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Dieses Thema hat 57 Antworten
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 Wenn Glaube krank macht!
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Isa Offline




Beiträge: 5.158

07.03.2011 22:34
Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Olaf Wieland



Mit Einverständnis eines Gesprächskreisteilnehmers stelle ich einen Auszug aus einem aktuellem Befundbericht ( 05.09.2008 ) ein:

"Starker Alkoholkonsum seit 90er Jahren im Zusammenhang mit konflikthaft erlebtem Ausstieg aus der Neu-Apostolischen Kirche.

Diagnosen:

F 10.3 Psychische Verhaltensstörungen durch Alkohol, Entzugssyndrom
F 10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom
F. 43.2 Anpassungsstörungen
F. 22.0 Wahnhafte Störung

auch Suizidversuch mit Tabletten.Grund für die Behandlungen sei gewesen, dass sich der Pat. als Sektenopfer der Neu-Apostolischen Kirche fühlt ( durch drohende Botschaften, die Schuld-und Versagensgefühle in ihm auslösten ).

1987-94 habe er sich bemüht, sich daraus zu lösen. In dieser Zeit habe er auch Suizidgedanken gehabt. Zwischen 1994 bis 2004 habe er eine ihn stabilisierende Partnerschaft gehabt, nach der Trennung in 2004 sei es dann wieder `voll losgegegangen´.

Das Amt für soziale Dienste/Versorgungsamt bescheinigte dem Betroffenen infolge der Sektenausstiegsproblematik im Zusammenhang mit der NAK einen GdB ( Grad der Behinderung ) von 80 % zu.

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Isa Offline




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07.03.2011 22:35
#2 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

johann

Verfasst am: 07 März 2009 14:16

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Hallo,
traurig, doch eigentlich unverständlich, denn sonst müssten ja alle von Kirche krank werden. Offensichtlich handelt es sich hier um eine gestörte Persönlichkeit.
Johann

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Isa Offline




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07.03.2011 22:35
#3 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Verfasst am: 07 März 2009 14:22

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Nein, nur Sekten üben psychischen Druck auf die Gläubigen aus, deshalb haben auch immer jene Menschen Schwierigkeiten, wenn sie der Sekte den Rücken kehren. Von den Großkirchen kennt und hört man so etwas nicht.

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Isa Offline




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07.03.2011 22:36
#4 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

ulrich

Zitat von johann
Offensichtlich handelt es sich hier um eine gestörte Persönlichkeit.



wahrscheinlich war er zu leichtgläubig ... weil er möglicherweise lange zeit fest daran glaubte, dass das vom altar gepredigte wort, ... gottes wort sei und zudem, ein wieder " fleischgewordener mensch, namens jesus " für alle seine ganzen schulden aufkommen würde.

... wenn aus einer solchen naiven denkweise, irgendwann keine gestörte persönlichkeit hervorgeht ... na wann dann ?

lg
ulrich

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Isa Offline




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07.03.2011 22:39
#5 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

lorenz

Zitat von johann
denn sonst müssten ja alle von Kirche krank werden.


Das ist kein Argument. Nimm als Beispiel radioaktive Strahlung, von der bekannt ist, dass sie krank macht und häufig zum Tod führt. Aber selbst in Hiroshima und Nagasaki sind beileibe nicht alle verstrahlten Menschen an der Radioaktivität gestorben. Es hängt immer von diversen Kofaktoren ab.
Auf die NAK bezogen: Die Leute, die hier vor die Hunde gehen, sind natürlich eher die sensiblen. Entweder weil sie so sind (genetisch) oder weil sie z. B. schon als Kleinkind entsprechendes erlebt haben. Wenn einer aber ein rechter Einfaltspinsel und emotionaler Holzklotz ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass er von der NAK psychisch geschädigt wird. Wo (fast) nix ist, kann auch (fast) nix geschädigt werden.

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Isa Offline




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07.03.2011 22:40
#6 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Vergangenheit?

