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 In der Neuapostolischen Kirche ist alles möglich, auch das Gegenteil!
Admin Offline




Beiträge: 4.735

30.03.2007 15:43
Die Sünde wider den Heiligen Geist = geistiger Selbstmord! Zitat · antworten





Da die Sünde wider den Heiligen Geist eigentlich bei jedem Gotteskind der dominante Angstfaktor ist, sollte dieser Punkt einmal gesondert behandelt werden. Ich stelle die Frage:

Welchen Stellenwert hat diese Sünde in heutiger Zeit bei den Gotteskindern, was wissen sie darüber und was wird Ihnen in den Gottesdiensten darüber erzählt?

Die Hoffnung der Katholisch-Apostolischen Gemeinde, dass der Herr Jesus zu Lebzeiten der englischen Apostel wiederkommen würde, ist von den neuen deutschen Aposteln nicht übernommen worden. Eine Rebellion gegen diese Feststellung führte doch am 27.1.1863 zum Ausschluss aus der Gemeinde und zur Bildung der Allgemeinen Christlichen Apostolischen Mission. So willkommen den Neuapostolischen das Rebellieren war und bis zum heutigen Tage noch ist, um eigene Machtstrukturen durchzusetzen, so gefährlich ist es doch für die Gemeindemitglieder Apostel zu kritisieren, Verhaltensformen oder -normen in Frage zu stellen oder progressive Tendenzen aufzuzeigen. In der Broschüre Allgemeine Hausregeln und Glaubensbekenntnis für die Ämter und Mitglieder der Neuapostolischen Kirche wird im 3. Teil zum Verlust der Mitgliedschaft unter anderem ausgeführt, dass >> vorsätzliches und beharrliches Zuwiderhandeln gegen den Zweck der Kirche, sowie gegen die Anordnung der Kirchenleitung<< zum Ausschluss führen.(1) Was verbirgt sich dahinter?

Ein Zuwiderhandeln in der genannten Form ist die Sünde wider den Heiligen Geist, >> die weder hier noch in der zukünftigen Welt vergeben werden kann << und damit dem geistigen Selbstmord gleichzusetzen.(2)

>>Die Sünde wider den Heiligen Geist besteht im Widerstreben, in den Lästerungen und Verfehlungen gegen das von Gott gesetzte und wiedergegebene Amt des Geistes und der Gnade.... und im Auflehnen gegen den aufgerichteten, lebendigen, geistlichen Altar des Herrn, der als der erhabene Platz göttlicher Offenbarung (!) geachtet werden soll.......Aus dieser Sünde gibt es somit keine Errettung. Sie führt zum Tode, weil der Quell der Gnadenoffenbarungen, der einzige Weg göttlicher Hilfe (!), der Heilige Geist (der angeblich durch die neuapostolischen Apostel wirkt) verspottet, verlästert oder als teuflisch bezeichnet wurde. Wer wider den Heiligen Geist sündigt, reißt die Brücke ab, auf der uns Gnade und Vergebung übermittelt werden; ein anderer Weg besteht nicht.<<(3)

Der Tatbestand musste dabei nicht öffentlich festgestellt werden, denn er zog unwiderruflich Fluch und Schande nach sich, auch wenn er von der Kirchenleitung unerkannt blieb, so wurde es mir schon in den Gottesdiensten während meiner Kindheit übermittelt.

Die in meinem tiefsten Inneren wurzelnde Angst mit dieser Sünde, die sowohl in Wort und Tat aber auch gedanklich begangen werden kann, in irgendeiner Form konfrontiert zu werden, oder dieselbe vielleicht schon wider besseren Wissens begangen und damit sein ewiges Leben verloren zu haben, führte zur bedingungslosen Unterordnung in allen Lebensfragen und zu schlimmen Traumerlebnissen. Als Kind damit konfrontiert, unerkannt, selbst von Vater und Mutter, das verursachte das natürlich nachhaltige und bleibende Schäden.

So, das war gestern und heute ist heute? Doch was heute gilt, hätte ich gern von Euch gehört! Und damit nicht ganz der Zusammenhang mit der NAK-Realität verloren geht, baue ich noch eine Brücke zu jüngeren Vergangenheit.

Zweiflern und zaghaften Aussteigern gab der damalige Bezirksapostel und heutige Stammapostel LEBER den Rat mit auf den Weg:


>>Ob für den, der in seinem Erdenleben bewusst die Gnade Gottes abgelehnt hat, nochmals die Möglichkeit besteht, da wäre ich sehr vorsichtig.............<<(4)

Auch diejenigen, die der NAK den Rücken kehren, gehen in der Regel allein, leise und zaghaft, der Zweifel hat sie zwar fortgetrieben - noch aufrecht im Gang - doch in der Phase der Isolation und des Alleinseins kommt dieser Zweifel oft zurück, heimlich, still und leise nagt er an ihrer Seele und stellt die bohrende Frage:

Wenn ich als Mensch verlassen und zerrüttet bin, was wird dann aus mir?
Ich hatte schon mal anderweitig geäußert, dass sich doch mal Zeitzeugen melden mögen, die die Zeit von 1950 bis 1960 als Kind und Jugendlicher (also beide Phasen) erlebt haben.
Es scheint unmöglich zu sein, fast wie die Suche nach Erbgut von Dinosauriern. Manche User haben mal was davon gehört, mehr nicht. Und ich muss feststellen, je weniger man weiß, um so lauter ist das Palaber. Lassen Sie mich daher mal als Zeitzeuge berichten, wie es damals war.
Die Unterordnung derer, die an der Hand der Apostel gingen war total, schloss sie doch alle Probleme des privaten Bereiches und des Berufslebens mit ein. Um Rat konnte gefragt werden, Rat konnte aber auch ungewollt erteilt werden, in jedem Falle war er zu befolgen, wenn man keine Sünde begehen wollte. Es galt der Grundsatz:


Dem Apostel zu widerstreben, heißt Gott zu widerstreben.

Die Angst vor der Sünde wider den Heiligen Geist schloss auch ein, dass man Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten übersah, dass man dogmatische Festlegungen kritiklos hinnahm, dass man trotz besseren Wissens blindlings ohne Wenn und Aber glaubte, und dass man keine Fragen nach dem Wieso und Weshalb der Dinge stellte. Nur aus dem Verständnis der geschilderten Zusammenhänge ist das einheitliche und geschlossene Bild zu verstehen, das man nach außen hin gern darstellt und auf das die Neuapostolischen so stolz sind.

Ein heikles Thema, so meint

Horst







QUELLENMATERIAL:
(1) Allgemeine Hausregeln und Glaubensbekenntnis für die Ämter und
Mitglieder der Neuapostolischen Kirche
Herausgegeben von der Neuapostolischen Kirche des Landes Mecklenburg, S. 5
(2) Fragen und Antworten, Frage 294
(3) Friedrich Wolf, S. 7
Zitat aus: Jugendfreund, 8.1.1929, S. 6/7 und 8.7.1931,S. 104
(4) Unsere Familie
1996, Nr. 2, S. 41[/b][/i]

________________________________________
---------------
Zur freundlichen Erinnerung an die eigene Jugendzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=woYM-UOR5w0
http://www.youtube.com/watch?v=fm72UzfrT...08414579957FC05
Zwischen diesen beiden Videos kann ich keine Brücke schlagen.
Und nun das: => http://schlabatti.bplaced.net/Erntedank2012-Schneider.mp3
Fazit: Man hat mich total verarscht.

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