setzt da ein, wo man das Rückgrad hat, trotz der oben erwähnten "Spielregeln" in den Gemeinden gegen den Strom zu schwimmen, die eigenen Kinder nicht wegen Druck von wem auch immer anders zu erziehen/zu behandeln, als man es sonst täte, sich da von Geschwistern aus der Gemeinde genau so wenig "reinpfuschen" zu lassen, wie von etwaigen Nachbarn im Haus oder so, und für sich selbst eben zu merken, wo wird dieses oder jenes Verhalten nicht vom Evangelium her gefordert, sondern nur von Menschen in der Kirche, wo habe ich für dieses oder jenes menschliche Problem selbstverständlich keinen wie auch immer gearteten Unmut von Gottes Seite her zu erwarten... - krass gesagt, es wird niemand nicht in den Himmel kommen, nur weil er seine Kinder im Gd. nicht ruhig halten konnte! Es wäre mir doch wichtiger, dass mein Kind eben nicht sofort nach der Konfirmation "aussteigt", sondern dass es den unbelasteten Freiraum hat, herauszufinden, ob es mit dem (neuapostolischen) Glauben was anfangen kann und freiwillig gehen will; das würde ich doch nicht aufs Spiel setzen, nur um anderleuts "Massstäben" zu genügen. Klar, dazu gehört ein einigermassen dickes Fell und ein eigenes klares Glaubensverständnis. "Versagt" haben Eltern meines Erachtens nur dann, wenn sie sich mal von ihren gross gewordenen Kindern sagen lassen müssen "Von jetzt an lasse ich mich nicht mehr in die Kirche prügeln"... Ansonsten hat meiner Meinung nach jeder das Recht zu entscheiden, ob er mit diesem Glauben weiter etwas anfangen kann, sobald er "gross ist" oder eben nicht. Glauben kann man nicht "vererben", nicht "anerziehen", als Eltern kann man nur den 'Boden freihalten' und hoffen, dass dort selbst mal was wächst... Und nochmal von der anderen Seite betrachtet: mich stört es heute nur im Gd., wenn Kinder unruhig werden und ich dann diese verkrampften Machtspielchen der Mütter mit den Kindern mitkriege. Warum nicht einfach ruhig ab einer gewissen "Dezibelmenge" aufstehen und in den Kinderraum/das Ämterzim-mer/sonstwo hingehen? Wenn mein Kind dann nicht assoziiert "Rausgehen=Schläge kriegen", wird es nicht schreien. Genervt fühlen würde ich mich nur, wenn Mütter mit ihren Kindern dann nicht rausgehen, wenn es zu laut wird - ich zahle in der Kirche zwar keinen Eintritt, aber ich könnte es auch nicht im Kino oder in einer Uni-Vorlesung leiden, wenn ich nicht in Ruhe zuhören kann. Dass Geschwister sauer sind, wenn unruhige Kinder im Kirchenraum sind/bleiben, kann ich durchaus nachvollziehen, aber nicht, dass das in so eine psychische Terrorsituation eskalieren muss.
Lieben Gruss,
Birgit