Verfasst am: 07 März 2009 18:53

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@ johann,

ich kann mir schon vorstellen, dass die NAK viele Leute krank gemacht hat und auch heute noch sehr viele Menschen krank macht!

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Isa Offline




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07.03.2011 22:40
#7 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Beate

Verfasst am: 07 März 2009 19:15

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Guten Abend alle,

@ Vergangenheit
DANKE


lg
Beate

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Isa Offline




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07.03.2011 22:41
#8 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Frau Rossi

Verfasst am: 08 März 2009 7:35 Titel:

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Ufff,so früh schon Rentnerinnen?Das ist krass.Beate,kannst Du uns,nur wenn Du magst, Näheres darüber erzählen?

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Isa Offline




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07.03.2011 22:42
#9 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

jedro

Verfasst am: 08 März 2009 8:32

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Da muß aber noch mehr oder wat anderes vorliegen...weil, so ohne weiteres bekommt man in diesem Alter keine EU-Rente...

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Isa Offline




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07.03.2011 22:43
#10 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Uncle_Zic

Hallo johann,

Zitat
traurig, doch eigentlich unverständlich, denn sonst müssten ja alle von Kirche krank werden. Offensichtlich handelt es sich hier um eine gestörte Persönlichkeit.


So könntest du bei jeder psychischen Krankheit argumentieren ohne hinterfragen zu müssen, ob es nicht in der Gesellschaft, auf der Arbeitsstelle, in der Familie, in der Schule oder eben in der Kirche auslösende krankmachende Momente tatsächlich gibt. Legitimerweise könnte man dann schon weiter fragen, warum die einen, die anderen aber nicht (siehe lorenz' Beitrag)? Und zu welchem Ergebnis man dabei auch kommt (die einen können mehr "schlucken", haben genug Kompensationen für "miese" Erlebnisse oder erleben einfach die Konfliktsituationen nicht so stark -wofür es wiederum verschiedenste Erklärungsmöglichkeiten gibt, wie Egoismus, Desinteresse, oder auch Profitieren vom Leid der anderen), es bleibt die Aufgabe, erst einmal herauszufinden, ob es für die leidvoll erlebten Konstellationen nachweisbare Fremdursachen gibt, wenn man die Menschen mit diesen Problemen ernst nimmt. Die alleinige Zurückverweisung auf eigene Defizite ist bequem und fadenscheinig nach dem Motto: "wem es schlecht geht, muss wohl selbst der Verursacher sein". Das entspricht dem heutigen Denken in unsrer Gesellschaft, ist aber völlig unreflektiert und widerspricht nach meinem Verständnis auch dem, was von Christen angeblich so hochgehalten wird: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Es ist, als ob ich sagen würde: Jesus war doch selber schuld dran, dass er ans Kreuz geschlagen wurde. Er hat sich doch mit allen angelegt und wurde aufgrund seiner gestörten Persönlichkeit als Verbrecher hingerichtet.

Mach's dir nicht so leicht auf Kosten anderer. Gab's da nicht auch mal was wie: "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet!" Alles hohle Worte und eines heutigen Christen nicht mehr zeitgemäß? Sicherlich kann ich mir ein Urteil auch über andere Menschen und ihr Handeln erlauben, aber bitteschön nicht auf dieser primitiven Basis!

Gruß
Uncle Zic

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Isa Offline




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07.03.2011 22:44
#11 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

lorenz

Verfasst am: 08 März 2009 12:39 Titel:

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Dabei muss man schon zugestehen, dass es sozusagen ein "Sortierkriterium" für die Mitgliedschaft in der NAK sein kann, dass man psychisch vorgeschädigt ist. Die NAK (aber nicht nur die!) gehört ja nun mal zu den Institutionen, die eine Art Seelentröster-Angebot für die "Mühseligen und Beladenen" macht. Im Gegensatz dazu wird ein gesunder und halbwegs intelligenter Mensch, der mit beiden Beinen in der Realität steht, eher wenig zur NAK tendieren. Was also "in die NAK hineinmarschiert", dürfte von vornherein (statistisch gesehen) einen deutlich erhöhten Anteil an psychischer Problematik haben.

