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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Die Struktur der Neuapostolischen Kirche
Admin Offline




Beiträge: 4.735

09.09.2010 19:44
NAKI - Sitz in Zürich, wieso, weshalb, warum? Zitat · antworten



NAKI – Sitz in der Schweiz, wieso, weshalb, warum? – Wer nicht fragt bleibt dumm!


Was waren wohl die Gründe dafür, dass nach Stammapostel Schmidt der bis Dato unbekannte

No-Name-Bezirksapostel Streckeisen

zum Stammapostel gekürt wurde? Der ist zu diesem Amt gekommen, wie die Jungfrau zum Kind!
Und damit wanderte der Sitz der NAK aus den schönen deutschen Landen in die Nähe des Matterhorn, also in die Schweiz, warum?

Für die 4 Bezirksapostel der DDR bedurfte es immer einer langwierigen Antragsstellung bei den staatlichen Organen, um einen Reisepass zu erhalten, der es ihnen erlaubte, zum Stammapostel nach Frankfurt/Main und später nach Dortmund reisen zu können. Und ob dem Antrag stattgegeben wurde, war dennoch immer ungewiss. Vollkommen unmöglich war es jedoch, dass der Stammapostel als Bürger der Bundesrepublik Deutschland in die DDR einreisen durfte.
Auf Grundlage der neuen bundesdeutschen "Ostpolitik" ab Ende der 1960er Jahre entschloss sich die neutrale Schweiz zu einer größeren Öffnung zur damaligen DDR, was schließlich dazu führte, dass Bern bereits am 20.12.1972 offizielle Beziehungen zu Ost-Berlin aufnahm.

Allein dieser Tatsache ist es geschuldet, dass die NAK ihren Sitz in die neutrale Schweiz verlegte. Im Ergebnis dieser Umstrukturierung war es nunmehr möglich, dass sich für Stammapostel Streckeisen der eiserne Vorhang zur DDR öffnete.
Die politische Landschaft hat sich in Europa mit dem Zusammenbruch des Kommunismus jedoch grundlegend geändert. Es existieren keinerlei zwingenden Gründe mehr, den Sitz der NAKI in der Schweiz zu belassen, auch wenn die Statuten derartiges vorsehen. Papier ist geduldig, das kennt man ja von der NAK hinlänglich.

Kurz über lang wir ein neuer Standort zur Disposition stehen. Die NAK-Süddeutschland ist nicht nur die größte, sondern auch weltweit die finanzstärkste Gebietskirche. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die NAKI hier gut etablieren und präsentieren kann, getreu dem Grundsatz:

WER DAS GELD HAT, HAT DIE MACHT!

________________________________________
---------------
Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

Admin Offline




Beiträge: 4.735

09.09.2010 19:45
#2 RE: NAKI - Sitz in Zürich, wieso, weshalb, warum? Zitat · antworten



Hans Urwyler wurde am 20.2.1920 in Bern als ältester Sohn von Samuel und Luise Urwyler geboren. Sein Vater war Vorsteher in der neuapostolischen Gemeinde Schwarzenburg. Er erlernte den Beruf eines Maschinen- Mechanikers, absolvierte ein Technikum als Diplom-Automobiltechniker und gründete später mit einem Teilhaber eine Firma, die mit Kraftfahrzeugteilen handelte. Am 1.Januar 1976 wird er durch Stammapostel Streckeisen zum Apostel für den Apostelbezirk Schweiz berufen. Der unerwartete Tod von Stammapostel Streckeisen brachte das Apostelkollegium ähnlich wie bei Johann Gottfried Bischof unverzüglich und unvorbereitet in Zugzwang bei der Wahl eines Nachfolgers.

Dass nach Eigendarstellung

>>Hans Urwyler vom Herrn und im Einssein aller Apostel zu seinem Nachfolger berufen<< wurde, ist schlichtweg eine Falschinformation.<<(1)

Die mit Streckeisen einsetzende verstärkte Missionstätigkeit im außereuropäischen Raum ließ es sicher zweckmäßig erscheinen, den Sitz des Stammapostelamtes in der Schweiz zu belassen. Der tatsächliche Wahlverlauf am 18.11.1978 in Zürich - Wiedekorn ließ jedoch zunächst etwas anderes vermuten. Da nach >>§ 9 der Statuten des Internationalen Apostelbundes........der Stammapostel mit 3/4 Mehrheit gewählt << wird, erhielt Urwyler >> bei seiner Wahl zum Stammapostel in den ersten Wahlgängen nicht die erforderliche Mehrheit. Die Stimmen verteilten sich auf drei Männer (Urwyler 66/88, Rockenfelder 18, Kühnle 10). Durch einen Trick wurde letztlich Einvernehmen erzielt. Bez. Ap. Kraus drohte zeitweilig mit Abspaltung, falls ein Deutscher Stammapostel wird.<<(2)

Am 19.11.1978 verliest Bezirksapostel Rockenfelder den Beschluss des Apostelbundes und ich nehme mal an, auch obigen Brief des Staatssekretärs für Kirchenfragen bei der Regierung der DDR, der, so die eigene Aussage, einen nachhaltigen Eindruck beim Wahlgremium hinterlassen hat. Wenn man so will, hat damals auch die DDR indirekten Einfluss auf die Wahl des Stammapostels genommen.

Wenn man allerdings von 43 anwesenden und somit an der Wahl beteiligten Aposteln ausgeht, kann die Stimmenverteilung nicht so recht nachvollzogen werden.

Fakt ist aber, dass die Bezirksapostel der damaligen DDR gegen einen Stammapostelnachfolger aus der BRD gestimmt haben. Stammapostel Urwyler hat diesen Vorgang, wie nachfolgender Brief zeigt, stets in dankbarer Erinnerung behalten.





Quellennachweis:

(1) Neuapostolische Familie
1989, Nr. 1, S.17

(2) S. Dannwolf, J. Gebert, B. Stöhr
Raus aus dem Bann
Stuttgart, 1995, S. 35

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Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

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