Beitrag von Christoph Güthner vom 17.April 2000 :
Antwort auf: Re: Gewalt in der NAK (Beitrag von Gaby Schwarz vom 17.April 2000 ):
Herzlichen Glückwunsch zu diesen nicht einfachen Schritt.
Beitrag von Britta vom 07.Juni 2000 :
Antwort auf: Re: NAK-Ausstieg (Beitrag von Marina vom 31.Mai 2000 ):
Hallo Marina, vielen Dank für deine Worte. Mein Ausstieg liegt nunmehr 14 Jahre zurück. Aber immer wieder erfasst mich von Zeit zu Zeit Wut darüber was ich nicht erleben durfte. Ich sehe es tagtäglich an meinen Kindern. Über meine Kinder lebe ich das, was ich nicht haben durfte. Du hast schon recht, wenn du sagst, dass man nun bewusster lebt. Aber trotzdem darf die Frage erlaubt sein: Musste dieser Umweg sein? Zum Thema ‚Opfer’ kann ich folgendes sagen: Schon im Kindergottesdienst wurde uns jeden Sonntag erzählt wie wichtig es ist, doch etwas von unserem Taschengeld in den Opferkasten zu stecken. und ich weiss, dass zumindest die Leute die ich kannte 10 % vom Bruttoeinkommen gaben. Auch heute noch. Jeden Sonntag wurde im Kinder-gottesdienst gefragt, ob wir denn nun dem lieben Gott etwas gegeben hätten! Dies alleine zeigt doch schon, mit welchen Machenschaften die NAK gearbeitet hat und noch arbeitet, auch wenn heute ja "alles viel lockerer ist". Heute dürfen ja sogar Männchen und Weibchen zusammen den Platz auf der Bank einnehmen. Früher strikte Trennung: Links Männer, rechts die Frauen. (weiss ich übrigens von meinen Eltern, die leider der NAK noch angehören). Diese Sekte gehört ganz einfach verboten. Ohne wenn und aber. Damit nicht noch mehr ( und gerade Kinder ) da mit hereingezogen werden.
Liebe Grüße an alle

Beitrag von Marina vom 08.Juni 2000 :
Antwort auf: Re: NAK-Ausstieg (Beitrag von Britta vom 07.Juni 2000 ):
Hallo Britta, schön, dass du noch geantwortet hast. Es ist schon so, wie du schreibst, durch unsere Kinder wird
uns häufig bewusst, wie armselig und impulsarm unsere eigene Jugend war. Wir können sie aber
nicht mehr zurückholen. Du hast die letzten 14 Jahre bestimmt genau so intensiv dein Leben
verändert und Dinge nachgeholt, die dir wichtig sind, wie ich in den vergangenen 7 Jahren. Ich sehe
es als ganz grosse Chance an, mich aus den Verstrickungen, in denen ich vorher gelebt hatte, gelöst
zu haben und ich möchte meine Kraft nicht in das Bejammern der Vergangenheit stecken, sondern
in die Bewältigung der Gegenwart und Zukunft. Ich habe auch immer mal wieder einen Punkt, wo
ich feststelle, dass alte Mechanismen noch wirken, und ich nicht über meinen Schatten springen
kann. Aber es gibt eine Menge Bereiche, in denen ich meinem Leben eine andere Richtung gegeben
habe, und das ist Lohn genug.
Ob man die Vergangenheit als Umweg sehen muss, weiss ich nicht so genau. Ich sehe es so: Es war
mein Weg und der führte mich genau dahin, wo ich heute stehe. Und da ich heute ein sehr
bewusstes Leben führe und das sehr schätze, war es für mich richtig so.
Ich habe übrigens im Kindergottesdienst Prozentrechnen gelernt, längst bevor ich es in der Schule
gelernt habe ;-) Auch die Trennung in Männlein und Weiblein kenne ich noch aus meinen
Kinderjahren. Ich erinnere mich sogar noch, wie der Hirte einmal eine Frau, die es gewagt hatte sich
zu ihrem Mann in den "Männerblock" zu setzen, während der Predigt ansprach und sie bat, sich in
den anderen Block zu setzen. Diese Trennung war früher übrigens auch in anderen Kirchen üblich.
Von Verboten halte ich dagegen nichts. Überleg einmal, wie vielen Leuten, die der Überzeugung
sind, den richtigen Weg zu gehen, du damit den Glaubensboden unter den Füssen wegziehen
würdest. Ausserdem müssten dann andere Gemeinschaften, die die Menschen ähnlich eng an sich
binden, und dieses Phänomen, diese Abhängigkeit gibt es auch in evangelikalen und charismatischen
Gruppen in und ausserhalb der Landeskirche, auch verboten werden. Es stimmt, besonders die
Kinder, die in solchen Gemeinschaften aufwachsen, haben es schwer, später einmal eine wirklich
selbstbestimmte Entscheidung zu treffen, weil sie anerzogenen Ängste tief sitzen und Abhängigkeit
vorhanden ist. Trotzdem ist Aufklärung der bessere Weg, und wie wir sehen, gibt es ja auch
gewisse Reaktionen der NAK auf Kritik von aussen und innen.
Machs gut! Liebe Grüsse, Marina