Aber gerade dann ist es doch eine Gemeinheit und sehr schädlich, wenn die Leute dann dermaßen über den Löffel balbiert, enttäuscht und regelrecht "missbraucht" werden, wie das in den Schilderungen immer wieder herauskommt! Eine Institution, die sich als "Erquicker der Mühseligen und Beladenen" anbietet, hat damit eine Verantwortung! Die aber wird offenbar überhaupt nicht wahrgenommen. Vermutlich wegen kompletter Unfähigkeit dazu.

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Isa Offline




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07.03.2011 22:45
#12 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

T.S.

Zitat von lorenz

...
Wenn einer aber ein rechter Einfaltspinsel und emotionaler Holzklotz ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass er von der NAK psychisch geschädigt wird. Wo (fast) nix ist, kann auch (fast) nix geschädigt werden.



Hallo lorenz,

interessante Sichtweise. Heisst das nun im Umkehrschluss, dass ich ein "rechter Einfaltspinsel" und "emotionaler Holzklotz" bin, da ich die NAK ohne psychischen Schaden verlassen habe?

Ich finde diese Aussage von Dir ein wenig undifferenziert (um es mal ganz neutral auszudrücken) - das ist so eine Art Gegenstück zu der pauschalen und ebenso undifferenzierten Aussage "Wer in der NAK einen psychischen Schaden davonträgt muss schon vorher psychisch labil gewesen sein".

Würde man allerdings die von mir letztgenannte Aussage hier im Forum öffentlich machen, gäbe es wohl einen lauten Aufschrei der (berechtigten) Empörung.

Gruß aus der Eifel

Franklin

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Isa Offline




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07.03.2011 22:46
#13 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Beate

Verfasst am: 08 März 2009 18:35

--------------------------------------------------------------------------------

@ T.S.
Kompliment, deine Aussage kann ich nachvollziehen.
Ehemalige NAK-Mitglieder und Geschädigte müssen weder besoders robust noch labil oder vorgeschädigt gewesen sein,
es geht da um den persönlich empfunden Schweregrad der zugefügten Verletzungen.
lg, Beate

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Isa Offline




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07.03.2011 22:47
#14 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

lorenz

Verfasst am: 09 März 2009 10:28 Titel:

--------------------------------------------------------------------------------

Was Beate sagt, ist richtig. Und um so einen "empfundenen Schweregrad" zu erreichen, gibt es mehrere Wege. T.S.: Ich hatte dich bei meiner Aussage nicht "im Auge". Ich kenne dich zwar nicht persönlich, gehe aber mal davon aus, dass man die NAK auch überstehen kann, wenn man kein Einfaltspinsel ist. Es reicht vermutlich, dass man insgesamt robust genug ist.
Das will ich dir gerne zugestehen.

Mich persönlich allerdings hat immer die Frage beschäftigt (beim Herumschauen unter den lieben Brüdern und Geschwistern), wie die diesen offenkundigen Unsinn der NAK einfach so ertragen / akzeptieren konnten! Da waren nicht nur dumme Menschen dabei. Und psychisch sonderlich robust waren die meist auch nicht. Und dennoch... Einige sind heute noch in der NAK und glauben feste.

Also für mich ist das irgendwo ein Rätsel geblieben. Wahrscheinlich ist es einfach so, dass da Faktoren wie Verdrängung, Ausblenden des eigentlich Offensichtlichen eine Rolle spielen. Und sowas gibt es bei den Menschen ja, immer abhängig von ihren psychischen Bedürfnissen. Auch sollte man die Macht eines "meinungsbildenden Kollektivs" niemals unterschätzen! Der Mensch ist eben teilweise ein Herdentier.

Also zusammenfassend: Dummheit plus Grobheit: Das ist nur ein (häufiger) Standardweg, es in der NAK auszuhalten. Es gibt aber sicher noch andere Gründe.

T.S.: Frage mal an dich: Wie konntest du das ertragen? Wenn ich es recht verstanden habe, gab es doch mal eine Zeit, in der dir klar war, was die NAK für ein Verein ist, in der du aber trotzdem immer schön mitgemacht hast. Wie lange ging das? Und wie konntest du das vor dir selbst "rechtfertigen"? Ich nehme mal an, dass du zu denen gehört hast, die die lieben Amtsbrüder nie so richtig in den Klauen hatten.

Wahrscheinlich hängt die Pein beim "langsamen Ausstieg" (und damit das "psychische Gift") auch einfach davon ab, wie intensiv die jew. Gemeinde funktioniert. Ich war damals (als Jugendlicher gegen Ender der 60er) in einer Kleinstadtgemeinde, in der die Kontrolle intensiv war. Die reichte sehr effektiv in die Familie hinein. (Meine armen Eltern!) Ich wurde in heftige Kämpfe verwickelt, die auch entspr. Narben hinterlassen haben. Ich habe heute noch NAK-Alpträume, bei denen ich mit dem Gefühl aufwache, ich müsste mich erbrechen. Ich kann mir diesen schlechten Witz nicht verkneifen: Ich bin anscheinend nach wie vor teilweise ein "==>NAK-Kriegszitterer" (Blöder Witz, ich weiß.)

Vermutlich muss man mindestens einen Teil der NAK-Schäden unter dem Begriff ==>Posttraumatische Belastungsstörung einsortieren. Das ist schon heftig für eine "Religion der Liebe", oder nicht?

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Isa Offline




Beiträge: 5.158

07.03.2011 22:48
#15 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

T.S.

Zitat von lorenz
...
T.S.: Frage mal an dich: Wie konntest du das ertragen? Wenn ich es recht verstanden habe, gab es doch mal eine Zeit, in der dir klar war, was die NAK für ein Verein ist, in der du aber trotzdem immer schön mitgemacht hast. Wie lange ging das? Und wie konntest du das vor dir selbst "rechtfertigen"? Ich nehme mal an, dass du zu denen gehört hast, die die lieben Amtsbrüder nie so richtig in den Klauen hatten.
...



Hallo Lorenz,

was sollte ich vor mir rechtfertigen?

Dass ich zu einer Religionsgemeinschaft gehörte, an deren Lehre ich nicht mehr geglaubt habe? Wie viele Menschen sind Angehörige anderer Releigionsgemeinschaften ohne an deren Lehren zu glauben? Müssen diese das auch vor sich selber rechtfertigen?

Seitdem ich erwachsen bin, also seit nunmehr fast 30 Jahren, habe ich der NAK einfach nicht soviel Macht über mein Leben gegeben, wie sie das gerne gehabt hätte. Wahrscheinlich hat eine Eigenart von mir dazu beigetragen, dass das sehr gut geklappt hat: Es hat mich noch nie sonderlich interessiert, was andere über mich denken. Für mich war und ist es deutlich wichtiger, dass ich mit mir selber im Reinen bin. Das hat wahrscheinlich viel von dem üblichen NAK Erwartungsdruck an mir abperlen lassen.

Für mich war die NAK lange Zeit eine Religionsgemeinschaft, wie jede andere auch. Das hat mit meinem Erwachsenwerden begonnen (1979) und ging ziemlich genau bis 1994/1995. Da kam mein endgültiger Bruch mit der NAK bzw. mit dem Personenkult der NAK. Parallel damit einhergehend auch mein Bruch mit dem Christentum, bzw. mit organisierten Religionen allgemein.

Ich bin dann trotzdem in der NAK geblieben, weil ich wollte, dass meine Tochter die Grundzüge einer christlichen Erziehung kennenlernt. Und da war die NAK für mich genauso gut oder genauso schlecht wie jede andere christliche Religionsgemeinschaft. Wobei ich regelmäßig darauf geachtet habe, dass auf meine Tochter im Rahmen dieser religiösen Erziehung kein Druck ausgeübt wird. Weder von unserer (Eltern) Seite, noch von kirchlicher Seite (Amtsträger, Lehrpersonal).