Beitrag von Birgit vom 08.Juni 2000 :
Antwort auf: Re: NAK-Ausstieg (Beitrag von Marina vom 08.Juni 2000 ):
Hallo Britta, hallo Marina! Schon öfter habe ich festgestellt, dass es innerhalb der NAK offensichtlich grosse regionale/bezirksbezogene Unterschiede gibt und dass die "Kirchenspielregeln" (NICHT die 'göttlichen Gebote') nicht überall gleich sind hinsichtlich Inhalt/Umfang und dass die vorhandenen Regeln auch nicht überall mit der gleichen Vehemenz "durchgedrückt" werden, wie anderswo. Wo bist Du denn her, Britta - Bayern oder Würt-temberg? Bei uns in Hessen habe ich im Kindergottesdienst nichts von "10%" gehört; Opfern sei schon ganz nett, aber wer nicht will, der lässt es eben und dem entgeht halt bloss (eventuell) göttlicher Segen. Ich kenne niemand in meinem Umfeld oder in dem meiner Eltern, die wirklich 10% abgegeben hätten oder für die das überhaupt ein Thema war - man/frau gab, was man/frau wollte oder halt auch nix, kontrolliert wurde das nie!!
Das mit der Trennung von Männlein und Weiblein geht ja beispielsweise auch nur in Gemeinden, die zwei Sitzblöcke haben; die Kirchen in meinem damaligen Unterbezirk hatten fast alle keinen Mittelgang, also saß man wo man wollte, und die Aufteilung der Familien in Männer-/Frauensitzplätze passierte zwangsläufig nur im Chor (ist ja auch logisch dort...). Ein weiteres "dankbares" Thema ist zum Beispiel die "Kleiderordnung", da habe ich auch schon alles mögliche erlebt und mitgemacht (bin durch mein Studium in einigen dt. Städten und auch in verschiedenem 'Ausland' rumgekommen), habe aber in den diesbezüglich "strengen" Bezirken/Gemeinden immer betont, dass sie sich doch nicht so "ins Hemd" machen sollten, anderswo sei das auch nicht so streng, und der Weg in den Himmel führe ja schließlich nicht durch den Kleiderschrank...
Also, ich will das hier nur nochmal betonen: DIE NAK als homogene Organisation gibt es NICHT und deshalb würde ich auch von einem "generellen Verbot" absehen wollen. Dagegen gibt es leider tatsächlich ein starkes "Fundi-Realo-Gefälle", das sich die einzelnen Gemeinden/Bezirke meistens selber machen, je nach dem, wie viele menschliche Holzköppe oder vernünftige Leute dort "das Sagen" haben. Mal ein Aufruf an alle, die (als Aussteiger) hier was zu meckern haben: grenzt das doch mal regional ein bisschen ein. - WO war es Scheisse in der Kirche? Und kanntet Ihr wirklich keine einzige (weiter weg liegende) Gemeinde, in der es vom Hörensagen besser war?
Und noch was zum Thema so von wegen man hatte in der Jugend keinen Spaß...: Bekannter Weise wurde Deutschland 1990 in Italien ja Fußballweltmeister, und in der Zeit damals haben wir uns zu jedem Spiel mit so 15-20 Jugendlichen getroffen und entsprechend gefeiert; auf ein Spiel fiel blöderweise eine Jugendchorprobe, aber wir sind alle hin und erlebten, wie der anwesende Gemeindevorsteher (immerhin ein Hirte, der inzwischen Bez.Ev. ist!), der um den grossen Anteil Fussballfans unter uns wusste (Jungs wie Mädels!), freiwillig ans Autoradio ging, um uns zwischendrin auf dem Laufenden zu halten und dann zum Dirigenten meinte "...es steht noch Null zu Null... komm, lass sie noch ein Lied singen und schick sie dann alle heim, damit sie wenigstens noch die zweite Halbzeit mitkriegen!".... Als "wir" das Finale gewonnen hatten und unsere Truppe mit Fahnen und bemalt wie die Indianer in der Stadt unserer Bezirksgemeinde auf den Marktplatz zogen, um mitzufeiern, kam uns der dortige Gemeindevorsteher mit seiner Frau in einer Strasse zufällig entgegen. "...ach, geht ihr auf den Marktplatz? Da waren wir gerade, ist schwer was los... FEIERT SCHÖN...!" Also, ich hab in meiner Jugend bestimmt nichts verpasst!!!!!!!! Und auch heute weiss ich, wo sich halbe Gemeinden privat zum Fussballgucken treffen bei Bier und Grillwurst... man kann als "NAKler" genauso Spass haben, wie als "freier Mensch" - hab ich persönlich in 30 Jahren Kirche nicht anders erlebt... Bin aber froh, nicht in Bayern oder Württemberg oder sonstwo bei den Fundis aufgewachsen zu sein...
Gruß Birgit

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Isa Offline




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08.09.2010 21:58
#3 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von offie!

Hallole,

wenn ich heute meine Eltern auf diverse Eskapaden und Gewaltexzesse aus meiner Kinderzeit anspreche (wir 4 Kids waren alle betroffen) - dann hört man nur ein verschämtes: "Was wir? Nein, da phantasierst Du aber..."

Heilung ist so fast nicht möglich.

Ich sehe den Übereifer verblendeter Eltern. Als Kids des Vorstehers mussten wir besondere Vorbilder sein ..... und so gabs regelmäßig Gewalt.
Im Namen der NAK, - und deren Verantwortliche schauten meist weg oder unterstützten diesen Unfug. Heute ist die NAK sehr viel wacher - aber mein Vater wird nicht müde zu behaupten, dass ihm jeder Streich und Hieb ein Segen war ... und wen Gott liebt, den straft er Ich werde ihm nochmal dafür dankbar sein.

Ich habe ihm damals schon gesagt - und sage es heute noch: "Darauf wirst Du vergeblich warten - verlass Dich drauf. "

Heute bin ich ihm für Vieles dankbar - nicht jedoch für diese Gewalt.

Ich habe meine Kinder anders erzogen, es ging auch ohne Gewalt und mein bei mir lebender Sohn (bald 14) hat sich gegen die NAK Konfirmation entschieden und ich kann ihm überlassen, ob er mich zum Gottesdienst (nicht NAK) begleitet, oder auch nicht.

Die Angst der Eltern hatte sich damals auf uns übertragen - heute lebe ich meinen Glauben angstlos und mit tiefer Freude im Herzen - das ist ein anderes Leben. Dafür bin ich dankbar

LG Frank

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Isa Offline




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08.09.2010 21:59
#4 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Litha!

Hallo mal wieder... war eine Weile nicht mehr da, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte endlich meinen Frieden gefunden.
Jetzt ist mir in einem anderen Zusammenhang etwas aufgegangen, was ich wohl lange verdrängt habe...
Also: Ich war so etwa vierzehn. Wir waren mit der Jugend unterwegs und auf der Rückfahrt im Bus hat mich der Jugendpriester auf seinen Schoß gezogen. Ich wollte wieder aufstehen, doch er hat mich um die Taille festgehalten. Ich hab mich dann doch losreissen können. Ekelig....
Zwei Tage später wurde ich von einer Tante angefahren, was mir einfallen würde, dem Jugendpriester auf den Schoß zu sitzen und ich sei ja absolut frivol.
Ich habe mich immer gefragt, warum er das gemacht hat... aber es war so etwas widerliches, besitzergreifendes in seinem Blick...
Ist das nun auch schon sexueller Missbrauch? Und ist das nicht wieder typisch, dass dem Mädchen die Schuld gegeben wird und der Priester der "Reine" ist?`

Ich bin mir ziemlich unsicher bei dem Ganzen... aber es kam irgendwie die Tage wieder hoch und hat mich doch bedrückt.... ich habe das noch nie jemandem erzählt....