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass meine Tochter schon mit 13 Jahren nicht mehr mit in die Gottesdienste ging und mit 14 Jahren die Entscheidung getroffen hat, mit der christlichen Religion überhaupt nichts mehr am Hut zu haben.

Damit endete meine / unsere Verantwortlichkeit für die religiöse Erziehung unserer Tochter und damit endete auch meine aktive Mitgliedschaft in der NAK. Es hat dann noch ein halbes Jahr gedauert, bis wir am 2. Januar 2009 geschlossen aus der NAK ausgetreten sind. Wobei der Entschluss zum formalen Austritt bereits Ende Oktober / Anfang November 2008 gefasst wurde, nachdem ich mich hier im Forum sehr intensiv über die Geschichte der NAK informieren konnte. Es war nur noch eine Frage eines geeigneten Termins, um im Standesamt Adenau unseren Austritt beurkunden zu lassen.

Es war für mich somit keineswegs eine Leidenszeit innerhalb der NAK. Das war es teilweise in meiner Kindheit / Jugend. Aber seitdem ich mein Elternhaus mit 17 Jahren im Rahmen meiner Berufsausbildung verlassen habe, war das definitiv vorbei. Deswegen gab es für mich auch nichts zu ertragen. Und ich wäre wahrscheinlich heute noch (formales aber inaktives) Mitglied der NAK, wenn ich nicht die Möglichkeit hier gefunden hätte, mich mal aus seriösen Quellen objektiv über bestimmte Themen zu informieren. Und ich würde es wahrscheinlich auch heute nicht als Leidenszeit sehen, die es zu ertragen gilt - dafür habe ich die NAK einfach schon zu lange nicht mehr nah genug an mich herangelassen.

So - ich hoffe, hiermit sind Deine Fragen geklärt :wink:

Gruß aus der Eifel

Franklin

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Isa Offline




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07.03.2011 22:50
#16 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

lorenz

Zitat von T.S.
Wahrscheinlich hat eine Eigenart von mir dazu beigetragen, dass das sehr gut geklappt hat: Es hat mich noch nie sonderlich interessiert, was andere über mich denken.


Da kannst du wirklich froh drüber sein. Das ist ja nun wirklich konträr zum üblichen NAK-Erziehungsziel, bei dem schon den Kindern sozusagen eine Dauer-Abhörwanze ins Hirn hinein operiert wird, die ein ewiges schlechtes Gewissen macht, wenn man es nicht "richtig" macht. Ich wurde - damals erfolgreich - darauf dressiert, alles und jedes im Dauerdialog mit "meinem Herrn" zu beurteilen. Witzigerweise fiel bei diesem "Dauerdialog" dann am Ende das Ergebnis ab, dass die NAK eben nur eine von vielen falschen Sekten war, und dass ich da nicht drin bleiben DURFTE. Das war so eine Art Konsequenz-Strenge, ein Druck, die sich am Ende gegen die NAK wandte. Also alles ganz anders als bei dir.

Ich war gewissermaßen das Gegenteil von einem "Lauen". Wenn ich mir meine damaligen (gleichaltrigen) Brüder und Schwestern vorstelle, dann scheint es tatsächlich so zu sein: Je "lauer" die waren, desto länger blieben die dabei. Ich würde sagen: Ca. 90% waren "Laue".
T.S.: Würdest du sagen, dass du so ein "Lauer" warst?

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Isa Offline




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07.03.2011 22:50
#17 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

T.S.

Zitat von lorenz
...
T.S.: Würdest du sagen, dass du so ein "Lauer" warst?




Ab einem gewissen Zeitpunkt mit absoluter Sicherheit. Allerdings könnte ich den heute nicht mehr genau bestimmen. Muß aber irgendwann nach meiner Konfirmation 1976 gewesen sein.