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Isa Offline




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08.09.2010 22:00
#5 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Loreley!

Hallo Litha,

nee, sexueller Mißbrauch ist das noch nicht. Jedenfalls nach meiner Meinung. Eher wohl eine Belästigung mit Hang in diese Richtung.

Aber das am Ende oft den Mädchen oder Frauen die Schuld gegeben wird, sind vielfach gelebte Erfahrungswerte. Man hat einen zu kurzen Rock angehabt, oder ein bauchfreies, enganliegendes T-Shirt und schon haben solche Männer eine Ausrede. Meist auch bei ihrer eigenen Frau, die dann doch lieber an ihren armen, verführten Mann glauben will, anstatt die Tatsachen zu sehen. Und wenn dann diese Ausrede nicht mehr greift, dann sind`s die bösen, bösen Hormone, die Mann nicht unter Kontrolle bringen kann. Oder er sagt: "Die wollte das doch so." Wie auch immer: Er kann nie etwas dafür. Das gilt erstmal generell und in einem kirchlichen Umfeld wird man noch mehr bemüht sein den AT, den Pfarrer usw. reinzuwaschen. Es könnte ja sonst ein Geschmäckle an der Kirche hängen bleiben. Als Opfer hat man dann noch meist die Beweislast.

LG, Lory

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

08.09.2010 22:01
#6 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Litha!

Naja... in dem Fall war es ja mal wieder gleich das Mädchen, dem die Schuld gegeben wurde. Und ganz offensichtlich von meinen "lieben Glaubensgeschwistern", die das Ganze an meine Familie weitergaben.

Derselbe Priester hat mich wenig später (zwei drei Wochen) gezwungen, zwei Stunden auf meinen Knien für mein Seelenheil zu beten (in Beisein eines Diakons)... Repressalien, nachdem ich mich gewehrt hatte, ich sei daran nicht schuld gewesen, sondern er?

Aber einem "lieben Amtsträger" glaubt man halt doch eher als einem kleinen Mädchen... die Frau in der NAK, sage ich nur dazu.

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Isa Offline




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08.09.2010 22:02
#7 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Hypnos!

Zitat von Litha

Ist das nun auch schon sexueller Missbrauch? Und ist das nicht wieder typisch, dass dem Mädchen die Schuld gegeben wird und der Priester der "Reine" ist?`

Ich bin mir ziemlich unsicher bei dem Ganzen... aber es kam irgendwie die Tage wieder hoch und hat mich doch bedrückt.... ich habe das noch nie jemandem erzählt....



Hallo Litha,

das fällt unter den Tatbestand der sexuellen Belästigung oder wie es heute Abend eine Kollegin der Kripo bei einem Vortrag sagte "der sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Frauen". Ich selbst gebe seit über 20 Jahren Kurse für Mädchen und Frauen und ich war anfangs immer erstaunt, dass Mädchen und Frauen nicht wissen, wie man sich in solchen Situationen verhält. Da andere dabei waren hättest Du sofort Öffentlichkeit herstellen sollen... und zwar lautstark. Aber kein Mädchen kann das, wenn es das nicht gelernt hat. Das empfehlen wir auch Kindern wenn "der liebe Onkel" (Freund der Familie, Onkel, Großvater etc.) mit seinen Berührungen zu weit geht oder das Kind es einfach unangenehm empfindet. Einmal richtig bloßstellen genügt und verhindert in der Regel einen erneuten Versuch. Jedes Kind hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung, es entscheidet selbst wer es berühren darf und wo.

Genau so wie Du es beschrieben hast, so beginnen die kleinen Übergriffe. Das wird dann immer weiter gesteigert, dann kommen Sprüche und Anzüglichkeiten hinzu, weitere Berührungen, kleine Geschichten etc. Es ist die typische Masche wie sich Täter an Kinder und Jugendliche heranmachen. Fast immer das gleiche Vorgehen. Die Täter gibt es überall und es sind nicht die bösen Männer die im Dunkeln irgendwo hinter einem Busch oder eine Ecke auf ihr Opfer warten, nein, 85 % der Übergriffe geschehen im eigenen Umfeld (Schule, Verein, Bekanntenkreis, Firma, Familie etc.).

Es ist wichtig, dass man mit seinen Kindern über Gefühle, gute wie unangenehme, Geheimnisse (gute und schlechte) und alle die Dinge spricht, die sie belasten. Wenn dann ein Verdacht hochkommt, offen ansprechen. So kann man Mißverständnisse von Anfang an ausräumen und potentielle Täter abschrecken, da sie erkennen, dass da jemand ist der genau aufpaßt.

Auch für Frauen gibt es da intelligente Techniken wie man sich seiner Haut ganz gut erwehren kann, ohne gleich zu Gewalt greifen zu müssen. Aber das wäre jetzt wirklich Off Topic.

Zitat von Litha

Derselbe Priester hat mich wenig später (zwei drei Wochen) gezwungen, zwei Stunden auf meinen Knien für mein Seelenheil zu beten (in Beisein eines Diakons)... Repressalien, nachdem ich mich gewehrt hatte, ich sei daran nicht schuld gewesen, sondern er?



Das ist ja unfassbar! Was haben da eigentlich Deine Eltern dazu gesagt? Ist das schon 1960 gewesen oder erst in den letzten Jahren? Unfassbar für mich! Würden mir meine Kiner selbst heute wo wir nicht mehr in die NAK-Kirche gehen berichten, dass ihnen so etwas widerfahren sei, der AT käme gar nicht mehr zum Beten, dem würde der Leibhaftige persönlich erscheinen!

Was gibt es in dieser Organisation doch für Schweine!

Gruß
Hypnos

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08.09.2010 22:03
#8 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Litha!

Meine Eltern wussten gar nichts davon. Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt schon einige Zeit tot und mein Vater im Krankenhaus. Ich habe damals bei besagter Tante gewohnt... und der wurde von den anderen Jugendlichen gesagt, ich hätte mich an den Typen rangeschmissen.
Und das mit dem "Strafbeten" konnte ich einfach niemanden erzählen... ich habe das ja selber nicht fassen können.

Der Zeitpunkt war... 1988? Ich war vierzehn oder fünfzehn. Ungefähr so...

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08.09.2010 22:04
#9 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Ulrich!

Zitat von Litha

Aber einem "lieben Amtsträger" glaubt man halt doch eher als einem kleinen Mädchen... die Frau in der NAK, sage ich nur dazu.



ja dass ist eine frage die ich mir auch schon stellte ... welchen " mehrwert " hat eine frau in dieser institution ... mal abgesehen von " frau-amtsschwester " ?

lg
ulrich

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08.09.2010 22:05
#10 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Litha!

Ich betrachte es beispielsweise auch als sexuelle Nötigung, wenn man als Frau mehrere Heiratskandidaten angetragen bekommt... und wenn man dann nein sagt, weil man sich das erstens nicht bieten läßt und die Typen zweitens ABSOLUT grauenhaft sind, bekommt man erst richtig Stress.

Ich könnte immer noch explodieren, wenn ich nur daran denke!


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08.09.2010 22:06
#11 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Hypnos!

Zitat von Litha
Ich betrachte es beispielsweise auch als sexuelle Nötigung, wenn man als Frau mehrere Heiratskandidaten angetragen bekommt... und wenn man dann nein sagt, weil man sich das erstens nicht bieten läßt und die Typen zweitens ABSOLUT grauenhaft sind, bekommt man erst richtig Stress.

Ich könnte immer noch explodieren, wenn ich nur daran denke!




Und damit hast Du auch völlig Recht. Was sind da einige in der NAK doch so krank in der Birne. Was Du hier geschrieben hast, glaub´s mir, vor 6 Monaten hätte ich Dir das noch nicht geglaubt!

Diesen "Schweine"-Priester, den würde ich heute noch zur Rede stellen und hoffen er hätte eine gute, nein, es müsste schon eine sehr gute Ausrede für sein Verhalten sein. Wärest Du in meinem Ex-Bezirk zuhause, ich würde Dich glatt mal um den Namen bitten und ihn in Deinem Beisein mal zur Rede stellen. Was ich verabscheue, das ist Gewalt - gleich welcher Art - gegen Kinder und Frauen. Mich bringt das echt auf die Palme!