Übrigens: Die Sache mit dem schlechten Gewissen kenne ich auch zur Genüge. Ob es der heimliche Besuch der Kirmes bei uns im Stadtteil war, ob es das heimliche Verkleiden zum Karneval war - Gelegenheiten für das indoktrinierte schlechte Gewissen gab es ja nun reichlich.

Aber das schlechte Gewissen hat mich nicht davon abgehalten, das zu machen, was ich machen wollte - auch wenn es verboten war. Ach nee - es gab ja keine Verbote in der NAK zur damaligen Zeit ;)

Mmmmh - und wenn ich da jetzt so genauer drüber nachdenke, dann stelle ich fest, dass mich das schlechte Gewissen auch vor meiner Konfirmation nicht abgehalten hat, von den verbotenen Früchten zu naschen. Wahrscheinlich war ich also schon vorher "lau".

Dieser Zeitpunkt der Lauheit hielt dann bis etwa 1994/1995 (siehe mein vorheriges Posting). Seitdem bin ich eher kalt - zumindest was NAK, Christentum und organisierte Religionen allgemein angeht.

Gruß aus der Eifel

Franklin

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07.03.2011 22:51
#18 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Jula

Verfasst am: 10 März 2009 11:59

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Auch wenn ich den Schreibfluss vielleicht störe, möchte ich dazu etwas sagen:

In Tirol gibt es einen Verein für psychische Gesundheit! Dieser Verein hatte meine Kosten für die Therapie bei meiner Psychologin für ein Jahr übernommen! Das besondere daran ist, dass nur gewisse Therapien bezahlt werden, dh. meine Psychologin hat ein Kontingent von 5 Patienten im Jahr (wirklich wenige) aber auf Grund meiner akkuten Situation wurde sie bezahlt! Meine Psychologin musste dann natürlich einen Ausführlichen Bericht vorlegen, in der Sie angeben musste welche Störungen ich aufwies und warum. Angegeben wurde "Erziehung und Leben innerhalb der NEuapostolischen Kirche" sowie "familiärer Konflikt auf Grund des religiösen Hintergrunds"!

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07.03.2011 22:52
#19 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

Nemesis

Verfasst am: 22 Mai 2009 13:11 Titel: Wenn Liebe zu Hass wird..

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Das ist ein interessanter Befund, klar, nicht jeder der sich abkapselt, endet in der Suchtstation, dennoch kann ich (natürlich auch jemand, der sich seinen Ausstieg hart erarbeiten hat müssen) durchaus nachvollziehen, dass es einen, je nachdem, wie schwer man involviert gewesen ist, schon psychisch belasten kann, wenn man anfängt zu denken, das heißt konkret, rationale Überlegungen anzustellen und zu hinterfragen.

Wenn die Nak von einer Gemeinschaft spricht, dann tritt diese am deutlichsten zu Tage, wenn es um das gemeinschaftliche Ausschließen, hetzen etc. gegenüber Glaubensdissidenten geht. Auch ich sehe die feindseeligen Blicke heute noch und anfangs war das hart.

Als Kinder hat man uns klar gemacht, dass alle anderen "verdammt" sind und wir ja über ihnen stehen, aber ich habe die Seiten gewechselt und in MEINER WELT, der REALEN WELT, sind die Naks diejenigen, die ausgestoßen sind!

IN diesem Sinne Kopf hoch!

Apropo: hatte eigentlich schon mal jemand mit ner Klage gegen den Laden Erfolg? Wäre doch praktisch, wenn jeder von uns die Zeit und Nerven die uns gestohlen wurden, durch ein bisschen Bares eintauschen könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Kim

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07.03.2011 22:53
#20 RE: Psychisch krank durch die NAK - amtlich bestätigt! Zitat · antworten

lorenz

Verfasst am: 22 Mai 2009 16:22 Titel:

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In den USA hätte man vielleicht Erfolg mit so einer Klage. Aber hierzulande wird man kaum einen Richter finden, der bestätigt, dass die "christlichen Werte", auf denen ja angeblich unser Staat basiert, derart schädliche "Nebenwirkungen" haben können.

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