Sachen gibt´s - die sind unglaublich!

Gruß
Hypnos

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08.09.2010 22:07
#12 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben vo. rodit!

Zitat
ich würde Dich glatt mal um den Namen bitten und ihn in Deinem Beisein mal zur Rede stellen.



Hypnos, das hielte ich echt für 'ne gute Idee. Müsste doch auch außerhalb deines Bezirkes möglich sein, da du doch mundwerklich gut zu Fuß bist. :shock:

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08.09.2010 22:08
#13 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Hypnos!

Ja rodit, da hast Du recht. Auf den Mund bin ich nicht gefallen und bei dem Thema würde ich sowieso kein Blatt vor den Mund nehmen. Es gibt leider zu viele Menschen, die zwar über das Unrecht schimpfen das anderen widerfährt, aber mal in die Offensive zu gehen, da sind die meisten doch zu feige. Wenn mich jemand bittet ihm zu helfen und das Ansinnen gut ist, dann habe ich bisher immer geholfen. Das kann jeder, auch Du. Einfach mal öffentlich zur Rede stellen, aber meist sind diese Personen die sich so gegenüber Frauen oder Kindern verhalten sowieso zu feige offen Rede und Antwort zu stehen. Das habe ich selbst schon mehrfach erlebt. Oder sie fühlen sich in die Enge getrieben und reagieren recht agressiv.

Aber ich denke es ist die einzige Möglichkeit - wenn ein Opfer das will - die Leute mal offen anzusprechen. War ja aber nur meine Meinung und wenn Litha das tun wollte, dann hätte sie es sicher schon längst getan.

Gruß
Hypnos

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08.09.2010 22:09
#14 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von rodit!

Es ist halt immer so eine Sache mit der Beurteilung, wenn man nicht persönlich dabei war. Man müsste sich zunächst mal die Mühe machen, beide Seiten zu hören. Ich halte nichts von vorschnellen Vorverurteilungen. Sexuelle Übergriffe sind eindeutig zu ahnden, aber sie müssen bewiesen sein. Sonst geschieht auch Unrecht.

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08.09.2010 22:10
#15 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Loreley

Und was, lieber rodit, würdest du als AT machen, wenn du einen Verdachtsfall hast, zum vermeindlichen ebenfalls neuap. Täter gehst und der gibt die Tat unumwunden zu? Er bittet dich, nichts zu sagen (hast ja auch Schweigepflicht) und verspricht das Opfer (ein Kind)in Zukunft nicht mehr anzurühren. Was dann????

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08.09.2010 22:11
#16 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von rodit!

Zitat von Loreley 61
Und was, lieber rodit, würdest du als AT machen, wenn du einen Verdachtsfall hast, zum vermeindlichen ebenfalls neuap. Täter gehst und der gibt die Tat unumwunden zu? Er bittet dich, nichts zu sagen (hast ja auch Schweigepflicht) und verspricht das Opfer (ein Kind)in Zukunft nicht mehr anzurühren. Was dann????




Schweigepflicht aber nicht den "Vorgesetzten" gegenüber. Es könnte sich zum Offizialdelikt ausweiten. Im Falle eines Geständnisses müssen natürlich Konsequenzen gezogen werden. Mir geht es nur um Fakten/Beweise/Zeugen - vor Vorverurteilung und Rufmord.

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08.09.2010 22:12
#17 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Loreley!

Aber die "Vorgesetzten" (Ämter) haben gegenüber dem Gesetzgeber auch Schweigepflicht (Beichtgeheimnis). Was also mit dem geständigen Täter tun? Abwarten, ob er sein Versprechen einlöst und das Kind in Ruhe läßt???

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08.09.2010 22:14
#18 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von rodit!

Zitat von Loreley 61
Aber die "Vorgesetzten" (Ämter) haben gegenüber dem Gesetzgeber auch Schweigepflicht (Beichtgeheimnis). Was also mit dem geständigen Täter tun? Abwarten, ob er sein Versprechen einlöst und das Kind in Ruhe läßt???




Vielleicht sollte man sich mal beim kath. Klerus nach der obligaten Vorgehensweise erkundigen?

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08.09.2010 22:14
#19 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Hypnos!

Hallo rodit,

die Realität in der NAK ist aber offenbar eine andere. Das Opfer interessiert dort nach meinem Dafürhalten überhaupt nicht, oder zumindest nur so lange, bis sicher ist, dass es keine Anzeige geben wird. Das ist leider das was mich die Praxis lehrt. Isa hat ja bereits an anderer Stelle eine "Info an die AT und Lehrkräfte" veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Kirche in erster Linie um ihren Ruf besorgt ist und direkt danach um den Ruf des AT oder der Lehrkraft, der "ja in Mißkredit geraten könne". Das Opfer taucht dann erst im letzten Abschnitt auf und dort ist man auch hauptsächlich um den Ruf besorgt. Vom körperlichen und insbesondere seelischen Schaden ist dort überhaupt keine Rede.

Die o.g. Info aus 2004 wurden in vielen Kirchenbezirken überhaupt nicht weitergegeben. Es ist müsig darüber zu spekulieren was wohl der Grund dafür war. Ich habe keinen AT angetroffen, der diese Info kannte. Aus meiner Sicht hat das schon ein besonderes "G´schmäckle". Selbst in meinem ehemaligen Bezirk wurde da nur vertuscht und gemauert. Warum? Es geht mir hier auch nicht um Vorverurteilung, denn damit sollte man sehr vorischtig sein. Mir geht es darum auch einen Verdacht offen anzusprechen und evtl. Mißverständnisse auszuräumen. Ich werde hier in unserer Region auch häufig von Schulen bei solchen Vorwürfen hinzugezogen und spreche mit Schülern und Lehrer, Mediation wird das genannt. Von daher weiss ich genau worauf es ankommt und was zu beachten ist. Auf der anderen Seite kann ich inzwischen sehr gut einschätzen ob an den Vorwürfen was dran ist oder nicht. Damit lag ich bisher in allen Fällen richtig.

Mir ist zumindest kein Fall bekannt wo die Kirche so etwas mal zur Anzeige gebracht oder sich um rückhaltlose Aufklärung bemüht hätte. Im Gegenteil, da wo ich die letzten Wochen AT´s darauf angesprochen habe, da hat man sich mit den Worten "das interessiert mich nicht, davon möchte ich nichts wissen und ich habe jetzt sowieso keine Zeit" abgewandt. Wobei ich in allen Fällen wusste, dass der AT schon darüber informiert war. Aber dieses Verhalten scheint gängige Praxis zu sein. Es gibt leider auch hier im Forum genügend praktische Beispiele.

Gruß
Hypnos

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08.09.2010 22:16
#20 RE: Züchtigung, Missbrauch und Angst, alles Alltag in Sekten! Zitat · antworten

geschrieben von Hypnos!

Zitat von rodit

Zitat von Loreley 61
Aber die "Vorgesetzten" (Ämter) haben gegenüber dem Gesetzgeber auch Schweigepflicht (Beichtgeheimnis). Was also mit dem geständigen Täter tun? Abwarten, ob er sein Versprechen einlöst und das Kind in Ruhe läßt???




Vielleicht sollte man sich mal beim kath. Klerus nach der obligaten Vorgehensweise erkundigen?




Zumindest geht man da offener mit dem Thema um, bzw. hat aus der Vergangenheit einiges gelernt. So wie dort in den 60er und 70er Jahren, so scheint es mir heute in der NAK zu sein. Ich denke, dass auch hier der öffentliche Druck zu einer Verhaltensänderung geführt hat. Optimal ist es auch dort noch nicht, aber doch schon um Längen besser als in der NAK. An der Vorgehensweise der Großkirchen, da könnte sich die NAK eine große Scheibe abschneiden.

Gruß
Hypnos

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